1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 18. Dezember 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

GAZA-STADT: Nach den schweren Ausschreitungen in den Palästinensergebieten haben sich die rivalisierenden Gruppen Hamas und Fatah auf eine Waffenruhe verständigt. Das bestätigten Vertreter beider Seiten. Gleichwohl kam es im Gazastreifen auch in der Nacht wieder zu Schießereien. Auslöser der schweren Unruhen war die Ankündigung von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas, vorgezogene Neuwahlen anzusetzen, um den Machtkampf seiner Fatah-Bewegung mit der radikal-islamischen Hamas zu beenden. Die Europäische Union forderte verstärkte internationale Anstrengungen zur Beilegung des Konflikts. Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner sagte der 'Berliner Zeitung', das Nahost-Quartett mit Vertretern der Vereinten Nationen, der EU, den USA und Russlands müsse bald wieder tagen.

JERUSALEM: Der britische Premierminister Tony Blair ist zu einem Besuch in Israel eingetroffen. Blair will sich darum bemühen, den Nahost-Friedensprozess wieder in Gang zu bringen. An diesem Montag steht ein Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert auf seinem Programm. Anschließend will Blair auch mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas zusammenkommen.

TEHERAN: Im Iran zeichnet sich eine Wahlniederlage für die ultra-konservativen Kräfte um Präsident Mahmud Ahmadinedschad ab. Bei den Wahlen zum so genannten Expertenrat und bei Kommunalwahlen konnte das gemäßigte Lager um den ehemaligen Staatschef Akbar Haschemi Rafsandschani deutlich zulegen. Der Expertenrat überwacht im Iran die Tätigkeit des geistlichen Führers Ajatollah Ali Chamenei. Offizielle Endergebnisse dürften erst in einigen Tagen vorliegen.

KABUL: Bei Kämpfen zwischen mutmaßlichen Taliban-Kämpfern und Soldaten sind im Süden Afghanistans vier Extremisten getötet worden. Beim Aufspüren eines Waffenlagers hatten sich amerikanische und afghanische Truppen ein Gefecht mit den Aufständischen geliefert. Drei Soldaten wurden verletzt. Nach Militärangaben beschlagnahmten die Streitkräfte während ihres Einsatzes auch Waffen, darunter Minen und Sprengstoff.

PEKING: Nach mehr als einem Jahr Unterbrechung sind die Sechs-Parteien-Gespräche über ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms wieder aufgenommen worden. Zum Auftakt appellierte Gastgeber China an alle Beteiligten, den politischen Willen aufzubringen, um die Gespräche voranzubringen. Neben den Vertretern Nord- und Südkoreas sind die USA, China, Russland und Japan beteiligt. Nordkorea hatte die Verhandlungen über ein Ende seines Atomprogramms im November 2005 abgebrochen, nachdem die USA Finanzsanktionen erlassen hatten.

DRESDEN: Ein Transport mit rund 300 Kilogramm Atommüll aus dem ehemaligen DDR-Kernforschungszentrum Rossendorf ist von Dresden aus nach Russland gestartet. Die 18 Spezialbehälter mit angereichertem Uran werden zur Stunde nach Moskau geflogen, um danach in die Aufbereitungsanlage im russischen Podolsk gebracht zu werden. Russland muss einem internationalen Abkommen zufolge das an den früheren DDR-Forschungsreaktor gelieferte Uran zurücknehmen.


BERLIN: Hessens Sozialministerin Silke Lautenschläger hat Gesundheitsministerin Ulla Schmidt aufgefordert, aktuelle Berechnungen zur Gesundheitsreform vorzulegen. Vor der Zustimmung zur Reform im Bundesrat müsse man eine gemeinsame Grundlage haben, sagte die CDU-Politikerin im Zweiten Deutschen Fernsehen. In dem neuen Streit über die Gesundheitsreform geht es vor allem um den Ausgleich zwischen den Ländern. Die Regierungen von Hessen, Baden-Württemberg oder Bayern befürchten, dass ihre Versicherten wegen des gemeinsamen Fonds stärker belastet werden.

POTSDAM: Bundeskanzlerin Angela Merkel will an diesem Montag mit führenden Wirtschaftsvertretern über die Stärkung des Technologie-Standortes Deutschland beraten. Dazu hat sie die Manager mehrerer Großkonzerne der Branche zu einem 'IT-Gipfel' nach Potsdam eingeladen. In Arbeitsgruppen sollen unter anderem Schritte gegen den Fachkräftemangel in der Branche erarbeitet werden. So ist die Zahl der Studienanfänger im Fach Informatik in den vergangenen Jahren um mehr als 25 Prozent zurückgegangen.

BERLIN: Deutschlands führende Wirtschaftsexperten rechnen für 2007 mit einem kräftigen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Der Vorsitzende der so genannten Wirtschaftsweisen, Bert Rürup, sagte der 'Bild'- Zeitung, er gehe davon aus, dass die Arbeitslosenzahl im Jahresdurchschnitt um bis zu 500.000 sinken werde. Ähnlich äußerten sich der Präsident des Münchner ifo-Instituts, Hans Werner Sinn, und der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter. - Im vergangenen Monat waren in Deutschland knapp vier Millionen Erwerbslose gezählt worden.

TOKIO: Japan hat einen der weltweit größten stationären Satelliten ins All gebracht. Der Forschungssatellit soll Technologien testen, mit denen die Mobilfunk-Versorgung in Japan verbessert wird. Wegen schlechten Wetters war der Start der Trägerrakete wiederholt verschoben worden.

JAKARTA: Bei mehreren starken Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Der schwerste Erstoß hatte eine Stärke von 5,8. Vielerorts rannten Menschen in Panik auf die Straßen. In örtlichen Medienberichten war von rund 100 Verletzten die Rede.

BADEN-BADEN: Die Biathlon-Olympiasieger Kati Wilhelm und Michael Greis sowie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft sind die 'Sportler des Jahres' 2006. Das ergab die von der Internationalen Sportkorrespondenz durchgeführte Wahl unter mehr als 1000 deutschen Sportjournalisten. Die Ehrungen fanden am Sonntag in Baden-Baden statt.

ZUM SPORT: Werder Bremen geht als Herbstmeister in die Winterpause der 1. Fußball-Bundesliga. Die Bremer verdrängten durch ein 2:1 gegen Wolfsburg die punktgleichen Schalker von der Tabellenspitze. Im zweiten Sonntagsspiel unterlag Dortmund auf eigenem Platz Leverkusen mit 1:2.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils heiter, teils neblig-trüb. Am Alpenrand und in den östlichen Mittelgebirgen leichter Schneefall möglich. Tageshöchstwerte null bis sechs Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 0 Grad, Nebel;
Berlin: 4 Grad, bedeckt;
Dresden: 3 Grad, leichter Nieselregen;
Köln/Bonn: 4 Grad, nach Nieselregen;
Frankfurt am Main: 1 Grad, Nebel und
München: 1 Grad, leichter Schneefall.

Audio und Video zum Thema