1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 2. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

FRANKFURT AM MAIN: Anlässlich des zehnten Jahrestags der Europäischen Zentralbank haben die Finanzminister aus den 15 Ländern der Währungsunion ihre monatliche Konferenz an den Sitz der Bank nach Frankfurt am Main verlegt. Die Einheitswährung Euro sei eine der größten europäischen Erfolgsgeschichten, sagte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück vor Beginn des Treffens. Hauptthema dürfte der Antrag der Slowakei auf Einführung des Euros zum 1. Januar 2009 sein. Die EU-Kommission befürwortet eine Aufnahme der Slowakei in die Währungsunion, die EZB hat Bedenken geäußert. Die Europäische Zentralbank wurde am 1. Juni 1998 gegründet. Sie soll die Preisstabilität in den Ländern mit der Gemeinschaftswährung überwachen.

ISLAMABAD: Bei einem schweren Sprengstoffanschlag vor der dänischen Botschaft in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sind nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen in den Tod gerissen worden. Mehrere Passanten seien verletzt worden, Diplomaten seien nicht darunter. Laut Polizei riss die Detonation einer Autobombe einen Krater in die Straße. Das Botschaftsgebäude und mehrere Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. - Die Auslandsvertretungen Dänemarks hatten in den vergangenen Monaten wiederholt Drohungen erhalten. Der nochmalige Abdruck umstrittener Karikaturen des Propheten Mohammed in dänischen Zeitungen im Februar hatte in zahlreichen islamischen Ländern zu Protesten geführt.

JERUSALEM: Im Rahmen seiner Nahost-Reise ist Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier mit israelischen Regierungsvertretern zusammengekommen. Wegen der innenpolitischen Krise in Israel kam ein Treffen mit dem unter Korruptionsverdacht stehenden Ministerpräsidenten Ehud Olmert nicht zustande. Statt dessen sprach Steinmeier mit Verteidigungsminister Ehud Barak und Außenministerin Zipi Liwni. Dabei ging es um eine Sicherheitskonferenz für die Palästinensergebiete, die am 24. Juni in Berlin statt finden soll. Steinmeier war zuvor in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Dort hatte er dem neuen Präsidenten Michel Suleiman die deutsche Unterstützung für die Regierung der nationalen Einheit zugesichert.

SKOPJE: Bei der von gewalttätigen Ausschreitungen überschatteten Parlamentswahl in Mazedonien hat der national-konservative Regierungschef Nikola Gruevski einen klaren Sieg erzielt. Bereits nach Auswertung von mehr als der Hälfte der Stimmen erklärte Gruevski seine national-konservative Koalition zum Sieger. Die staatliche Wahlkommission bestätigte, dass die Koalition mit voraussichtlich rund 48 Prozent stärkste Kraft im neuen Parlament sein werde. Die oppositionelle sozialdemokratische Koalition erhielt danach knapp 23 Prozent der Stimmen. Die Wahl wurde von zahlreichen Gewalttaten in Gebieten mit albanischstämmiger Bevölkerung überschattet, bei denen ein Mensch getötet wurde, die EU-Kommission zeigte sich besorgt. Die Abstimmung galt als Test für die frühere jugoslawische Teilrepublik, die der EU und der NATO beitreten möchte.

BERN: Die Schweizer haben bei einer Volksabstimmung eine Verschärfung des Einwanderungsrechts klar abgelehnt. Fast zwei Drittel der Wähler stimmten gegen den Antrag der rechtspopulistischen nationalkonservativen Schweizerischen Volkspartei. Sie hatte erreichen wollen, dass die Einbürgerung von Ausländern künftig nicht durch einen Verwaltungsakt sondern in den Gemeinden durch eine Volksabstimmung gebilligt wird. Die Regierung in Bern hatte die Initiative als diskriminierend, fremdenfeindlich und rassistisch abgelehnt. Befürworter hatten mit der hohen Kriminalität unter eingebürgerten Ausländern argumentiert.

WASHINGTON: Hillary Clinton hat die US-Vorwahl der Demokraten auf der Karibikinsel Puerto Rico mit großer Mehrheit gewonnen. Clinton kam auf etwa 68 Prozent der Stimmen. Auf ihren Konkurrenten Barack Obama entfielen auf Puerto Rico nur 32 Prozent. Dennoch liegt er bei den Delegiertenstimmen praktisch uneinholbar vorn. Obama geht nach Angaben seines Sprechers davon aus, noch in dieser Woche die notwendige Mehrheit für die Präsidentschafts-Kandidatur hinter sich zu haben. Die letzten Vorwahlen der Demokraten finden am Dienstag in Montana und South Dakota statt. In beiden Bundesstaaten gilt Obama als Favorit.

BERLIN: Wegen der Bespitzelungsaffäre bei der Deutschen Telekom schließt Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble neue Gesetze nicht aus. Er sei nicht sicher, ob eine Selbstverpflichtung der Unternehmen zum Datenschutz ausreiche, sagte Schäuble im deutschen Fernsehen. Mit Vertretern großer Telekom-Unternehmen will er das Thema in Berlin besprechen. Branchenvertreter haben sich bereits gegen neue Gesetze ausgesprochen. In Deutschland gebe es schon das schärfste Datenschutzrecht weltweit, so der Branchenverband Bitkom.

BERLIN: Im Streit um höhere Preise wollen die deutschen Milchbauern ihren Lieferboykott unvermindert fortsetzen. Gespräche zwischen Vertretern der Bauern und der Molkereien waren zuvor erfolglos verlaufen. In Sachsen und Bayern blockierten Bauern in der Nacht zu Montag mehrere Molkereien. Jetzt setzen die Milchbauen auf Gespräche mit Vertretern des Einzelhandels, die noch im Lauf des Tage statt finden sollen. Die Bauern wollen, dass die Preissenkungen vom April zurückgenommen werden. Bis dahin hatten sie für einen Liter Milch noch mehr als 40 Cent bekommen. Derzeit sind es 27 bis 35 Cent.

PARIS: Der französische Modeschöpfer Yves Saint Laurent ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Wie seine Stiftung mitteilte, erlag er in Paris einer langen Krankheit. Der in Algerien geborene Saint Laurent präsentierte bereits 1958 seine erste Kollektion und setzte vor allem in den 60er und 70er Jahren eigene Modetrends. So galt er als Meister der Hosenanzüge, was seinerzeit als revolutionär galt. Anfang 2002 zog sich der Modeschöpfer ins Privatleben zurück.

BONN: Eine Konferenz der Deutschen Welle befasst sich von diesem Montag an mit Problemen der Medien in unterdrückten Gebieten und Konfliktregionen. Mehr als 800 Teilnehmer aus 84 Ländern diskutieren bis Mittwoch beim ersten "DW World Media Global Forum" in Bonn die Position der Medien bei Friedensstiftung und Konfliktprävention. In zahlreichen Workshops und Diskussionsrunden geht es etwa um Populismus und Pressefreiheit sowie die Gefahren, der Berichterstattung, mit denen Journalisten weltweit täglich konfrontiert werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Westhälfte wechseln sich Sonne und Wolken ab. Im Osten dagegen dauerhaft sonnig und trocken. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 25 und 32 Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema