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Nachrichten

Montag, 19. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

FRANKFURT AM MAIN: Im Tarifkonflikt bei der Bahn wird es am Dienstag ein Spitzengespräch zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und dem Vorstand der Deutschen Bahn geben. Ort und genauer Zeitpunkt würden geheimgehalten, teilte eine GDL-Sprecherin mit. Gewerkschaftschef Manfred Schell sagte allerdings, auf der Basis des bisherigen Angebots der Bahn könne es keine Tarifverhandlungen geben. Das Unternehmen bietet den Lokführern bislang eine Einkommenserhöhung von 4,5 Prozent plus Einmalzahlungen, zusätzliche Verdienstmöglichkeiten durch Mehrarbeit sowie günstigere Dienstpläne. Schell sprach zuletzt davon, dass die GDL 15 Prozent mehr Lohn sicherlich bejahen würde. Zudem verlangt die GDL einen eigenständigen Tarifvertrag für die Lokführer.

BRÜSSEL: Nach den Parlamentswahlen in der serbischen Provinz Kosovo sind die EU-Außenminister in Brüssel zu Beratungen zusammengekommen. Bei den Wahlen hatte die oppositionelle Demokratische Partei des einstigen Rebellenführers Hashim Thaci die meisten Stimmen erhalten. Thaci hatte noch in der Wahlnacht angekündigt, dass er so bald wie möglich die Unabhängigkeit der seit 1999 von den Vereinten Nationen verwalteten Provinz erklären wolle. Obwohl die meisten EU-Staaten die Anerkennung befürworten, warnten sie die Kosovo-Albaner zugleich vor einer einseitigen Unabhängigkeitserklärung des Kosovos von Serbien. Russland hat seinerseits die EU vor einer Unterstützung der nach Unabhängigkeit strebenden Kräfte im Kosovo gewarnt. Der Kosovo könne nur mit der Zustimmung Serbiens unabhängig werden. Russland gilt als traditionelle Schutzmacht der Serben.

TEHERAN: Der venezolanische Präsident Hugo Chávez ist zu einem eintägigen Staatsbesuch in Teheran eingetroffen. Bei einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad sollte es unter anderem um eine Bilanz des Gipfeltreffens der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) in Riad gehen, das am Vortag zuende gegangen war. Chávez und Ahmadinedschad sind sich in ihrer strikten Ablehnung der US-Politik einig. Es ist bereits der vierte Besuch des venezolanischen Präsidenten seit Ahmadinedschads Amtsantritt im August 2005.

KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag auf den Gouverneur der westafghanischen Provinz Nimrus sind acht Menschen getötet worden, darunter der Sohn des Politikers. Gouverneur Gholum Dastagir Asad sagte, als er das Gelände mit seinem Büro habe betreten wollen, habe sich der Attentäter am Tor in die Luft gesprengt. Sein Sohn, fünf Leibwächter, einer seiner Mitarbeiter und der Attentäter seien gestorben. 13 Menschen seien verletzt worden.

SINGAPUR: Fast acht Wochen nach der blutigen Niederschlagung der Demonstrationen in Birma hat in Singapur das Gipfeltreffen der Südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN begonnen. ASEAN-Generalsekretär Ong Keng Yong hatte US-Forderungen zurückgewiesen, Birma auszuschließen. Die ASEAN-Länder würden ihre eigenen Beschlüsse fassen. Die Staats- und Regierungschefs wollen am Dienstag eine Charta unterzeichnen, die unter anderem die Einhaltung der Menschenrechte festschreibt. Zum Auftakt des Gipfeltreffens hatten sich mehrere ausländische Studenten auf einer Geschäftsstraße in Singapur versammelt, um für Demokratie in Birma zu demonstrieren. Um das Versammlungsverbot zu umgehen, marschierten sie in Dreier-Gruppen.

PHNOM PENH: Der ehemalige Staatschef des Rote-Khmer-Regimes in Kambodscha, Khieu Samphan, ist vom Völkermordtribunal festgenommen worden. Das teilte das mit Unterstützung der Vereinten Nationen eingerichtete Gericht mit. Der 76 Jahre alte Khieu Samphan war zuvor aus einem Krankenhaus in Phnom Penh entlassen worden, wo er behandelt worden war. Das im vergangenen Jahr eingerichtete Gericht soll die Verbrechen des Regimes in den Jahren 1975 bis 1979 ahnden. Unter den Roten Khmer kamen schätzungsweise 1,7 Millionen Menschen ums Leben.

DHAKA: In dem vom Zyklon 'Sidr' besonders schwer getroffen Süden Bangladeschs wird die Lage für die Überlebenden zunehmend schwieriger. Wie Rettungskräfte mitteilten, sind die Menschen in dem Küstenabschnitt vielerorts von Hunger und Seuchen bedroht. Bisher sind nach offiziellen Angaben 2.300 Leichen geborgen worden. Die Hilfsorganisation Roter Halbmond befürchtet, dass bis zu 10.000 Menschen bei dem Sturm ums Leben gekommen sein könnten. Noch immer sind entlegene Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten. Die Vereinten Nationen wollen Bangladesch mehrere Millionen Dollar aus dem UN-Nothilffonds zur Verfügung stellen. Die genaue Höhe hänge von den Erfordernissen des Landes ab, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen stark bewölkt, von der Eifel bis ins Emsland auch Regen. Richtung Osten meist trüb, nach Nebelauflösung auch sonnige Abschnitte. Höchstwerte zwischen zwei Grad in Bayern und acht Grad am Oberrhein.

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