1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 18. Juni 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag

PARIS: In Frankreich ist die konservative Regierung von Premierminister François Fillon nach der Parlamentswahl zurückgetreten. Staatspräsident Nicolas Sarkozy beauftragte Fillon umgehend, eine neue Regierung zu bilden. Ein solches Vorgehen hat in Frankreich Tradition. Die konservative Regierungspartei UMP hatte bei der Parlamentswahl am Sonntag zwar ihre absolute Mehrheit verteidigt, aber unerwartet deutliche Mandatsverluste zu Gunsten der oppositionellen Sozialisten hinnehmen müssen. Nach der ersten Wahlrunde war noch mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit des Sarkozy-Lagers gerechnet worden.

LUXEMBURG: Vor dem EU-Krisengipfel hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nochmals alle Regierungen zu Kompromissen im Streit um die Änderung der EU-Verträge aufgerufen. Am Ende des Gipfels werde es nur gemeinsame Verlierer oder gemeinsame Sieger geben, sagte Steinmeier am Rande eines EU-Außenministertreffens in Luxemburg. Polen bekräftigte, dass es ein Veto einlegen wolle, falls die EU-Staaten nicht bereit sind, der Regierung in Warschau mehr Gewicht bei Abstimmungen im Ministerrat zu geben. Die britische Regierung ihrerseits lehnt die geplante Grundrechtecharta ab. Bei Vorgesprächen am Wochenende hatte sich noch keine Annäherung abgezeichnet.

LUXEMBURG: Die EU wird die direkten Finanzhilfen an die neue Notstandsregierung der Palästinenser wieder aufnehmen. Wie der EU-Außenbeauftragte Javier Solana in Luxemburg mitteilte, wird das Geld ausschließlich in das Westjordanland fließen. Die EU hatte die Hilfen seit der Amtsübernahme der Hamas-Regierung ausgesetzt. Auch der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert signalisierte der neuen gemäßigten palästinensischen Regierung ein größeres Entgegenkommen. Möglich seien Reiseerleichterungen für das Westjordanland und die Freigabe von etwa 400 Millionen Dollar an zurückgehaltenen palästinensischen Steuereinnahmen, sagte Olmert nach einem Treffen mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York.

KABUL: Bei einem Luftangriff der US-geführten Truppen auf ein vermutetes El-Kaida-Versteck sind im Osten Afghanistans nach Militärangaben neben mehreren Extremisten auch sieben Kinder getötet worden. Der Vorfall sei sehr bedauerlich, sagte ein US-Sprecher. Überlebende Kinder hätten jedoch ausgesagt, die Terroristen hätten sie gezwungen, in dem Gebäudekomplex zu verbleiben, zu dem auch eine Moschee und eine Islam-Schule gehören. Es habe verläßliche Informationen gegeben, dass Kämpfer der El Kaida dort Unterschlupf gefunden hätten. Daraufhin sei der Luftangriff angeordnet worden. Bei Gefechten zwischen afghanischen und amerikanischen Einheiten mit Aufständischen in der Unruheprovinz Helmand wurden nach Angaben des US-Militärs zahlreiche feindliche Kämpfer getötet.

BEIRUT: Die libanesische Armee hat mutmaßliche Stellungen der Islamisten im palästinensischen Flüchtlingslager Nahr el Bared erneut unter heftigen Beschuss genommen. Panzer schossen Granaten auf die Bereiche der Siedlung, in denen sich die Kämpfer der Fatah el Islam verschanzt haben. Nach einem Bericht des arabischen Fernsehsenders Al Arabija leisten die Mitglieder der sunnitischen Extremistengruppe nicht mehr viel Widerstand. An einigen Gebäuden am Rande des Lagers hätten Soldaten die libanesische Flagge gehisst. Die Islamisten und die Armee liefern sich bereits seit dem 20. Mai Gefechte um das Lager im Norden des Landes. Dabei wurden bisher mindestens 135 Menschen getötet.

KAIRO: In Ägypten hat die zweite Runde zur Wahl der zweiten Parlamentskammer begonnen. In der Stichwahl sind noch 16 von 88 Mandaten zu vergeben. In der ersten Runde hatte die regierende Nationaldemokratische Partei NDP von Präsident Husni Mubarak schon einen haushohen Sieg eingefahren. Nur ein Kandidat der linken Tagammu-Partei und ein Unabhängiger hatten einen Sitz im Schura-Rat erringen können. Alle weiteren Sitze gingen an die NDP. Der erste Wahlgang war von Gewalt und Unregelmäßigkeiten überschattet worden. Bereits im Wahlkampf hatte die Polizei zahlreiche Anhänger und Kandidaten der offziell verbotenen Muslimbruderschaft festgenommen. Die Muslimbrüder sind dennoch die stärkste Kraft der Opposition und nehmen regelmäßig als Unabhängige an Wahlen teil.

ROM: Vor der Küste der süditalienischen Insel Lampedusa sind die Leichen von 14 Bootsflüchtlingen geborgen worden. Die Toten stammten wahrscheinlich aus Nordafrika, teilte ein Sprecher der Küstenwache mit. Sie hätten mindestens drei Tage im Wasser gelegen und seien nach Sizilien gebracht worden. Nach weiteren Toten werde gesucht. Die Staatsanwaltschaft im sizilianischen Agrigent übernahm die Ermittlungen, obwohl der Fundort unter die Kontrolle der maltesischen Behörden fällt. Allein seit Beginn des Monats wurden 35 tote Immigranten im Meer vor Sizilien geborgen. Im Mai waren es 111 gewesen.

HANNOVER: In der deutschen Baubranche hat der erste unbefristete Streik seit fünf Jahren begonnen. Nach Angaben der Gewerkschaft IG BAU ruht die Arbeit auf mehr als 100 Baustellen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Auslöser des Arbeitskampfes ist die Weigerung der Arbeitgeber beider Bundesländer, den im Mai erzielten Schlichterspruch anzuerkennen. In den anderen Bundesländern wurde der Tarifkompromiss dagegen akzeptiert. Der Schlichter im Baugewerbe, Ex-Bundesarbeitsminister Wolfgang Clement warf den norddeutschen Arbeitgebern deshalb kurzsichtiges Denken vor.

PARIS: Zum Auftakt der Luftfahrtmesse in Paris Le Bourget hat der europäische Flugzeugbauer Airbus zahlreiche Bestellungen bekanntgegeben. Nach Angaben des Unternehmens unterzeichnete die Fluggesellschaft Qatar Airways den Kaufvertrag über 80 der neuen Langstreckenjets A350 im Katalogwert von knapp zwölf Milliarden Euro. Zudem bestellte das Unternehmen drei Airbus-Superjumbos vom Typ A380. Hinzu kommen acht weitere A380-Bestellungen von Emirates Airways. Die Fluglinie hatte bereits 43 Maschinen dieses Flugzeugtyps bestellt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden vielfach wolkig mit einzelnen Schauern oder Gewittern, ansonsten auch länger sonnig. Höchstwerte 20 bis 28 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 18°, stark bewölkt;
Berlin: 18°, Regen;
Dresden: 17°, bedeckt;
Köln/Bonn: 21°, leicht bewölkt;
Frankfurt am Main: 21°, wolkig und
München: 22°, wolkig.

Audio und Video zum Thema