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Nachrichten

Montag, 2. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

BEIRUT: Zum Abschluss ihrer dreitägigen Nahost-Reise ist Bundeskanzlerin Angela Merkel im Libanon mit Regierungschef Fuad Siniora und mit Parlamentspräsident Nabih Berri zusammengetroffen. Dabei drückte Merkel die Hoffnung aus, dass der Libanon seine inneren Probleme überwinden werde. Am Nachmittag will sich Merkel bei einem Truppenbesuch auf der deutschen Fregatte 'Brandenburg' über den Einsatz der UN-Friedenstruppen im Libanon informieren. Am Sonntag hatte die EU-Ratspräsidentin in Jerusalem und Ramallah die Chancen für eine Wiederbelebung des Friedensprozesses ausgelotet. Der israelische Regierungschef Ehud Olmert regte eine Friedenskonferenz mit arabischen Staaten und den Palästinensern an.

KIEL: Die von der NATO angeforderten Bundeswehr-Tornados sind in Richtung Afghanistan gestartet. Verteidigungsminister Franz Josef Jung verabschiedete die Aufklärungsmaschinen und rund 200 Soldaten im schleswig-holsteinischen Jagel. Durch die sechs Tornados würden die Stabilisierungs- und Sicherheitsoperationen der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe ISAF unterstützt, sagte Jung. - Die Tornados sollen in Afghanistan Stellungen der radikalislamischen Taliban aufspüren. Kampfeinsätze sind nicht vorgesehen.

BERLIN: Die Familienminister von Bund und Ländern sowie Vertreter der kommunalen Spitzenverbände sind zu Beratungen über den Ausbau von Betreuungsplätzen für Kleinkinder zusammengekommen. Auf dem so genannten Krippengipfel soll der Bedarf an zusätzlicher Betreuung für Kinder unter drei Jahren geklärt werden. Nach den Plänen von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen soll die Zahl der Plätze bis 2013 für rund drei Milliarden Euro auf 750.000 verdreifacht werden.

BERLIN: Die Gewerkschaft der Polizei hat sich gegen die Pläne von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble für eine Verschärfung von Sicherheitsgesetzen gewandt. Gewerkschaftschef Konrad Freiberg sagte in einem Interview, heimliche Online-Durchsuchungen von Computern sollten nur bei unmittelbarer Terrorgefahr und in Fällen schwerer Kriminalität erlaubt werden. Vorbehalte äußerte Freiberg auch zur Nutzung der Lkw-Maut-Daten zur Verbrechensbekämpfung.

TEHERAN: Der Nervenkrieg um die vom Iran gefangengenommenen britischen Marinesoldaten geht weiter. Nach einem Bericht des iranischen Fernsehens haben alle 15 Soldaten zugegeben, im Persischen Golf in iranische Hoheitsgewässer eingedrungen zu sein. Nach britischen Angaben befanden sich die Soldaten hingegen zum Zeitpunkt ihrer Gefangennahme am 23. März in irakischen Gewässern. Der Sender BBC meldete, die britische Regierung bemühe sich weiter, eine Freilassung der Soldaten mit diplomatischen Mitteln zu erreichen. Es gebe bilaterale Gespräche.

BAGDAD: Ein Selbstmordattentäter hat in der nordirakischen Stadt Kirkuk mindestens elf Menschen mit in den Tod gerissen. Mindestens 90 Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Täter habe mit seinem mit Sprengstoff beladenen Lastwagen ein Tor eines Polizeigebäudes gerammt und das Fahrzeug dann in die Luft gesprengt.

COLOMBO: In Sri Lanka sind bei Kämpfen und einem Anschlag auf Zivilisten dem Militär zufolge mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen. Bei der Explosion einer Bombe nahe der Stadt Ampara seien mindestens vierzehn Zivilisten in einem Bus getötet worden. Die Regierungstruppen verdächtigten die tamilischen Rebellen des Angriffs. Bei Gefechten zwischen Rebellen und Regierungstruppen im Norden und Osten des Landes kamen mindestens 17 Menschen ums Leben, teilte das Militär weiter mit.

KHARTUM: In der sudanesischen Krisenregion Darfur haben unbekannte Bewaffnete fünf Soldaten der Friedenstruppe der Afrikanischen Union erschossen. Wie ein AU-Sprecher mitteilte, bewachten die Soldaten eine Wasserstelle im Grenzgebiet zum Tschad, als sie beschossen wurden. Bei dem Gefecht wurden auch drei der Angreifer getötet. Es war der bisher folgenschwerste Angriff auf die AU-Truppe seit ihrer Stationierung in Darfur Ende 2004.

MOGADISCHU: Bei den viertägigen Gefechten in der somalischen Hauptstadt zwischen mutmaßlichen Islamisten und Regierungstruppen sind nach Schätzungen von Hilfsorganisationen und Korrespondenten wahrscheinlich hunderte Menschen getötet worden. An diesem Montag herrsche in Mogadischu Ruhe, hieß es in den Berichten weiter. Vertreter eines in Mogadischu einflussreichen Stammes teilten mit, es sei ein Waffenstillstand ausgehandelt worden.

SEOUL: Nach neunmonatigen Verhandlungen haben sich die USA und Südkorea auf ein umfassendes Freihandelsabkommen geeinigt. Dies teilten Vertreter beider Staaten in Seoul mit. Nach südkoreanischen Angaben sieht der Vertrag die sofortige Aufhebung von nahezu 85 Prozent der gegenseitigen Zölle auf Industriegüter vor. Der südkoreanische Reismarkt bleibe hingegen weiter geschützt, hieß es.

HONIARA: Der von einem schweren Erdbeben ausgelöste Tsunami im Südpazifik hat auf der Inselgruppe der Salomonen mehrere Menschen getötet und weite Landstriche überschwemmt. Nach unterschiedlichen Berichten sind mindestens zehn bis 20 Menschen ums Leben gekommen. Das Ausmaß der Naturkatastrophe ist bislang nicht zu überblicken, da die Telefonverbindungen zu einigen Inseln zusammengebrochen sind.

BRÜSSEL: Wissenschaftler und Regierungsvertreter aus 124 Ländern sind in der belgischen Hauptstadt zu Beratungen über den zweiten Weltklimabericht zusammengekommen. Am Freitag will der Weltklimarat seine neue globale Studie vorstellen. Darin werden die drohenden Folgen der Erderwärmung beschrieben. Demnach drohen in weiten Teilen der Welt Dürren und Hungerskatastrophen, während an anderen Orten mit permanenten Überschwemmungen zu rechnen ist. Bereits Anfang Februar war in Paris der erste Weltklimabericht vorgelegt worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden örtlich Nebel, sonst sonnig, oft wolkenlos. Tagestemperaturen 15 bis 21 Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 02.04.2007
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  • Permalink http://p.dw.com/p/AC45
  • Datum 02.04.2007
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