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Nachrichten

Montag, 2. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei

BONN: Regierungsunterhändler aus aller Welt sind in Bonn zusammengekommen, um den nächsten Weltklimagipfel Ende des Jahres vorzubereiten. Fünf Tage lang wollen die Experten auf der UN-Konferenz darüber beraten, welche Vereinbarungen bei dem Treffen im mexikanischen Cancun angestrebt werden sollen. Seit dem weitgehenden Scheitern des Kopenhagener Gipfels Ende 2009 sind die Verhandlungen über ein neues internationales Klimaschutzabkommen festgefahren. Das sogenannte Kyoto-Protokoll gilt nur noch bis zum Jahr 2012.

ISLAMABAD: Bei den schweren Überschwemmungen im Norden Pakistans sind mindestens 1100 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten starben in der besonders betroffenen Nordwest-Grenzprovinz Khyber-Pakhtunkhwa. Ganze Landstriche sind überflutet. Dörfer wurden von den Wassermassen zerstört. In der Region sind nach Behördenangaben mehr als 1,5 Millionen Menschen von der Naturkatastrophe betroffen. Mehr als 30.000 Rettungskräfte und Soldaten sind im Einsatz. Fast 20.000 Menschen wurden nach Angaben der Armee mit Hubschraubern und Booten in Sicherheit gebracht.

MOSKAU: In Russland ist die Zahl der Toten bei den verheerenden Waldbränden auf 34 gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden seien 500 neue Feuer unterschiedlicher Größe gemeldet worden, teilte das Katastrophenministerium in Moskau mit. Bis zu 2.000 Häuser seien durch die Flammen zerstört worden. Am stärksten betroffen ist die Region Nischni Nowgorod. - Russland leidet seit Wochen unter einer Hitzewelle und Dürre, der Juli war der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 130 Jahren.

BERLIN: Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Weise, hat Forderungen kritisiert, die Grenzen für ausländische Arbeitnehmer durchlässiger zu machen. Zunächst solle das vorhandene Potenzial in Deutschland genutzt werden, sagte Weise der "Financial Times Deutschland". Man dürfe nicht zulassen, dass Menschen in Arbeitslosigkeit seien, nur weil ihre Talente nicht genutzt würden. Weise forderte die deutschen Unternehmen auf, dem Fachkräftemangel mit attraktiven Angeboten im Inland zu begegnen. - Das gelte vor allem bei der Kinderbetreuung, die viele qualifizierte Frauen daran hindere zu arbeiten, betonte der Arbeitsagentur-Chef. --- Auch Bayerns Ministerpräsident Seehofer machte deutlich, dass für ihn die Anwerbung ausländischer Arbeitnehmer nicht an erster Stelle steht.

SANAA: Die schiitischen Aufständischen im Norden des Jemen haben hundert Soldaten freigelassen, die sie in der vergangenen Woche bei Kämpfen gefangengenommen hatten. Weitere 128 Soldaten und regierungstreue Stammeskämpfer würden in den nächsten Tagen freikommen, teilte ein Vermittler mit. Die so genannten Houthi-Rebellen hatten in der vergangenen Woche einen Armee-Stützpunkt erobert und die Soldaten als Geiseln genommen. - Seit 2004 kommt es im Nordwesten des Jemen immer wieder zu Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Houthi-Rebellen. Ein im Februar geschlossenes Friedensabkommen wird nicht eingehalten.

HAVANNA: In Kuba will die kommunistische Führung angesichts der Wirtschaftskrise künftig etwas mehr Privatwirtschaft zulassen. Präsident Castro kündigte vor der Nationalversammlung in Havanna an, dass die Bürger künftig kleine Geschäfte betreiben und auch Arbeitskräfte einstellen könnten. Mit Blick auf die jüngste Freilassung politischer Gefangener warnte Castro die Opposition. Für diejenigen, die Kubas Unabhängigkeit in Gefahr brächten, werde es keine Straffreiheit geben. - Nach Vermittlung Spaniens und der katholischen Kirche hatte die Regierung im Juli die Freilassung von 52 Dissidenten zugesagt

ATHEN: In Griechenland hat sich nach dem Ende des Streiks der Tank- und Lastwagenfahrer die Lage weitgehend normalisiert. Die Belieferung der Tankstellen und die Versorgung der Supermärkte mit Lebensmitteln ist nach Rundfunkberichten in vollem Gange. Der Verband der Lkw-Besitzer hatte nach Beratungen in Athen eingewilligt, mit der Regierung über die Liberalisierung des Transportgewerbes zu verhandeln.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Mehr Wolken als Sonne, vor allem im Osten und Süden teils kräftiger Regen. Höchstwerte 20 bis 27 Grad.

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