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Nachrichten

Montag, 19. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

MÜNSTER: Der Prozess um die Misshandlung von Rekruten gegen 18 frühere Ausbilder der Bundeswehr hat vor dem Landgericht Münster begonnen. Einem früheren Kompaniechef im Range eines Hauptmannes und 17 Unteroffizieren wird vorgeworfen, im Umfeld der Coesfelder Freiherr-vom-Stein-Kaserne Rekruten bei simulierten Geiselnahmen schikaniert und misshandelt zu haben. Für den Prozess sind 45 Verhandlungstage vorgesehen. Die Vorfälle hatten 2004 eine öffentliche Diskussion über den Zustand der deutschen Streitkräfte entfacht.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht das deutsche Konzept einer kombinierten militärischen und zivilen Afghanistan-Hilfe bestätigt. Nach einem Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai sagte Merkel in Berlin, dies sei die richtige Mischung. Karsai begrüßte den deutschen Tornado-Einsatz im Süden seines Landes, der in Deutschland umstritten ist. Die Bevölkerung in Afghanistan sehe dies als 'psychologische Garantie' für die eigene Sicherheit. Vor dem Treffen mit Merkel hatte Karsai von der internationalen Gemeinschaft mehr Anstrengungen bei Ausbildung und Ausrüstung der Sicherheitskräfte seines Landes gefordert.

KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Konvoi der US-Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind nach offiziellen amerikanischen Angaben mehrere Menschen verletzt worden, darunter ein Kind. Der US-Botschafter selbst sei nicht in dem Konvoi unterwegs gewesen. Die Polizei hatte zuvor von mehreren Todesopfern gesprochen. Augenzeugen berichteten von einem ausgebrannten Auto am Tatort. Ein Polizist erklärte, das Attentat habe sich auf einer der Hauptverkehrsstraßen Richtung Osten ereignet, die oft von Nato-Truppen und US-geführten Streitkräften benutzt wird. Auch die Bundeswehr ist im Raum Kabul stationiert.

BERLIN: Die Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA steht im Mittelpunkt von Gesprächen, zu denen Außenminister Frank-Walter Steinmeier nach Washington abgereist ist. Steinmeier wird begleitet vom EU-Außenbeauftragten Javier Solana und Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner. Im Zentrum der Gespräche im US-Außenministerium steht die Vorbereitung des EU-USA-Gipfels, der am 30. April ebenfalls in Washington stattfindet. Weiter stehen die Entwicklung in Nahost, das iranische Atomprogramm und der künftige Status des Kosovo auf der Themenliste.

PEKING: Nach der Einigung über einen Abbau des nordkoreanischen Nuklearwaffenprogramms im Februar sind die Sechs-Parteien-Gespräche in Peking fortgesetzt worden. Die Delegationen kommen aus den beiden koreanischen Staaten, den USA, China, Russland und Japan. Nordkorea hat nach eigenen Angaben bereits mit Vorbereitungen zur Schließung seiner Anlagen begonnen. Erst will die kommunistische Regierung in Pjöngjang aber ihre eingefrorenen Konten mit rund 25 Millionen Dollar bei einer Bank in Macao freigegeben wissen. Nach Angaben Chinas, Südkoreas und der USA ist der Finanzstreit inzwischen gelöst.

PEKING: China will den Flugzeugbauern Boeing und Airbus Konkurrenz machen und in die Konstruktion von großen Passagiermaschinen einsteigen. Die Entscheidung sei bei einer Kabinettssitzung unter Vorsitz von Ministerpräsident Wen Jiabao getroffen worden, hieß es in einer Erklärung des Staatsrats. Nach Angaben der staatlichen Zeitung 'China Daily' sollen die in China entwickelten und gebauten Flugzeuge bis zu 150 Passagiere aufnehmen können. Das Projekt solle so bald wie möglich anlaufen.

PARIS: In Frankreich will der konservative Präsidentschaftskandidat Nicolas Sarkozy bis Ende des Monats wegen der bevorstehenden Wahl sein Amt als Innenminister niederlegen. Er hatte den Schritt bereits vor einiger Zeit in Aussicht gestellt. Die erste Runde der Präsidentenwahl findet am 22. April statt, die zweite Runde zwei Wochen später. Sarkozy hat den jüngsten Umfragen zufolge seinen Vorsprung vor der sozialistischen Kandidatin Ségolène Royal ausbauen können. Royal warf Sarkozy vor, im extremistischen Lager auf Stimmenfang zu gehen.

HELSINKI: Trotz Stimmenverlusten bei der Parlamentswahl in Finnland kann der liberale Ministerpräsident Matti Vanhanen mit der Zentrumspartei weiter regieren. Nach Auszählung aller Stimmen liegt das Zentrum bei etwa 23 Prozent und behauptet damit seine Position als stärkste Kraft vor den bisher oppositionellen Konservativen. Diese kommen auf gut 22 Prozent und fordern eine Beteiligung an der neuen Regierung. Klare Verlierer der Wahl sind die bislang mitregierenden Sozialdemokraten, die nun auf Platz drei liegen. Vanhanen rechnet mit einer schwierigen Regierungsbildung. Sein zweiter Koalitionspartner, die Partei der schwedisch-sprachigen Minderheit, kommt auf 4,5 Prozent der Stimmen.

HANNOVER: In der Reisebranche gibt es eine neue Großfusion. Wie der Tourismuskonzern TUI in Hannover mitteilte, wird der europäische Branchenführer sein Reisegeschäft mit dem britischen Konkurrenten First Choice Holidays zusammenlegen. Der neue Touristikkonzern soll auf einen Umsatz von 18 Milliarden Euro kommen.

ZUM FUßBALL: In der ersten Bundesliga spielten am Sonntag:
Bremen - Mainz 2:0 und Leverkusen - Mönchengladbach 1:0. - An der Tabellenspitze steht weiterhin Schalke, es folgen Bremen und Stuttgart.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils kräftige Schnee- oder Schneeregenschauer, am Alpenrand länger anhaltender Schneefall. In der Mitte auch sonnige Abschnitte. Höchsttemperaturen drei bis acht Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 2°, bedeckt;
Berlin: 2°, fast wolkenlos;
Dresden: 3°, stark bewölkt;
Köln/Bonn: 1°, wolkig;
Frankfurt am Main: 3°, wolkig und
München: 2°, stark bewölkt.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 19.03.2007
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