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Nachrichten

Montag, 2. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD: Bei einem Selbstmordanschlag in der pakistanischen Stadt Rawalpindi sind mindestens 30 Menschen getötet worden, rund 40 erlitten Verletzungen. Die Behörden machen die Taliban für die Tat verantwortlich. Der Sprengsatz detonierte in der Nähe eines Luxushotels und einer staatlichen Bank. Nur wenige hundert Meter entfernt liegt das Hauptquartier der pakistanischen Streitkräfte, das erst im Oktober von Taliban attackiert worden war. Dabei starben mindestens 20 Menschen. - Unterdessen kündigten die Vereinten Nationen an, aus Sicherheitsgründen alle internationalen Mitarbeiter aus dem Nordwesten Pakistans abzuziehen. Damit reagieren die UN auf die zahlreichen schweren Anschläge islamischer Extremisten in der Grenzregion zu Afghanistan.

DEN HAAG: Die neue schwarz-gelbe Regierung in Deutschland will die Beziehungen zu den kleineren Staaten der Europäischen Union wieder mehr in den Vordergrund rücken. Das kündigte Außenminister Guido Westerwelle bei seinem Antrittsbesuch in den Niederlanden an, wo er mit seinem Kollegen Maxime Verhagen zusammenkam. Später will Westerwelle nach Frankreich weiterreisen. Anders als seine Vorgänger im Amt des deutschen Außenministers hatte er sich nicht als erstes in Paris sondern bei der Regierung in Polen offiziell vorgestellt. Zu Vermutungen, die deutsch-französischen Beziehungen hätten künftig weniger Bedeutung, sagte der FDP-Politiker, auch die Regierung in Paris habe ein hohes Interesse an der Dreier-Beziehung zwischen Deutschland, Polen und Frankreich.

NEW YORK: Gut ein Jahr nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers ist eine weitere wichtige US-Bank zusammengebrochen. Der Mittelstands-Finanzierer CIT beantragte Insolvenz. Als Grund wurden Schulden von rund 65 Milliarden Dollar genannt. Mit einem geordneten Insolvenzverfahren will das Unternehmen nun mit Hilfe eines Investors Altlasten abwerfen und den Neustart versuchen. CIT war durch die Finanzkrise und Managementfehler in Schwierigkeiten geraten.

BARCELONA: Fünf Wochen vor dem Weltklimagipfel sind Vertreter aus rund 180 Staaten in Barcelona zu einem letzten Vorbereitungstreffen zusammengekommen. Angestrebt wird eine Annäherung in den festgefahrenen Verhandlungen über ein neues Klimaschutzabkommen. Hauptstreitpunkte sind die Ziele der Industrieländer zur Senkung des CO2-Ausstoßes und die Beiträge großer Schwellenländer zum Klimaschutz. Zudem wird um finanzielle Hilfen für die Entwicklungsländer gerungen.

KABUL: Nach dem Rückzug von Ex-Außenminister Abdullah Abdullah von der Präsidenten-Stichwahl in Afghanistan ist UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon zu einem Besuch in Kabul eingetroffen. Ban wird zunächst mit Präsident Hamid Karsai zusammenkommen, später auch mit Abdullah. Nach dessen Rückzug hatte Karsai angekündigt, als einziger Kandidat bei der Stichwahl am kommenden Samstag anzutreten. Abdullah hatte unter Verweis auf erneut drohende Manipulationen seinen Boykott angekündigt. Die erste Runde im August war von massivem Betrug durch das Karsai-Lager überschattet worden.

TEHERAN: Im Streit über sein Atomprogramm hat der Iran erstmals offiziell Änderungen an dem internationalen Kompromissvorschlag gefordert. Teheran habe der UN-Atomenergiebehörde (IAEA) vor zwei Tagen seine Einwände übermittelt, teilte Außenminister Manuchehr Mottaki mit. Diese müssten von der Behörde berücksichtigt werden. Die IAEA hatte dem Iran vorgeschlagen, einen Großteil seiner Uranbestände im Ausland anreichern zu lassen. Damit soll verhindert werden, dass Teheran selbst hoch angereichertes Material herstellt, dass für den Bau von Atombomben verwendet werden könnte.

KIEW: Die Ukraine hat ihre Nachbarstaaten sowie die USA und die Europäische Union um Unterstützung bei der Bekämpfung der grassierenden Schweinegrippe gebeten. In einer Erklärung von Präsident Viktor Juschtschenko heißt es, die ukrainischen Behörden seien mit der Epidemie überfordert. - Das Gesundheitsministerium in Kiew teilte mit, inzwischen seien 53 Menschen an der Schweinegrippe gestorben und mehr als 184.000 erkrankt. - Um die Epidemie einzudämmen, hatte die Regierung alle Schulen und Kindergärten schließen lassen und größere Veranstaltungen verboten.

MOSKAU: Mit einer russischen Trägerrakete hat die Europäische Raumfahrtorganisation ESA einen neuen Erdbeobachtungssatelliten in eine Umlaufbahn geschickt. Das Hightech-Gerät startete im russischen Plessezk. Der Satellit soll den Salzgehalt der Ozeane und die Bodenfeuchte messen. Wissenschaftler wollen damit Klimaänderungen genauer vorhersagen. Die Kosten der auf drei Jahre angesetzten Mission betragen rund 315 Millionen Euro.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Häufig dicht bewölkt und verbreitet Regen. Temperaturen zwischen fünf Grad Celsius im Nordosten und bis 14 Grad am Oberrhein.

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