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Nachrichten

Montag, 18. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

COLOMBO: Beim Einsatz der Armee Sri Lankas gegen die im Nordosten der Insel verbliebenen Tamilen-Rebellen sind nach Angaben der Streitkräfte auch mehrere Führer der 'Befreiungstiger von Tamil Eelam' getötet worden, darunter Rebellenchef Velupillai Prabhakaran und sein Sohn. Eine unabhängige Bestätigung hierfür gibt es aber nicht. Nach fast 26 Jahren Bürgerkrieg hatten die für einen unabhängigen Tamilenstaat im Norden Sri Lankas kämpfenden Rebellen am Sonntag das Ende ihres bewaffneten Kampfes erklärt. Sie vermieden dabei jedoch das Wort Niederlage. Präsident Mahinda Rajapakse hatte bereits am Samstag den militärischen Sieg über die Aufständischen erklärt.

RANGUN: In Birma hat unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen der neue Prozess gegen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi begonnen. Nach Berichten von Korrespondenten wurden mehrere hundert Polizisten am Verhandlungsort, dem Gefängnis Insein in Rangun, stationiert. Alle Zufahrtsstraßen sind abgeriegelt. Der Friedensnobelpreisträgerin wird vorgeworfen, gegen die Auflagen ihres Hausarrests verstoßen zu haben. Veranlasst wurde die Klage durch den dubiosen Besuch eines US-Amerikaners. Ein Schuldspruch käme den regierenden Militärs entgegen, die seit Jahren versuchen, den Einfluss der populären Politikerin auf die Bevölkerung zu unterminieren. Im Falle einer neuen Verurteilung hätte sie keine Chance, bei den für 2010 in Aussicht gestellten Wahlen anzutreten. Die Botschafter aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien wurden vom Militär daran gehindert, den Prozess zu beobachten.

VILNIUS: Die bisherige EU-Haushaltskommissarin Daila Grybauskaite hat die Präsidentschaftswahl in Litauen klar für sich entschieden. Nach Angaben der Wahlkommission kam die 53-Jährige auf 69 Prozent der Stimmen. Grybauskaite war als unabhängige Kandidatin angetreten und konnte sich damit von den großen politischen Parteien absetzen, die wegen der einschneidenden Rezession in dem baltischen Staat und wegen Korruptionsvorwürfen unter Druck stehen. Grybauskaite ist die erste Frau im Präsidentenamt Litauens. Sie war seit 2004 als Haushaltskommissarin in Brüssel tätig, kurz nachdem Litauen in die EU aufgenommen wurde. Ihr größter Konkurrent bei der Direktwahl des Staatsoberhauptes, der Sozialdemokrat Algirdas Butkevicius, kam auf gut 12 Prozent.

N'DJAMENA: Die Streitkräfte des Tschad haben nach zwei Tagen ihre Luftangriffe auf Stellungen von Rebellen im Nachbarland Sudan eingestellt. Bei den Angriffen seien sieben Stellungen zerstört worden sagte der amtierende Verteidigungsminister Adoum Younousmi in der Hauptstadt N'Djamena. Bodentruppen hätten zudem etwa 100 Aufständische an der Grenze festgenommen. Der Tschad wirft dem Sudan vor, regierungsfeindliche Rebellen zu unterstützen. Die Führung in Khartum macht ihrerseits den Tschad für die Unterstützung von Rebellen in der Krisenprovinz Darfur verantwortlich.

STUTTGART: Mehrere tausend Porsche-Beschäftigte haben zeitweise ihre Arbeit niedergelegt, um gegen die Fusionspläne mit Volkswagen zu protestieren. Am Entwicklungszentrum in Weissach versammelten sich über 1.000 Mitarbeiter. Auch im Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen und in Ludwigsburg fanden Proteste statt. Die Porsche-Mitarbeiter äußerten vor allem Unmut über Porsche-Miteigentümer und Volkswagen-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch. Er nimmt in Weissach an einem Treffen des Porsche-Aufsichtsrats teil. Piëch hatte jüngst erklärt, angesichts der finanziellen Schwierigkeiten des Sportwagenbauers sei auch dessen Übernahme und Integration in den VW-Konzern denkbar.

GENF: Die Mitglieder der Weltgesundheitsorganisation -WHO- sind zu ihrer Generalversammlung zusammengekommen. Im Zentrum steht der Umgang mit dem Virus H1N1, dem Auslöser der sogenannten Schweinegrippe. WHO-Generaldirektorin Margaret Chan und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon haben Vertreter der Pharmaindustrie nach Genf eingeladen, um mit ihnen über die Produktion von Impfstoffen zu diskutieren. Zudem soll über die medizinische Versorgung ärmerer Staaten beraten werden, da die Krankheit bei angemessener Behandlung meist schnell auskuriert werden kann. Nach Angaben der WHO sind bisland weltweit mehr als 70 Menschen an der Krankheit gestorben. - Aus Sorge vor einer Ausbreitung der Schweinegrippe sind in Japan mehr als 1.000 Schulen und Kindergärten geschlossen, vor allem in den dicht besiedelten Gebieten um Kobe und Osaka.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten, an der Küste und im äußersten Süden zeitweise Schauer. Sonst wechselhaft und regional viel Sonne bei maximal 15 bis 25 Grad.

Audio und Video zum Thema