1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 17. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MOSKAU: Bei einem Selbstmordanschlag in der russischen Kaukasus-Republik Inguschetien sind mindestens zwölf Menschen getötet und fast 60 verletzt worden. Nach Angaben der Behörden war der Täter mit einem mit Sprengstoff beladenen Kleinlaster in das Polizeihauptquartier der Stadt Nasran gerast, wo sich die Beamten zum Morgenappell versammelt hatten. Die Wache stand nach der Explosion in Flammen, auch ein angrenzendes Wohnhaus wurde schwer beschädigt. Die Lage in Inguschetien ist äußerst unstabil. Erst im Juni wurde der vom Kreml ernannte Präsident Junus-Bek Jewkurow bei einem Anschlag schwer verletzt. Islamistische Separatisten in den Kaukasus-Republiken Inguschetien, Tschetschenien und Dagestan kämpfen seit Jahren gegen die russischen Behörden und Sicherheitskräfte.

SEOUL: Nordkorea will seine Grenze zu Südkorea für neue Treffen von Familien aus beiden Ländern sowie für Touristen aus dem Süden wieder durchlässiger machen. Darauf einigten sich die Regierung in Pjöngjang und die südkoreanische Hyundai-Gruppe, die das Tourismusprogramm mit dem kommunistischen Norden betrieben hatte. Die Regierung in Seoul bezeichnete die Einigung als positiv, machte aber deutlich, dass eine Entscheidung zur Wiederaufnahme des Programms auf Regierungsebene getroffen werden müsse. Südkorea hatte diese Reisen im Sommer 2008 nach tödlichen Schüssen eines nordkoreanischen Soldaten auf eine südkoreanische Touristin ausgesetzt.

BANGKOK: In Thailand haben wieder zehntausende Menschen für den im Exil lebenden Ex-Regierungschef Thaksin Shinawatra demonstriert. Nach Polizeiangaben kamen in der Hauptstadt Bangkok mindestens 30.000 seiner Anhänger zusammen. Sie forderten König Bhumibol Adulyadej auf, Thaksin zu begnadigen. Der 2006 gestürzte Thaksin war im August vorigen Jahres ins Ausland geflohen, um einer Gefängnisstrafe wegen Korruption zu entgehen. Sein Sturz spaltet bis heute die thailändische Gesellschaft. Seit Ende März machen seine Anhänger gegen die neue Regierung von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva mobil.

PARIS: Die Französin Clotilde Reiss ist mehr als sechs Wochen nach ihrer Festnahme im Iran gegen Zahlung einer Kaution aus der Haft entlassen worden. Es gehe ihr gesundheitlich gut, teilte das französische Präsidialamt mit. Reiss werde vorläufig in der französischen Botschaft in Teheran untergebracht. Sie dürfe das Land erst nach Abschluss des Prozesses verlassen. Nach Angaben des Vaters von Reiss handelt es sich bei der gezahlten Kaution um "mehrere hunderttausend Euro". Präsident Nicolas Sarkozy dankte der Europäischen Union und Syrien für ihre Unterstützung. Die iranische Regierung wirft der Französischlehrerin Spionage und Verwicklung in die Proteste gegen den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad vor.

BERLIN: Die Kritik an der Afghanistan-Politik der Bundesregierung nimmt zu. Der frühere Leiter des Planungsstabes der Bundeswehr, Ulrich Weisser, plädierte in der "Frankfurter Rundschau" für ein Ende des NATO-Einsatzes am Hindukusch spätestens im Jahr 2011. Der frühere UN-Sonderbeauftragte für Afghanistan, Tom Koenigs, sprach sich für Verhandlungen mit den Taliban aus. Der Grünen-Politiker verlangte auch einen stärkeren zivilen Einsatz in Afghanistan. Die Deutsche Welthungerhilfe äußerte sich ebenfalls kritisch. Die so genannte zivil-militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr sei ein Sündenfall, beklagte der Generalsekretär der Organisation, Wolfgang Jamann.

BERLIN: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat die Steuersenkungspläne von Union und FDP als "völlig absurd" kritisiert. Die Staatsverschuldung bewege sich auf 1,9 bis zwei Billionen Euro zu, sagte der SPD-Politiker im 1. Deutschen Fernsehen. Da müsse man sich fragen, wer den Kapitaldienst eines Tages bezahlen solle. Würden die Steuersenkungen umgesetzt, sei - so Steinbrück - ein "handlungsunfähiger Staat" die Folge.

FRANKFURT AM MAIN: Trotz positiver Konjunktursignale rechnet Bundesbank-Präsident Axel Weber nicht mit einem baldigen Ende der Finanzkrise. Er warne davor, das Ende der Krise zu früh auszurufen, sagte Weber der "Süddeutschen Zeitung". Bei den Banken schlage sich der Abschwung erst mit zeitlicher Verzögerung nieder. So drohten vielen Geldinstituten neue Lasten durch Kreditausfälle, weil in diesem Jahr deutlich mehr Firmen und Privatleute Insolvenz anmeldeten. - Von der nächsten Bundesregierung forderte Weber einen raschen Abbau der zuletzt stark gestiegenen Staatsverschuldung. Wenn die Ausgaben nicht drastisch heruntergefahren würden, seien höhere Steuern unvermeidbar, erklärte der Bundesbank-Präsident.

TOKIO: Nach zwölf Monaten der Rezession ist die japanische Wirtschaft im zweiten Quartal dieses Jahres wieder gewachsen. Im Vergleich zum Vorquartal sei das Bruttoinlandsprodukt um 0,9 Prozent gestiegen, teilte die Regierung mit. Grund sei ein Anstieg der Exporte und des privaten Konsums. Die Investitionen der Unternehmen seien dagegen weiter schwach. Nach Deutschland und Frankreich ist Japan die dritte Industrienation, die für das Quartal von April bis Juni ein erneutes Wirtschaftswachstum vermeldet. Seit dem Einsetzen der Wirtschaftskrise im vergangen Jahr war die japanische Wirtschaft wegen des Einbruchs der Nachfrage aus China, Europa und den USA stetig geschrumpft.

ZUM SPORT: Bei der Leichtathletik-WM in Berlin ist der Jamaikaner Usain Bolt über 100 Meter in neuer Weltrekordzeit zu Gold gesprintet. Mit 9,58 Sekunden blieb er elf Hunderstel unter seiner bei den Olympischen Spielen in Peking aufgestellten Bestmarke. Zwei Silber-Medaillen für Deutschland holten die Kugelstoßerin Nadine Kleinert aus Magdeburg und die Siebenkämpferin Jennifer Oeser aus Leverkusen. -

In der 1. Fußball-Bundesliga setzte sich Schalke gemeinsam mit Meister Wolfsburg an die Tabellenspitze. Gegen Bochum gewannen die Schalker klar mit 3:0. Einen Heimsieg konnte am Sonntag auch Mönchengladbach feiern, das Hertha BSC 2:1 bezwang.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Mal Sonne, mal Wolken. Vereinzelt Schauer. Höchstwerte zwischen 20 Grad an der Nordsee und 30 Grad im Breisgau.

Audio und Video zum Thema