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Nachrichten

Montag, 19. Dezember 2005

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

BERLIN: Mit Erleichterung haben Politiker und Angehörige auf die Freilassung der im Irak verschleppten Deutschen Susanne Osthoff reagiert. Die Archäologin war am Sonntag nach gut dreiwöchiger Geiselhaft freigekommen und in die deutsche Botschaft in Bagdad gebracht worden. Über das Schicksal des irakischen Fahrers, der zusammen mit Osthoff Ende November entführt worden war, gibt es noch keine verlässlichen Informationen. Die Deutsche Presse-Agentur will allerdings erfahren haben, dass sich auch er nicht mehr in der Gewalt der Geiselnehmer befindet. Nach Angaben aus Regierungskreisen will sich Osthoff in der Öffentlichkeit nicht zu den Umständen ihrer Entführung äußern. Die 'Bild-Zeitung' berichtet, die 43-Jährige sei in Bagdad festgehalten worden.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat seine Landsleute eindringlich um Unterstützung für seine umstrittene Irak-Politik gebeten. Er wisse, dass einige seiner Entscheidungen zu 'schrecklicken Verlusten' geführt hätten, sagte Bush in einer Rede an die Nation. Die USA seien aber auf dem Weg, den Krieg im Irak zu gewinnen. Forderungen nach einem Zeitplan für den Rückzug der US-Truppen wies Bush abermals zurück. Ein übereilter Abzug würde Terroristen nur 'ermutigen', betonte der amerikanische Präsident.

MADRID/BAGDAD: Die spanische Polizei hat bei Razzien in mehreren Städten des Landes 14 mutmaßliche Islamisten festgenommen. Wie es heißt, sollen sie Selbstmordattentäter für den Irak angeworben und ausgebildet haben. Weitere Einzelheiten sind nicht bekannt. Derweil veröffentlichte eine der El Kaida nahestehende Gruppe ein Video, dass die Hinrichtung eines US-Amerikaners beweisen soll. Dessen Tötung hatten die Geiselnehmer Anfang des Monats gemeldet.

KABUL: Das neu gewählte afghanische Parlament ist zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Der frühere König Sahir Schah bezeichnete in seiner Rede die Sitzung als einen Schritt zum Wiederaufbau des Landes nach Jahrzehnten des Krieges. Ähnlich äußerte sich Präsident Hamid Karsai. Die Parlamentswahl am 18. September war die erste in Afghanistan seit 1969. Internationale Wahlbeobachter hatten die Wahl als überwiegend frei und fair bewertet.

NEW YORK: Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat US-Vizepräsident Dick Cheney aufgefordert, zu angeblichen Geheimgefängnissen der US-Armee in Afghanistan Stellung zu nehmen. Nach Informationen der Organisation gibt es dort 20 bis 30 entsprechende Gefängnisse. In einem davon nahe Kabul sei auch gefoltert worden. Das hätten acht der Gefangenen, die inzwischen nach Guantanamo Bay auf Kuba velegt worden seien, ihren Anwälten geschildert, so Human Rights Watch.

LA PAZ: In Bolivien hat der Indio-Politiker Evo Morales die Präsidentenwahl für sich entschieden. Nach Hochrechnungen hat er sogar die absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent der Stimmen erreicht. Sein stärkster Mitbewerber, der konservative frühere Präsident Jorge Quiroga, landete abgeschlagen auf dem zweiten Platz. Er gestand seine Niederlage ein. Morales hatte im Wahlkampf angekündigt, die Gasindustrie zu verstaatlichen und dem Kampf der USA gegen den Koka-Anbau in Bolivien ein Ende setzen zu wollen.

JERUSALEM: Israels Regierungschef Ariel Scharon hat trotz seines angeschlagenen Gesundheitszustandes einen Rücktritt ausgeschlossen. Dem Armeerundfunk sagte Scharon, er habe vor, seinen Job weiterzumachen. Scharon war am Sonntag ins Krankenhaus gebracht worden, nachdem er einen leichten Schlaganfall erlitten hatte. Der 77-Jährige strebt an der Spitze seiner neuen 'Kadima'-Partei bei der Wahl am 28. März einen Sieg an.

RAMALLAH: Die Fatah-Bewegung von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas will bei der Parlamentswahl im Januar mit zwei verschiedenen Kandidaten-Listen antreten. Darauf einigten sich führende Fatah-Vertreter, um eine Spaltung der Bewegung zu vermeiden. Demnach wird es eine Liste mit jungen Reformern geben sowie eine mit Kandidaten der alten Führungsgarde.

BERLIN: Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung ist zu einer fünftägigen Rundreise aufgebrochen, die ihn nach Nordamerika, Afrika und Asien führen wird. Erste Station des CDU-Politikers ist Washington, wo Treffen mit seinem US-Kollegen Donald Rumsfeld und Außenministerin Condoleezza Rice geplant sind. Anschließend wird Jung die deutschen Marine-Soldaten im ostafrikanischen Dschibuti besuchen. Von dort aus will der Minister nach Pakistan und Afghanistan weiterreisen.

DÜSSELDORF: Die deutschen Energieversorger müssen bei den für 2006 geplanten Strompreis-Erhöhungen mit dem Widerstand weiterer Bundesländer rechnen. Auch die Regierungen in Nordrhein-Westfalen und Bayern wollen nach eigenen Angaben prüfen, in welchem Umfang Preisanhebungen gerechtfertigt sind. Überzogene Forderungen würden nicht genehmigt, hieß es aus den Wirtschaftsministerien in Düsseldorf und München. Am Wochenende war bekannt geworden, dass Hessen als erstes Bundesland die Anträge der Energieversorger abgelehnt hatte. Sie wollten die Tarife zum 1. Januar um bis zu sieben Prozent anheben.

ZUM SPORT: Die Biathletin Uschi Disl und der Nordische Kombinierer Ronny Ackermann sind als Deutschlands 'Sportler des Jahres' ausgezeichnet worden. Als beste Mannschaft 2005 wurde in Baden-Baden das deutsche Basketball-Nationalteam geehrt. Die 'Sportler des Jahres' werden seit 1947 von Sportjournalisten aus der gesamten Bundesrepublik gewählt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet Schneeregen oder Schnee, der im Flachland in Regen übergeht. Tageshöchstwerte null bis sieben Grad.

  • Datum 19.12.2005
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  • Permalink http://p.dw.com/p/7evu
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