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Nachrichten

Montag, 18. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TOKIO: In der japanischen Stadt Nagoya hat die 10. Artenschutzkonferenz der Vereinten Nationen begonnen. Rund 8000 Delegierte aus über 190 Staaten beraten in den nächsten zwölf Tagen Maßnahmen und neue Ziele im Kampf für den Erhalt von Tier- und Pflanzenarten. Nach UN-Angaben hat die internationale Staatengemeinschaft das Millenniumsziel klar verfehlt, das Artensterben bis 2010 maßgeblich zu verringern. Die Zerstörung von Lebensräumen gehe ungebremst weiter. Die Konferenz soll außerdem ein Protokoll gegen die sogenannte Biopiraterie verabschieden.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Brüderle hat in der Zuwanderungsdebatte attraktivere Bedingungen für Fachkräfte angemahnt. Zu viele Fachkräfte und Wissenschaftler hätten in den letzten Jahren Deutschland verlassen, sagte der FDP-Politiker im Zweiten Deutschen Fernsehen. Ihnen müssten Bedingungen geschaffen werden, damit sie zurückkämen. Angesichts des erwarteten Fachkräftemangels plädierte Brüderle außerdem für ein Punktesystem für Ausländer. Bundesbildungsministerin Schavan versprach der Wirtschaft unterdessen bis zu 300.000 Fachkräfte durch die leichtere und schnellere Anerkennung von ausländischen Abschlüssen.

PARIS: In Frankreich gehen die Proteste der Gewerkschaften gegen die geplante Rentenreform weiter. Die Arbeiter aller zwölf Raffinerien setzten ihren Streik den siebten Tag in Folge fort. An den Protesten beteiligen sich zunehmend auch Lastwagenfahrer. Sie blockierten den Zugang zu mehreren Treibstoffdepots und behinderten den Verkehr auf den Autobahnen rund um die Hauptstadt Paris. Der französischen Ölbranche drohen nach eigenen Angaben Mitte der Woche weitere Engpässe. Auch der Bahn- und Flugverkehr sind weiter gestört, an vielen staatlichen Schulen fiel der Unterricht aus. Der französische Senat will am Mittwoch über die umstrittene Gesetzesvorlage von Präsident Sarkozy verhandeln.

BRÜSSEL: Ein Streik der Beschäftigten der belgischen Staatsbahn hat fast den gesamten Bahnverkehr des Landes lahmgelegt. Im französisch-sprachigen Landesteil rolle kein einziger Zug, in Flandern seien nur einige wenige auf Strecke, teilte ein Sprecher des Bahnbetreibers Infrabel mit. Betroffen sind auch deutsche Fahrgäste. So fallen die Thalys-Hochgeschwindigkeitszüge auf der Strecke Paris-Brüssel-Köln den ganzen Tag in beide Richtungen aus.

KINSHASA: Tausende Frauen haben im Osten der Demokratischen Republik Kongo gegen sexuelle Gewalt und Massenvergewaltigungen in der Region protestiert, in der mehrere Rebellengruppen aktiv sind. Die Demonstration in der Stadt Bukavu wurde von der Frau von Staatspräsident Kabila angeführt. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden allein Ende Juli/Anfang August in den Provinzen Nord- und Süd-Kivu mehr als 500 Frauen und Kinder vergewaltigt.

PEKING: Die Zahl der Toten bei einem Bergunglück in China ist auf mindestens 31 gestiegen. Die Rettungsmannschaften versuchten weiter, sechs noch verschüttete Arbeiter zu bergen, berichtet das chinesische Staatsfernsehen. Die Überlebenschancen würden aber als sehr gering eingestuft. In dem Bergwerk in der Provinz Henan in Zentralchina war es am Samstag zu einer Gasexplosion gekommen.

MANILA: Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 220 Stundenkilometern ist der Taifun "Megi" über den Norden der Philippinen hinweggefegt. Betroffen war nach Behördenangaben vor allem die Provinz Isabella, rund 320 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila. Tausende Menschen in den bedrohten Gebieten wurden in Sicherheit gebracht, in fünf Provinzen wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen.

ZÜRICH: Im FIFA-Korruptionsfall hat einer der beiden unter Verdacht geratenen Funktionäre sein Fehlverhalten eingeräumt. Der Tahitianer Reynald Temarii sagte der Nachrichtenagentur AP, er habe FIFA-Präsident Sepp Blatter gebeten, eine Untersuchung einzuleiten. Das Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees soll sich in einem Gespräch mit Reportern der britischen Zeitung "Sunday Times" bereiterklärt haben, seine Stimme bei der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 und 2022 zu verkaufen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten viel Sonne. Sonst Wechsel zwischen Sonne und hochnebelartiger Bewölkung. Höchstwerte zwischen sechs und elf Grad.

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