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Nachrichten

Montag, 17. September 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BANGKOK: Nach dem Flugzeugunglück auf der thailändischen Ferien-Insel Phuket sind die beiden Datenschreiber gefunden worden. Sie sollen Aufschluss über die genaue Unglücksursache geben. Die Zahl der Toten erhöhte sich nach Angaben der betroffenen Fluggesellschaft One-Two-Go auf mindestens 90. Unter den Toten sind neben zahlreichen Ausländern auch die beiden Piloten. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes kam auch ein deutscher Tourist ums Leben, vier weitere wurden leicht verletzt. Die MacDonnell Douglas MD-82 mit 130 Menschen an Bord war am Sonntag bei heftigem Regen und Wind auf dem Flughafen von Phuket über die Landebahn hinausgeschossen, in zwei Teile auseinandergebrochen und in Brand geraten.

ATHEN: Die vorgezogene Parlamentswahl hat Griechenland keinen Machtwechsel gebracht. Die konservative Partei 'Neue Demokratie' von Regierungschef Kostas Karamanlis kommt nach Auszählung fast aller Stimmen auf rund 42 Prozent und behält mit 152 Sitzen die absolute Mehrheit im Parlament. Die oppositionellen Sozialisten unter Giorgos Papandreou kamen auf rund 38 Prozent. Beide Parteien büßten jedoch im Vergleich zur Wahl vor drei Jahren Stimmen ein.

BERLIN: Verteidigungsminister Franz Josef Jung hat seine Ankündigung erneuert, ein für einen Terroranschlag entführtes Passagierflugzeug notfalls abschießen zu lassen. Solange es keine verfassungsrechtliche Grundlage gebe, gelte das Recht des übergesetzlichen Notstandes, sagte Jung erneut am Rande der in Berlin tagenden Sicherheitskonferenz. Der Jetpiloten-Verband innerhalb der Bundeswehr kritisierte die Ankündigung Jungs scharf. Verbandschef Thomas Wassmann sagte in der 'Leipziger Volkszeitung', er könne den Piloten nur empfehlen, in einem solchen Fall dem Befehl des Ministers nicht zu folgen. Scharfe Kritik kam von allen Parteien. Die SPD verurteilte Jungs Vorstoß als grob fahrlässig. Die Grünen verlangten den Rücktritt des Verteidigungsministers.

BERLIN: Nach der Abstimmungsniederlage der Grünen-Parteiführung auf dem Parteitag in Göttingen gegen die Bundeswehreinsätze in Afghanistan hat der Grünen-Politiker Christian Ströbele von der Fraktionsführung eine Kurskorrektur gefordert. Diese habe das Votum des Parteitages zu akzeptieren und ohne Abstriche öffentlich zu vertreten. Ein einfaches 'Weiter-so' könne es nicht geben, sagte der Parteilinke der Bild-Zeitung. Einige Bundestagsabgeordnete hatten trotz des Votums angekündigt, sich dem gefassten Beschluss zu widersetzen. Sie würden für eine Verlängerung der ISAF-Mission und des Tornado-Einsatzes in Afghanistan stimmen.

TEHERAN: Der Iran hat die Warnung des französischen Außenministers Bernard Kouchner vor einem möglichen Krieg mit dem Land scharf verurteilt. Die neuen Herren im Präsidentenpalast in Paris würden einen schärferen Ton anschlagen als die USA, hieß es in einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Kouchner hatte in einem Interview des französischen Fernsehens davor gewarnt, die Welt müsse sich auf das Schlimmste einstellen, falls die Verhandlungen über einen Stopp des iranischen Atomprogramms fehlschlügen. Er kündigte an, sich für Finanzsanktionen der EU einzusetzen, um den Druck auf den Iran zu erhöhen. Am Freitag beraten die fünf Weltsicherheitsratsmitglieder sowie Deutschland über einen neuen Resolutionsentwurf über weitere Sanktionen.

