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Nachrichten

Montag, 2. Februar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

GENF: Vor dem UN-Menschenrechtsrat hat eine turnusmäßige Anhörung der Bundesregierung zur Menschenrechtslage in Deutschland begonnen. Dazu legt die Regierung in Genf einen im November verabschiedeten Bericht vor. Er stieß bei Organisationen wie Amnesty International bereits auf Kritik. Sie werfen der Regierung unter anderem in den Bereichen Migration, Flüchtlinge, Gleichstellung und Armut eine Beschönigung der Lage vor. So beklagte eine Vertreterin von Amnesty, Flüchtlinge in der Bundesrepublik seien ständig von Ausweisung bedroht. - Die Anhörung Deutschlands bildet den Auftakt zum diesjährigen Länderprüfverfahren des Menschenrechtsrates. Dabei wird bis Mitte Februar die Situation der Menschenrechte in den UN-Mitgliedsstaaten einer kritischen Prüfung unterzogen.

HAMBURG: Immer mehr katholische Bischöfe in Deutschland kritisieren die Entscheidung von Papst Benedikt XVI., den britischen Bischof und Holocaust-Leugner Richard Williamson zu rehabilitieren. Der Hamburger Erzbischof Werner Thissen betonte, einen Holocaust-Leugner in die Kirche aufzunehmen, sei immer eine schlechte Entscheidung, Es hätte besser recherchiert werden müssen, welche Meinungen Williamson vertritt. Da sei schlampig gearbeitet worden, so Thissen. Zuvor hatten bereits die Bischöfe von Mainz und Rottenburg-Stuttgart, Karl Lehmann und Gebhard Fürst, die Entscheidung des Papstes bedauert und vom Vatikan mehr politische Sensibilität gefordert. - Kritik kam auch vom Wiener Erzbischof Christoph Schönborn. Wer die Shoah leugne, könne nicht in seinem kirchlichen Amt rehabilitiert werden, erklärte Schönborn.

JERUSALEM: Der Waffenstillstand für den Gaza-Streifen bleibt brüchig. Die israelische Luftwaffe bombardierte als Reaktion auf Raketenangriffe militanter Palästinenser mehrere Schmugglertunnel an der Grenze zu Ägypten sowie einen Polizeiposten der im Gaza-Streifen herrschenden radikal-islamischen Hamas. Hunderte Palästinenser flohen vor den Angriffen. Verletzte gab es offenbar nicht. Am Sonntag waren mindestens zehn Raketen aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels abgefeuert worden. Dabei wurden nach Angaben der israelischen Armee zwei Zivilisten und ein Soldat verletzt. Für zwei der Angriffe übernahm die Al-Aksa-Brigaden die Verantwortung, die der Fatah-Organisation des gemäßigten Palästinenser-Präsidenten Mahmud Abbas nahestehen. - Am 18. Januar hatten Israel und die Hamas nach drei Wochen Krieg unabhängig voneinander Waffenruhen ausgerufen.

KABUL: Im Süden Afghanistans hat sich ein Selbstmordattentäter in einem Ausbildungszentrum der Polizei in die Luft gesprengt. Nach ersten Angaben der Behörden wurden mindestens 18 Menschen getötet und acht weitere verletzt. Der Anschlag ereignete sich in Tirin Kot, der Hauptstadt der Provinz Urusgan. Es war das blutigste Attentat auf afghanische Polizisten seit Monaten. Der Süden Afghanistans gilt als Hochburg der radikal-islamischen Taliban-Rebellen.

RANGUN: Birmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat die hohen Haftstrafen kritisiert, zu denen in jüngster Vergangenheit Gegner der Militärregierung verurteilt worden sind. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon solle Birma erst dann besuchen, wenn die Junta politische Gefangene freigelassen habe und der gegen sie selbst verhängte Hausarrest aufgehoben sei, sagte die Friedensnobelpreisträgerin nach Angaben ihrer Partei NLD bei einem Treffen mit dem Gesandten der Vereinten Nationen für Birma, Ibrahim Gambari, in Rangun. - Ende 2008 waren in Birma Dissidenten und Bürgerrechtler zu drakonischen Strafen verurteilt worden. So erhielt etwa ein Internet-Blogger 20 Jahre Haft. - Gambari war am Samstag zu seinem siebten Besuch in Birma eingetroffen, um die Militärs zu Zugeständnissen an die Opposition zu bewegen. Die vorangegangenen sechs Besuche des UN-Gesandten hatten keine Ergebnisse gebracht.

ISLAMABAD: Im Südwesten Pakistans hat eine Gruppe Bewaffneter einen ranghohen ausländischen Mitarbeiter des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR entführt. Eine Sprecherin der Vereinten Nationen in Islamabad bestätigte entsprechende Meldungen der pakistanischen Polizei. Der Fahrer des UN-Mitarbeiters wurde bei dem Überfall in Quetta, der Hauptstadt der Provinz Belutschistan, nach Polizeiangaben tödlich verletzt.

BERLIN: Politik und Wirtschaft in Deutschland beklagen weiterhin schwere Defizite bei der Ausbildung Jugendlicher aus Zuwandererfamilien. Nach wie vor bestehe erheblicher Handlungsbedarf zur Verbesserung der Ausbildungsvoraussetzungen und -chancen junger Migranten, heißt es in einer Erklärung der am so genannten Ausbildungspakt beteiligten Institutionen. Dennoch will das Handwerk verstärkt um junge Ausländer und Schulabgänger mit Migrationshintergrund werben, um Nachwuchs- und Fachkräftemangel vorzubeugen. Es seien gute Erfahrungen mit ausländischen Mitarbeitern gemacht worden, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Otto Kentzler. - In Berlin tagt an diesem Montag der Lenkungsausschuss Ausbildungspakt unter Beteiligung mehrerer Bundesminister und Spitzenvertreter der Wirtschaft.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Westlich des Rheins vereinzelt Regen oder Schnee, sonst teils bewölkt, teils heiter. Es wird etwas milder mit Tageshöchstwerten zwischen minus einem und plus sieben Grad.

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