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Nachrichten

Montag, 19. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

JERUSALEM: Auf der Suche nach einer Friedenslösung für den Nahen Osten sind US-Außenministerin Condoleezza Rice, Israels Ministerpräsident Ehud Olmert und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas zu einem Dreiergipfel zusammengekommen. Unmittelbar vor den Beratungen in Jerusalem warnte Rice vor zu großem Optimismus. Bei dem Treffen werde es eher um informelle Diskussionen gehen und weniger um Verhandlungen. Olmert hatte erklärt, er werde nur dann mit der künftigen palästinensischen Regierung verhandeln, wenn diese das Existenzrecht Israels anerkenne. Dies lehnt die radikal- islamische Hamas auch nach der Unterzeichnung des Abkommens von Mekka ab.

JERUSALEM: Nach Ermittlungen wegen Amtsmissbrauchs und Korruption sind in Israel zwei ranghohe Beamte zurückgetreten. Polizeichef Mosche Karadi gab sein Amt wegen des Vorwurfs der Verstrickung in Mafia-Geschäfte auf. Der Direktor der israelischen Steuerbehörde, Jacky Matza, stellte seinen Posten zur Verfügung, weil gegen ihn wegen Korruption ermittelt wird. Die Justiz prüft zudem ein Verfahren gegen Finanzminister Abraham Hirschson in einer Korruptionsaffäre. Israel wird seit Monaten stets von neuen Skandalen erschüttert, die bis oben in die Staatsspitze reichen.

NEU DELHI: Bei einem Bombenanschlag auf einen Schnellzug von Indien nach Pakistan sind mehr als 60 Menschen getötet und etliche weitere verletzt worden. Nach Angaben der Behörden wurden die Sprengsätze in zwei Waggons gezündet, die vollständig ausbrannten. Die meisten Opfer seien Pakistaner. Die indische Regierung sprach von einem terroristischen Akt, mit dem der Friedensprozess zwischen den beiden Nachbarstaaten untergraben werden solle. Die Europäische Union verurteilte den Anschlag in scharfer Form und forderte die beiden Atommächte auf, ihre Friedensgespräche fortzusetzen. - Der auch 'Friedenszug' genannte Schnellzug von Neu Delhi ins pakistanische Lahore ist eine von nur zwei Zugverbindungen zwischen beiden Ländern.

BANGKOK: Bei einer Anschlagserie im Süden Thailands sind mindestens sechs Menschen getötet und mehr als 50 verletzt worden. Die Attentäter zündeten die Sprengsätze in mehreren Städten vor allem in Bars, Hotels und anderen belebten Orten, wie die Polizei mitteilte. Es war das erste Mal, dass Anschläge fast zeitgleich in allen vier moslemisch geprägten Provinzen verübt wurden. Dort kämpfen Separatisten für mehr Eigenständigkeit. Militärmachthaber Surayud Chulanont berief eine Dringlichkeitssitzung der Sicherheitskräfte ein.

BAKU: Zum Auftakt seiner Kaukasus-Reise hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in Aserbaidschan für engere Beziehungen der Region zur Europäischen Union geworben. Bei politischen Gesprächen in Baku erörterte er die Möglichkeiten einer Weiterentwicklung der EU-Nachbarschaftspolitik. Außerdem ging es bei den Beratungen in der aserbaidschanischen Hauptstadt um den Ausbau der Energiepartnerschaft mit dem an Öl und Erdgas reichen Land. Weitere Reise-Stationen Steinmeiers sind Georgien und Armenien.

TEHERAN: Der Iran hat Aktivisten der Umweltschutz-Organisation Greenpeace die Einreise untersagt. Dem Greenpeace-Schiff 'Rainbow Warrior' sei in letzter Minute die Genehmigung entzogen worden, in den Hafen von Buschehr einzulaufen, teilte ein Sprecher mit. Die Umweltschützer wollten gegen den Weiterbau des Atomkraftwerks Buschehr protestieren und deutlich machen, dass es noch andere Arten der Energiegewinnung gibt. Die iranische Führung hatte am Sonntag nochmals ihr Festhalten an der umstrittenen Urananreicherung bekräftigt. Der Iran will auch die vom UN-Sicherheitsrat gesetzte Frist, das Atomprogramm bis zum Mittwoch auszusetzen, verstreichen lassen.

MADRID: In der südspanischen Region Andalusien haben sich in einem Volksentscheid fast 90 Prozent der Teilnehmer für mehr Autonomie ausgesprochen. Das andalusische Parlament und die Abgeordneten in Madrid hatten dem entsprechenden Gesetzestext bereits zugestimmt. Das neue Statut räumt der Region mehr Kompetenzen gegenüber der Zentralregierung in Madrid ein, ohne die Zugehörigkeit zu Spanien in Frage zu stellen.

BERLIN: In der Diskussion um die Freilassung ehemaliger Terroristen der Roten Armee Fraktion haben Politiker von FDP und Grünen eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des RAF-Terrors gefordert. Ermordete wie Arbeitgeber-Präsident Hanns-Martin Schleyer, Generalbundesanwalt Siegfried Buback oder der Bankier Jürgen Ponto dürften nicht in Vergessenheit geraten, betonte die frühere FDP- Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Der rechtspolitische Sprecher der Grünen, Jerzy Montag, sagte, eine Gedenkfeier sollte zudem der Aufarbeitung der Geschehnisse vor 30 Jahren dienen.

BERLIN: Durch die von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee geplante Umstellung der Kfz-Besteuerung sollen den Autofahrern keine zusätzlichen Kosten entstehen. Auch derjenige, der wenig im Portemonnaie habe, solle in Zukunft noch Auto fahren können, sagte der SPD-Politiker. Tiefensee will die Kfz-Steuer künftig am Schadstoffausstoß und nicht mehr an der Hubraumgröße bemessen. Ein entsprechendes Gesetz soll noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden.

KÖLN: Mit den traditionellen Rosenmontagszügen erreicht der Straßenkarneval in Deutschland heute seinen Höhepunkt. Die Veranstalter erwarten, dass mehr als zwei Millionen Schaulustige die Umzüge in den Karnevals-Hochburgen Köln, Düsseldorf und Mainz verfolgen werden. Zahlreiche Motivwagen werden wieder aktuelle Themen aufgreifen.

ZUM FUßBALL: In der Bundesliga gab es am Sonntag folgende Ergebnisse: Nürnberg - Cottbus 1:0 und Bielefeld - Bochum 1:3.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach bedeckt oder neblig-trüb, örtlich Nieselregen. Auflockerungen vor allem im Südwesten und am Alpenrand. Höchstwerte vier bis elf Grad.

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