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Nachrichten

Montag, 2. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SCHARM EL SCHEICH: Vertreter aus mehr als 70 Ländern sind in dem ägyptischen Badeort zusammengekommen, um den Wiederaufbau des Gazastreifens zu koordinieren. Die Palästinenser bekräftigten, es würden rund 2,8 Milliarden Dollar für die Reparatur der durch den Krieg mit Israel zerstörten Infrastruktur benötigt. Für Deutschland nimmt Außenminister Frank-Walter Steinmeier teil, für die USA seine Kollegin Hillary Clinton. Bereits im Vorfeld hatten die USA angekündigt, rund 900 Millionen Dollar für die Palästinenser bereitstellen zu wollen. Die EU will Hilfen in Höhe von 436 Millionen Euro zusagen. Die Finanzhilfe könne aber nur wirken, wenn die Blockade des Gazastreifens aufgehoben werde, sagte der palästinensische Ministerpräsident Salam Fajjad zu Konferenzbeginn. Zusammen mit Präsident Mahmud Abbas vertritt er die palästinensische Seite, da die radikal-islamische Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, nicht eingeladen wurde.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat eine gründliche Prüfung des Zukunftskonzepts für den Autobauer Opel angekündigt. Vor seinem Treffen mit der Opel-Betriebsleitung sagte Guttenberg, eine Entscheidung über die Vergabe staatlicher Hilfen werde mit Sicherheit nicht am heutigen Tage getroffen werden. Der Umgang mit Steuergeld verlange eine vernünftige Abwägung. Bei dem Treffen in Berlin will die Betriebsleitung ihr Opel-Konzept erläutern. Es sieht im Kern eine weitgehende Unabhängigkeit vom angeschlagenen amerikanischen Mutterkonzern GM vor. Seinen Bedarf an staatlichen Hilfen hatte Opel mit 3,3 Milliarden Euro beziffert.

HANNOVER: Bei der Aufarbeitung der Bankenskandale in Deutschland hat sich der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff für einen harten Kurs der Justiz ausgesprochen. Die pflichtwidrige Vernichtung von Kapital sei eine Straftat, sagte der CDU-Politiker der 'Hannoverschen Allgemeinen Zeitung'. Er erwarte von den Strafverfolgungsbehörden, dass die verantwortlichen Vorstände und Aufsichtsräte -etwa der Hypo Real Estate- vernommen würden.

BISSAU: Bei einem mutmaßlichen Putsch im westafrikanischen Guinea-Bissau ist Staatspräsident Joao Bernardo Vieira getötet worden. Ein Militärsprecher teilte mit, Soldaten hätten den Präsidenten erschossen, als dieser aus seiner Residenz habe flüchten wollen. Die Täter standen offenbar Armeechef Batista Tagme Na Wai nahe, der am Sonntagabend bei einem Bombenanschlag auf das militärische Hauptquartier getötet worden war. Offenbar wurde Vieira für den Anschlag verantwortlich gemacht. - Guinea-Bissau wurde bereits mehrfach durch blutige Umsturzversuche und Aufstände erschüttert. Ende der 90er Jahre tobte in der ehemaligen portugiesischen Kolonie ein Bürgerkrieg, unter dessen Folgen das Land noch immer leidet.

MOSKAU: Die Partei des russischen Regierungschefs Wladimir Putin hat bei Regional- und Kommunalwahlen ihre Führungsposition im Land untermauert. Aus allen Wahlen am Sonntag in neun russischen Regionen sei die Partei 'Einiges Russland' als stärkste Kraft hervorgegangen, heißt es in Medienberichten. Oppositionspolitiker sprachen von Wahlmanipulation.

KLAGENFURT: Bei der Landtagswahl im österreichischen Bundesland Kärnten hat das vom 2008 tödlich verunglückten Regierungschef Jörg Haider gegründete 'Bündnis Zukunft Österreich' einen klaren Sieg errungen. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erhielt die rechtsgerichtete Partei 45,5 Prozent der Stimmen und konnte damit im Vergleich zur letzten Wahl 2004 sogar noch zulegen. Herbe Verluste mussten hingegen Sozialdemokraten, Grüne und Haiders ehemalige Partei, die FPÖ, hinnehmen, während die konservative Volkspartei als drittstärkste Kraft in Kärnten Stimmengewinne verbuchte. - Im Bundesland Salzburg, wo am Sonntag ebenfalls ein neuer Landtag gewählt wurde, konnten die Sozialdemokraten - trotz Verlusten - mit 39,5 Prozent ihre Position als stärkste Kraft vor der Volkspartei verteidigen.

SEOUL: Erstmals seit fast sieben Jahren sind Offiziere der nordkoreanischen Volksarmee wieder mit dem UN-Kommando in Südkorea zusammengekommen. Nordkorea habe um das Treffen im Grenzort Panmunjom gebeten, um über den Abbau von Spannungen zu beraten, teilte das von den USA geführte UN-Kommando mit. Pjöngjang hatte den in Südkorea stationierten US-Truppen zuvor "Provokationen" an der militärischen Pufferzone vorgeworfen und Gegenmaßnahmen angedroht. Auch der Regierung Südkoreas unterstellt dem kommunistischen Norden eine Konfrontationspolitik. Nordkorea wiederum bereitet nach Angaben aus Seoul den Test einer Interkontinentalrakete vor. - Seit Ende des Koreakrieges 1953 ist das UN-Kommando offiziell für die Überwachung der entmilitarisierten Zone zuständig.

HOBART: An einem Strand im Süden Australiens sind bis zu 200 Wale und Delfine gestrandet. Die meisten von ihnen seien bereits verendet, teilten Wildschützer mit. Die Tiere hatten sich in seichtes Wasser vor King Island zwischen Tasmanien und dem australischen Festland verirrt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt, dabei verbreitet Regen oder Sprühregen. Temperaturen zwischen sechs und zwölf Grad Celsius.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 7°, stark bewölkt;

Berlin: 5°, wolkig;

Dresden: 5°, stark bewölkt;

Köln/Bonn: 8°, bedeckt;

Frankfurt am Main: 7°, leichter Regen und

München: 5°, ebenfalls leichter Regen.

Audio und Video zum Thema