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Nachrichten

Montag, 19. Juni 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

GENF: Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, hat die erste Sitzungsperiode des neuen Menschenrechtsrates eröffnet. Dem Gremium, das die viel kritisierte Menschenrechtskommission nach rund 60 Jahren ablöst, gehören 47 von der UN-Vollversammlung gewählte Mitglieder an, unter ihnen auch Deutschland. Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der ebenfalls zur Eröffnung in Genf ist, hatte das neue Gremium bereits zuvor als neue Chance für die internationale Menschenrechtsarbeit bezeichnet.

BARCELONA: Die spanische Region Katalonien erhält mehr Eigenständigkeit. Bei einem Referendum stimmten 74 Prozent der Katalanen einem neuen Autonomie-Statut zu. Vorgesehen ist unter anderem, dass die wohlhabende Region um die Metropole Barcelona einen deutlich größeren Teil ihrer Steuereinnahmen behalten darf. Spaniens Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero wertete den Ausgang der Volksabstimmung als Fortschritt für die Demokratie. Das klare Votum der Katalanen müsse respektiert werden, sagte der sozialistische Regierungschef. Die oppositionelle konservative Volkspartei warnte vor einem Zerfall des Landes.

GAZA-STADT: Wegen der seit Monaten ausgebliebenen Gehaltszahlungen an Mitarbeiter der palästinensischen Autonomiebehörde haben die Vereinten Nationen im Gazastreifen Lebensmittelpakete verteilt. Etwa 700.000 Betroffene, die in Flüchtlingslagern leben, reihten sich in Warteschlangen ein, um die Lieferungen des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge entgegen zu nehmen. Die meisten der rund 160.000 Mitarbeiter im öffentlichen Dienst der Autonomiegebiete haben seit vier Monaten kein Gehalt mehr bekommen, weil die neue Hamas-Regierung wegen eines internationalen Finanzboykotts zahlungsunfähig ist. UN, EU, USA und Russland haben am Wochenende ein neues Hilfsprogramm an der Hamas vorbei beschlossen.

KABUL: Im Süden Afghanistans haben mutmaßliche Taliban-Kämpfer bei zwei Überfällen nach Informationen örtlicher Behörden mindestens 30 Menschen getötet. Ziel der ersten Attacke sei die Wagenkolonne eines früheren Bezirkschefs der Provinz Helmand gewesen. Beim zweiten Überfall an der Straße zwischen den Bezirken Sangin und Grischk seien Verwandte des Getöteten ums Leben gekommen, die dessen Leiche hätten bergen wollen.

KABUL: Im Süden Afghanistans haben mutmaßliche Taliban-Kämpfer bei zwei Überfällen nach Informationen örtlicher Behörden mindestens 30 Menschen getötet. Ziel der ersten Attacke sei die Wagenkolonne eines früheren Bezirkschefs der Provinz Helmand gewesen. Beim zweiten Überfall an der Straße zwischen den Bezirken Sangin und Grischk seien Verwandte des Getöteten ums Leben gekommen, die dessen Leiche hätten bergen wollen.

PEKING: Als weiteres Zeichen der Annäherung zwischen Indien und China wird im Himalaya ein historischer Handelsweg geöffnet. Darauf hätten sich die ehemaligen Kriegsgegner geeinigt, meldet die Nachrichtenagentur Xinhua. Danach soll am 6. Juli erstmals seit mehr als 40 Jahren der Pass Nathu-la in 4.300 Metern Höhe wieder passierbar sein. Der Gebirgsweg auf der historischen Seidenstraße verbindet den indischen Kleinstaat Sikkim mit Süd-Tibet.

FRIGATE BAY: Bei der Jahrestagung der Internationalen Walfang- Kommission haben die Walfanggegner eine empfindliche Niederlage erlitten. Mit 33 zu 32 Stimmen nahmen die Teilnehmerländer eine Resolution an, in der das Verbot des kommerziellen Walfangs als "nicht mehr erforderlich" bezeichnet wird. Die knappe Mehrheit reicht allerdings nicht aus, um das seit 1986 geltende Moratorium zu kippen. Dafür wäre eine Drei-Viertel-Mehrheit notwendig. - Nun sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis das kommerzielle Fangverbot falle, sagte ein Sprecher der japanischen Delegation. Japan zählt neben Norwegen und Island zu den entschiedensten Befürwortern des Walfangs.

BERLIN: SPD-Chef Kurt Beck hat die Forderung seiner Partei bekräftigt, auch die privaten Krankenversicherungen in die angestrebte Reform des Gesundheitswesens einzubeziehen. Beck sagte, er könne sich nicht vorstellen, ein System völlig außen vor zu lassen. Die Beratungen der großen Koalition zur Gesundheitsreform gestalten sich weiter schwierig. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt teilte nach einem mehrstündigen Treffen der Koalitionsspitzen im Kanzleramt mit, man sei sich in wichtigen Punkten näher gekommen. Zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen ist auch die Einrichtung eines so genannten Gesundheitsfonds im Gespräch.

BERLIN: Immer mehr Politiker aller Parteien sind gegen das Rauchen in der Öffentlichkeit. Verbraucherschutzminister Horst Seehofer plädierte für ein Rauchverbot in allen öffentlichen Einrichtungen. Rauchen und Passivrauchen mache krank, sagte Seehofer. 140.000 Menschen würden pro Jahr an den Folgen sterben. Der Minister verwies auf Italien, Spanien und andere EU-Staaten, in denen bereits strenge Rauchverbote gelten.

MÜNCHEN: Der Siemens-Konzern und sein finnischer Konkurrent Nokia legen ihr Geschäft mit Telefon-Netzwerken zusammen. Die Aktivitäten sollten in einem neuen Unternehmen mit Sitz in Helsinki gebündelt werden, an dem die Konzerne jeweils 50 Prozent hielten, teilten beide übereinstimmend mit. Durch die Zusammenarbeit werden bis 2010 vor allem bei der Entwicklung Einsparungen von rund 1,5 Milliarden Euro angestrebt. Mit der Fusion entsteht das weltweit drittgrößte Unternehmen der Branche mit einem Umsatz von 16 Milliarden Euro.

ZUM SPORT: Titelverteidiger Brasilien hat bei der Fußball- Weltmeisterschaft 2:0 gegen Australien gewonnen und damit das Achtelfinale erreicht. Im zweiten Spiel der Gruppe F trennten sich Japan und Kroatien torlos 0:0. In der Gruppe G muss Frankreich nach einem 1:1 unentschieden gegen Südkorea um den Einzug in die K.o.-Runde bangen. An diesem Montag trifft Togo auf die Schweiz, Saudi-Arabien auf die Ukraine und Spanien auf Tunesien. - Radprofi Jan Ullrich gewann durch einen Sieg im abschließenden Zeitfahren zum zweiten Mal die Tour de Suisse.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten zunächst noch freundlich. Sonst teils kräftige Schauer und Gewitter. Höchstwerte zwischen 25 und 31 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 21°, bewölkt; Berlin: 21°, wolkig; Dresden: 23°, heiter; Köln/Bonn: 20°, wolkig; Frankfurt am Main: 22°, leicht bewölkt und München: 20°, fast wolkenlos.