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Nachrichten

Montag, 17. Dezember 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PARIS: Zum Auftakt einer internationalen Geberkonferenz für die Palästinenser hat der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, die Bildung eines souveränen palästinensischen Staates zu unterstützen. Delegationen aus fast 90 Staaten wollen darüber beraten, wie der Wiederaufbau im Westjordanland und dem Gazastreifen finanziell unterstützt werden kann. Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas hat einen Reformplan vorgelegt, für den in den kommenden drei Jahren rund 3,9 Milliarden Euro benötigt werden. Die Europäische Union hat für das Jahr 2008 bereits knapp 450 Millionen Euro zugesagt. Frankreich will über 200 Millionen Euro bereitstellen. Deutschland, das auf der Konferenz von Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul vertreten wird, will 200 Millionen Euro für Projekte in den Palästinenser-Gebieten zusagen. Die USA versprachen 555 Millionen Dollar.

MOSKAU: Russland hat die erste Lieferung von Brennstäben für das iranische Atomkraftwerk Buschehr abgeschlossen. Das bestätigte das russische Außenministerium in Moskau. Der gesamte Atombrennstoff werde unter der Kontrolle und den Garantien der internationalen Atomenergiebehörde IAEA ausgeliefert. Der Iran habe sogar schriftliche Zusagen gemacht, dass der Brennstoff nur im Atomkraftwerk Buschehr eingesetzt werde, betonte das Ministerium. Das Atomkraftwerk steht im Zentrum der internationalen Spannungen um das iranische Nuklearprogramm.

MOSKAU: Das russische Außenministerium hat die USA und die EU vor einer unkontrollierbaren Krise in der nach Unabhängigkeit strebenden serbischen Provinz Kosovo gewarnt. Es gebe für die Serben im überwiegend von Albanern bewohnten Kosovo nicht die geringsten Sicherheitsgarantien, heiß es in einer in Moskau veröffentlichten Erklärung. Die EU ignoriere mit ihren Vorbereitungen für die Unabhängigkeit des Kosovo die reale Lage in der Provinz. - Russland lehnt wie Serbien eine Unabhängigkeit des Kosovo ab.

BAGDAD: Aus Protest gegen die türkischen Luftangriffe auf kurdische Rebellen im Nordirak hat die irakische Regierung den Botschafter der Türkei in Bagdad einbestellt. Derartige Angriffe bedrohten die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern, erklärte das irakische Außenministerium. Durch die Militäraktion seien Krankenhäuser, Schulen und Brücken zerstört worden. - Im Konflikt mit den Rebellen der Kurdischen Arbeiterpartei - PKK - hatten türkische Kampfflugzeuge in der Nacht zum Sonntag mehrere Dörfer im Nordirak bombardiert. Nach Angaben der PKK wurden sieben Menschen getötet, unter ihnen zwei Zivilisten. - Die Luftangriffe wurden nach Darstellung der türkischen Armee von den USA unterstützt. Die Türkei habe von den USA Geheimdienstinformationen und die Erlaubnis erhalten, in den irakischen Luftraum einzudringen, sagte Generalstabschef Yasar Büyükanit.

SEOUL: Das südkoreanische Parlament hat einen Untersuchungsausschuss eingesetzt, der Korruptionsvorwürfe gegen den oppositionellen Präsidentschaftskandidaten Lee Myung Bak prüfen soll. Lee gilt als Favorit bei den Präsidentschaftswahlen am Mittwoch. Umfragen zufolge liegt der Ex-Bürgermeister von Seoul mit über 40 Prozent der Zustimmung weit vorn. Lee erklärte sich mit dem Untersuchungsausschuss einverstanden. Er sei sich keiner Schuld bewußt, sagte er.

PRETORIA: Auf dem Kongress der südafrikanischen Regierungspartei ANC fällt an diesem Montag die Entscheidung über den künftigen Vorsitzenden. In einer Kampfabstimmung treten der gegenwärtige ANC-Chef und südafrikanische Präsident Thabo Mbeki und der frühere Vizepräsident Jacob Zuma gegeneinander an. Als Favorit gilt der linksgerichtete Zuma. Als ANC-Vorsitzender hätte der 65-Jährige beste Aussichten, 2009 Präsident Südafrikas zu werden. - Mbeki hatte Zuma 2005 wegen Korruptionsverdachts als Vizepräsident entlassen. Ein Gerichtsverfahren gegen Zuma wurde wegen mangelnder Beweise eingestellt.

KABUL: Bei einem Gefecht im Süden Afghanistans haben Regierungstruppen und Soldaten der NATO nach offiziellen Angaben rund 20 Kämpfer der Taliban getötet. Wie das Innenministerium in Kabul mitteilte, hatten die Taliban in der Provinz Kandahar einen NATO-Konvoi angegriffen. Die Koalitionssoldaten hätten die Attacke zurückgeschlagen. - In der afghanischen Provinz Urusgan wurde bei der Explosion eines an einer Straße versteckten Sprengsatzes eine fünfköpfige Familie getötet.

ISLAMABAD: Bei einem Selbstmordattentat auf einen Polizeiposten im Nordwesten Pakistans sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Nach Angaben des pakistanischen Militärs zündete der Täter den Sprengsatz nahe einer Armee-Schule in dem Ort Kohat. Mehrere Rekruten hätten zum Zeitpunkt der Explosion den Kontrollpunkt passiert.

RIAD: Der saudiarabische König Abdullah II. hat eine junge Frau begnadigt, die nach einer Vergewaltigung zu Haft und 200 Peitschenhieben verurteilt worden war. Ein Gericht hatte die 19-Jährige bestraft, weil sie mit einem Mann in einem Auto gesessen hatte, der nicht zu ihrer Familie gehört. Dies ist im konservativ-islamischen Saudi-Arabien ein Straftatbestand. Die Frau war aus dem Wagen entführt und von sieben Männern vergewaltigt worden. Ihre Verurteilung hatte international Empörung hervorgerufen.

RIAD: Im saudiarabischen Mekka hat die jährliche Pilgersaison der Muslime begonnen. Insgesamt werden 2,5 Millionen islamische Gläubige aus aller Welt erwartet. Laut Koran soll jeder Muslim der über die nötigen Finanzmittel verfügt, einmal im Leben zur Hadsch pilgern. Mit Präsident Mahmud Ahmadinedschad nimmt in diesem Jahr erstmals ein Staatschef des Iran an der Pilgerfahrt teil. - Das saudiarabische Innenministerium teilte mit, es seien umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen ergriffen worden. Während des einen Monat dauernden Pilgerfestes kommt es immer wieder zu tödlichen Vorfällen. Vor zwei Jahren starben mehrere hundert Pilger bei einer Massenpanik.

LA PAZ: Brasilien, Chile und Bolivien haben den Bau der ersten Atlantik-Pazifik-Autobahn Lateinamerikas vereinbart. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten die Präsidenten der drei Staaten in La Paz. Die rund 4.700 Kilomter lange Schnellstraße soll vom brasilianischen Atlantikhafen Santos über Bolivien bis zur chilenischen Pazifikküste führen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet stark bewölkt oder neblig trüb. Nach Süden und Westen hin Auflockerungen. Tagestemperaturen plus vier bis minus vier Grad Celsius.

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