ISLAMABAD: Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf ist offenbar bereit, seinen Posten als Armeechef aufzugeben. Der Generalsekretär der regierenden Pakistan Muslim League, Mushahid Hussain Sayed, sagte, nach einer möglichen Wiederwahl im kommenden Monat wolle dieser den Amtseid als ziviler Präsident ablegen. Die Doppelrolle Musharrafs war sowohl im In- wie im Ausland kritisiert worden. An diesem Montag begann der Oberste Gerichtshof eine Anhörung in dem Fall. Die Opposition hatte Petitionen gegen eine erneute Kandidatur Musharrafs ohne Aufgabe des Armeepostens eingereicht. Die Amtszeit des Präsidenten endet am 15. November.

WASHINGTON: Der frühere Bundesrichter Michael Mukasey soll neuer US-Generalstaatsanwalt werden. Präsident George W. Bush werde ihn, so ein Mitarbeiter des Weißen Hauses, an diesem Montag offiziell benennen. Mukasey, der dann noch vom demokratisch dominierten Senat bestätigt werden muss, tritt die Nachfolge von Alberto Gonzales an. Dieser war Ende August nach anhaltender Kritik der Demokraten zurückgetreten. Sie hatten dem Bush-Vertrauten vorgeworfen, aus parteipolitischen Gründen neun Bundesanwälte entlassen zu haben.

BRÜSSEL: Die EU-Kommission will die Bedingungen für Leiharbeiter verbessern. Vorgesehen sei, dass Zeitarbeiter nach sechs Wochen das gleiche Gehalt und die gleichen Sozialleistungen bekämen wie fest angestellte Beschäftigte, sagte EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla der Zeitung "Die Welt". Spidla rief zudem die Bundesregierung auf, ihren Widerstand in dieser Frage aufzugeben. Er kritisierte, dass es auch in Deutschland Unternehmen gebe, die Zeitarbeit ausschließlich zur Kostendämpfung nutzten. Festangestellte Mitarbeiter würden entlassen und anschließend dauerhaft durch billigere Zeitarbeiter ersetzt.

LUXEMBURG: Der US-Softwarekonzern Microsoft hat im Kartellrechtsstreit mit der EU verloren. Das Europäische Gericht erster Instanz in Luxemburg wies dessen Klage gegen das vor drei Jahren von der EU-Kommission verhängte Bußgeld in Höhe von 497 Millionen Euro zurück. Die Richter waren der Ansicht, Microsoft habe seine Vormachtstellung im Markt in unzulässiger Weise ausgenutzt, indem es sein Windows-Betriebssystem mit dem Multimedia-Abspielprogramm Media Player koppelte. Außerdem müsse der Konzern technische Details offenlegen, damit Konkurrenten ihre Software auf Windows abstimmen könnten. Microsoft kündigte an, man werde das Urteil zunächst prüfen und dann über einen möglichen Einspruch entscheiden. Es würden jedoch zusätzliche Schritte unternommen, um das Urteil zu befolgen.

BONN: Die Deutsche Telekom baut ihr US-Geschäft mit dem Kauf des Konkurrenten SunCom Wireless aus. Der Übernahmepreis belaufe sich auf 1,6 Milliarden US-Dollar, teilte die Telekom in Bonn mit. Hinzu kommen Schulden in Höhe von rund 0,8 Milliarden Dollar, die die Telekom übernimmt. Die Synergien bezifferte der Bonner Konzern auf rund eine Milliarde Dollar. Mit der Akquisition erweitert die Mobilfunktochter T-Mobile USA ihre Netzabdeckung im Südosten des Landes sowie in Puerto Rico und auf Virgin Islands. Die Transaktion soll im ersten Halbjahr 2008 abgeschlossen sein.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten schauerartiger Regen. Sonst viel Sonne. Erst gegen Abend von der Mosel bis zum Alpenrand Schauer oder Gewitter. Die Tageshöchstwerte bewegen sich zwischen 17 und 26 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 15 Grad, leichtes Nieseln;
Berlin: 21 Grad, leicht bewölkt;
Dresden: 23 Grad, leicht bewölkt;
Köln/Bonn: 19 Grad, wolkig;
Frankfurt am Main: 20 Grad, stark bewölkt und
München: 22 Grad, wolkig.

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