1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 16. Oktober 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag

NEW YORK: Der künftige UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat Nordkorea eine Woche nach dem Atomtest des kommunistischen Landes direkte Gespräche angeboten. Ban, derzeit Außenminister Südkoreas, sagte am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York, er sei bereit, sich nach seiner Amtsübernahme im Januar mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il zu treffen. - Australien wird seine Häfen für Schiffe aus Nordkorea sperren. Das Embargo ergänze die am Samstag von den UN verhängten Sanktionen, sagte Außenminister Alexander Downer.

ROM: Aus Anlaß des Welternährungstages an diesem Montag haben die UN die reichen Länder zu verstärkten Anstrengungen im Kampf gegen den Hunger aufgerufen. Es sei möglich, das so genannte Milleniums-Ziel zu erreichen und die Zahl der Hunger leidenden Menschen bis 2015 zu halbieren, betonte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen in Rom. 850 Millionen Menschen weltweit litten an Hunger, davon 400 Millionen Kinder. Die UN-Experten warnten zugleich vor einer Hungersnot in Nordkorea. Die Lage für die Bevölkerung könnte sich auf Grund der UN-Sanktionen noch verschärfen.

QUITO: Der konservative Milliardär Alvaro Noboa hat die erste Runde der Präsidentenwahl in Ecuador gewonnen, muss aber Ende November in die Stichwahl gegen seinen linksgerichteten Konkurrenten Rafael Correa. Nach Angaben des Obersten Wahlgerichts stimmten mehr als 27 Prozent der Wähler für Noboa. 22 Prozent bekam der ehemalige Wirtschaftsminister Correa, der in Umfragen stets vorn gelegen hatte. In einer ersten Reaktion sprach er dann auch von Wahlbetrug. Den Vorwurf konnten internationale Beobachter nicht bestätigen. Noboa, reichster Mann Ecuadors, hat vor allem den Armen Unterstützung versprochen. Er bekennt sich zu den USA und fordert einen Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Kuba und Venezuela.

HONOLULU: Nach dem schweren Erdbeben, das die amerikanische Inselgruppe Haiwaii erschütterte, hat Gouverneurin Linda Lingle den Notstand ausgerufen. Etliche Gebäude wurden durch den Erdstoß der Stärke 6,6 und mehrere heftige Nachbeben beschädigt. Straßen sind nach Erdrutschen nicht passierbar. In vielen Orten fiel der Strom aus. Im Flugverkehr müssen Touristen auch in den nächsten Tagen mit Verzögerungen rechnen. Laut US-Geologen lag das Epizentrum rund 250 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Honolulu.

JAKARTA: In Indonesien ist ein weiterer Mensch an der Vogelgrippe gestorben. Eine 67-jährige Frau hatte sich nach Angaben der Behörden in West Java mit dem H5N1 Virus infiziert. Sie ist das 54. Vogelgrippe-Opfer in dem Land. Erst einen Tag zuvor war in der Hauptstadt Jakarta ein elfjähriger Junge nach Kontakt mit Hühnern an der Viruskrankheit gestorben.

SCHWERIN: Knapp einen Monat nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern kommt der neue Landtag in diesen Minuten zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Auf dem Programm steht unter anderem die Wahl des Landtagspräsidenten. Alleinige Kandidatin ist die amtierende Parlamentspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD). Neben SPD, CDU und Linkspartei/PDS gehören dem Schweriner Landtag erstmals die rechtsextreme NPD und - nach zwölfjähriger Abwesenheit - auch wieder die FDP an. Derzeit verhandeln die Sozialdemokraten unter Leitung von Ministerpräsident Harald Ringstorff mit der CDU über die Bildung einer großen Koalition in Mecklenburg-Vorpommern.

BERLIN: In der Debatte um eine neue soziale Unterschicht in Deutschland haben SPD-Politiker die eigene Partei zu mehr Ehrlichkeit aufgefordert. Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Stefan Hilsberg bezeichnete die Hartz-IV-Politik der rot-grünen Bundesregierung als - Zitat - "Lebenslüge". Allein mit Fordern und Fördern könnten Millionen Menschen den ersten Arbeitsmarkt nicht erreichen, sagte Hilsberg dem 'Tagesspiegel' in Berlin. Der damalige Kanzler Gerhard Schröder habe hier zu kurz gedacht. Auch der SPD-Linke Ottmar Schreiner hatte Schröder eine Mitschuld vorgeworfen. Besonders Mini- und Ein-Euro-Jobs sowie befristete Arbeitsverhältnisse hätten dazu geführt, dass Millionen Menschen nicht mehr aus dem Niedriglohnsektor herausfinden könnten.

BERLIN: Die Mitgliederzahlen von CDU und SPD gehen weiter zurück. So hätten beide Parteien zusammen seit dem Start der großen Koalition vor einem Jahr rund 39.000 Beitragszahler verloren, berichtet die 'Süddeutsche Zeitung'. Die SPD habe zum 1. Oktober noch knapp 568.000 Mitglieder gehabt, die CDU rund 561.000. Damit hätten die Sozialdemokraten seit der Wiedervereinigung 1990 etwa 40 Prozent ihrer Mitglieder verloren, die Christdemokraten 25 Prozent.

ZUM SPORT: Bei den Sonntagsspielen der 1. Fußball-Bundesliga gab es folgende Ergebnisse:

Nürnberg - Bielefeld 1 : 1

Cottbus - Dortmund 2 : 3

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Osten zunächst trüb, im Tagesverlauf freundlich. Im Westen und Süden meist sonnig. Höchstwerte 13 bis 16 Grad, örtlich bis 20 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 11 Grad, bedeckt; Berlin: 9 Grad, wolkig; Dresden: 9 Grad, Nieselregen; Köln/Bonn: 7 Grad, wolkenlos; Frankfurt am Main: 6 Grad, wolkenlos und München: 7 Grad, bedeckt.

Audio und Video zum Thema