1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 19. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Außenminister Guido Westerwelle hat sich vor der Afghanistankonferenz in Kabul zuversichtlich gezeigt, die Nachbarländer bei der Stabilisierung des Landes einbinden zu können. Er habe trotz aller Unterschiede in der politischen Ausrichtung den Eindruck, dass alle das gemeinsame Interesse hätten, dass der Terrorismus in Afghanistan keine neue Chance mehr bekomme, sagte Westerwelle in rbb-Inforadio. Man werde alle Anrainerstaaten brauchen, wenn man in Afghanistan erfolgreich sein wolle. Von Dienstag an wollen in Kabul unter dem Vorsitz des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai und von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zahlreiche Regierungsvertreter über die Zukunft Afghanistans beraten.

ISLAMABAD: US-Außenministerin Hillary Clinton hat ihre Gespräche mit der pakistanischen Führung mit einer Hilfszusage von 7,5 Milliarden Dollar begonnen. Unterstützt werden Projekte, die die Trinkwasserversorgung, Energieerzeugung und das Gesundheitswesen in Pakistan verbessern sollen. Clinton sagte, damit wolle ihr Land dem Eindruck vieler Pakistaner entgegenwirken, das amerikanische Engagement beschränke sich auf Sicherheitspolitik. Die USA wollten vielmehr auch das Alltagsleben ihrer Verbündeten verbessern. Die Ministerin drängte zudem die Führung in Islamabad zu einem schärferen Anti-Terror-Kampf.

HAMBURG/BERLIN: Nach der Rücktrittsankündigung des Hamburger Ersten Bürgermeisters Ole von Beust wird in der Hansestadt und auf Bundesebene über die Zukunft der schwarz-gelben Koalition diskutiert. In Berlin steht das Thema auf der Tagesordnung des letzten Treffens des Bundespräsidiums der CDU vor der Sommerpause. Die CDU-Fraktion soll auf einer Sondersitzung den Beschluss des Landesvorstands absegnen, Innensenator Christoph Ahlhaus zum Nachfolger von Beust zu machen. Die Grünen wollen ihre Position auf einer Mitgliederversammlung abstimmen. Der Vorsitzende der Hamburger SPD, Olaf Scholz, und die Chefin der Linkspartei, Gesine Lötzsch, forderten Neuwahen.

BERLIN: Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat das Scheitern der Schulreform in Hamburg ausdrücklich begrüßt. Dies sei eine gute Nachricht für das Gymnasium und das Selbstbewußtsein der Bürger, sagte Schavan im ARD-Morgenmagazin. Nicht jede Landesregierung solle versuchen, die Schulstruktur zu verändern. Zwar stehe sie zum Föderalismus in der Bildungspolitik. Das bedeute aber auch, das Angebot und die Schulabschlüsse so zu gestalten, dass sie vergleichbar seien. Bei dem Volkentscheid in Hamburg hatten die Bürger eine Verlängerung der Grundschulzeit von vier auf sechs Jahre abgelehnt.

WIEN: Der Leiter des Aidshilfe-Dachverbands in Osteuropa, Wladimir Zhovtyak, hat die schlechte Versorgung von HIV-Infizierten in Osteuropa kritisiert. Dort steige die Zahl der Neuinfektionen weiter, sagte der ukrainische Experte auf der Welt-Aids-Konferenz in Wien. 1,5 Millionen Menschen mit HIV seien in Osteuropa bisher erfasst worden. Weltweit leben 33,4 Millionen Menschen mit HIV und Aids, davon zwei Drittel in Afrika südlich der Sahara. Heute erhalten fünf von 15 Millionen Aids-Kranken eine medikamentöse Therapie, die ihr Leben verlängert. Ursprünglich wollte die Staatengemeinschaft die Versorgung aller Aids-Patienten bis 2010 erreichen.

KALKUTTA: Bei einem Zugunglück in Indien sind mindestens 55 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 100 Reisende wurden nach Angaben der Polizei verletzt, als im Bahnhof von Sainthia in West-Bengalen ein Schnell- und ein Regionalzug kollidierten. Eisenbahn-Ministerin Mamata Banerjee deutete an, der Unfall könnte durch Sabotage verursacht worden sein. Erst Ende Mai war in West-Bengalen ein Zug entgleist, 145 Menschen kamen dabei ums Leben. Die Behörden machten dafür maoistische Rebellen verantwortlich.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat Zweifel an der jüngsten Erfolgsmeldung des britischen Ölkonzerns BP zum Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko erhoben. Admiral Thad Allen, der Einsatzleiter der Regierung, wies auf ein mögliches Leck in der Nähe des Bohrlochs hin. Zudem sprach er von "Unregelmäßigkeiten" bei den jüngsten Belastungstests der Verschlusskappe. Er forderte BP auf, ihm umgehend Bericht zu erstatten. Kurz zuvor hatte der Konzern gemeldet, seit gut drei Tagen fließe kein Öl mehr aus dem Bohrloch.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonne, nur im Osten und Norden einige Quellwolken, aber überall trocken. Höchstwerte zwischen 24 und 32 Grad.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema