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Nachrichten

Montag, 17. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

BAGDAD: Bei einem Überfall auf eine Polizeiwache in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist mindestens ein Mensch getötet worden. Ein Sprecher der Sicherheitskräfte teilte mit, Unbekannte hätten den Posten im sunnitischen Stadtviertel Adhamijah angegriffen. Der Schusswechsel habe mehrere Stunden gedauert. Die Armee habe das Gebiet inzwischen abgesperrt. Die Lage sei noch unübersichtlich. Zugleich wurde der Prozess gegen den früheren irakischen Machthaber Saddam Hussein fortgesetzt. Die für diesen Montag geplante Sitzung des irakischen Parlaments wurde hingegen verschoben. Ursache ist der andauernde Streit um die Besetzung der Regierungsposten.

N'DJAMENA: Der Tschad hat die Regierung im Sudan beschuldigt, den Konflikt in der Krisenprovinz Darfur zur Destabilisierung ganz Zentralafrikas zu nutzen. Die Internationale Gemeinschaft müsse eingreifen, um ein Ausufern der Unruhen in der Region zu verhindern. Tschads Präsident Idriss Deby forderte die Vereinten Nationen auf, die Kontrolle über den Sudan zu übernehmen und Sanktionen gegen die Regierung zu verhängen. Vor drei Tagen hatte die Regierung im Tschad angekündigt, den 200.000 Flüchtlingen aus Darfur künftig keinen Schutz mehr zu bieten. Die diplomatischen Beziehungen zum Sudan brach der Tschad mit der Begründung ab, das Nachbarland unterstütze regierungsfeindliche Rebellen.

COLOMBO: Bei einem Anschlag im Norden Sri Lankas sind nach Armee-Angaben vier Soldaten getötet und mehrere verletzt worden. Mutmaßliche Rebellen der so genannten Befreiungstiger von Tamil Eelam hatten eine Mine an einem Fahrzeug angebracht. In der nahe gelegenen Stadt Jaffna wurden zwei Rebellen getötet, als eine weitere Landmine vorzeitig detonierte. Die Aufständischen hatten sich am Sonntag offiziell aus den Friedensgesprächen mit der Regierung in Colombo zurückgezogen. Zur Begründung verwiesen sie darauf, die Regierung habe die Bewegungseinschränkung einiger Rebellen-Anführer nicht aufgehoben.

BANGKOK: In Thailand hat die Opposition eine neue Serie von Demonstrationen gegen die Regierung angekündigt. Das Kabinett wird seit dem 5. April von Interimsministerpräsident Chitchai Wannasathit geführt, nachdem Ministerpräsident Thaksin Shinawatra sich wochenlangen Protesten gebeugt und die Amtsgeschäfte niedergelegt hat. Die oppositionelle Volksallianz für Demokratie wirft Thaksin jedoch vor, hinter den Kulissen weiter die Fäden zu ziehen.

KATHMANDU: In Nepal hat die Opposition die Bürger aufgefordert, keine Steuern mehr zu zahlen. Auch Rechnungen für Wasser, Strom und Telefon sollten nicht mehr beglichen werden. Damit will die so genannte Sieben-Parteien-Allianz den Druck auf König Gyanendra verstärken, seine Alleinherrschaft zu beenden. Der fast zweiwöchige Generalstreik führt in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu mittlerweile zu Lebensmittel- und Benzin-Knappheit.

ISTANBUL: Bei einem Bombenanschlag sind in der türkischen Metropole etwa 30 Menschen verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war der Sprengsatz in einer Mülltonne in der Nähe eines Straßencafes versteckt. Zu der Tat bekannte sich bisher niemand. Allerdings hatten kurdische Extremisten in den vergangenen Wochen mehrfach ähnliche Anschläge in Istanbul verübt.

ROM: Papst Benedikt XVI. hat in seiner ersten Osterbotschaft zu Frieden und Versöhnung aufgerufen. Benedikt mahnte am Sonntag vor rund 100.000 Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom eine für alle Seiten akzeptable Lösung im Streit über das iranische Atomprogramm an. Auch der Nahost-Konflikt könne nur im geduldigen Dialog überwunden werden. Zum Abschluss der Messe spendete der Papst den traditionellen Segen 'urbi et orbi' - der Stadt und dem Weltkreis.

BERLIN: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat die Bundesländer zu einem wirkungsvollen Hochwasserschutz aufgefordert. Gabriel sagte der 'Sächsischen Zeitung', die Länder müssten die bereits vereinbarten gesetzlichen Maßnahmen endlich umsetzen. Dabei gehe es darum, Überschwemmungsgebiete auszuweisen, Bebauungsverbote zu verhängen und sich besser zu koordinieren. Er warnte davor, dass im Zuge der globalen Erderwärmung häufiger mit Hochwasser zu rechnen sei. Während sich die Lage in den norddeutschen Flutgebieten weiter entspannt, wurde in Rumänien, Bulgarien und Serbien der Notstand für zahlreiche Donau-Anreinergemeinden ausgerufen.

SINGAPUR: In Asien ist der Preis für ein Barrel Rohöl zeitweise über 70 Dollar gestiegen. Analysten begründeten den Preisanstieg mit der Sorge, dass es wegen eines unerwartet starken Rückgangs der Benzinvorräte in den USA zu Lieferengpässen kommen könnte. Außerdem wachse die Angst, dass die USA wegen des Atomstreits mit dem Iran dessen Nuklearanlagen angreifen könnten, hieß es. Bereits nach dem verheerenden Hurrikan 'Katrina' war der Ölpreis zeitweise über 70 Dollar gestiegen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselhaft mit einzelnen Schauern und Gewittern. Höchsttemperaturen zehn bis 17 Grad.

  • Datum 17.04.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8H3o
  • Datum 17.04.2006
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