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Nachrichten

Montag, 16. Juli 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag

TOULOUSE: Der Streit zwischen Deutschland und Frankreich über die künftige Führung beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS ist beigelegt. Der französische Manager Louis Gallois werde alleiniger EADS-Vorstandschef, der deutsche Co-Vorsitzende Thomas Enders wechsele im Gegenzug an die Spitze des Flugzeugbauers Airbus, wurde am Rande des deutsch-französischen Gipfels am Konzernsitz in Toulouse bestätigt. Den Verwaltungsrat wird ein weiterer Deutscher leiten, der Vertreter von EADS-Großaktionär DaimlerChrysler, Rüdiger Grube. Weiteres zentrales Thema zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy ist die europäische Wirtschaftspolitik. Sarkozy hatte gleich zu Beginn seiner Amtszeit mit Kritik an der Euro-Stärke für Irritationen gesorgt.

BERLIN: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat sich im eskalierenden Streit um seine Vorschläge zur Terrrorabwehr bemüht, die Wogen zu glätten. Es sei das "Missverständnis" entstanden, er wolle eine gesetzliche Regelung zur Tötung von Terroristen schaffen, sagte der CDU-Politiker in mehreren Interviews. Dies sei aber nicht der Fall. Zugleich warnte Schäuble davor, die Debatte über Maßnahmen im Kampf gegen den Terrorismus zu tabuisieren. Nach den Oppositionsparteien und der SPD hatte auch Bundespräsident Horst Köhler Kritik an Schäubles Vorstößen geübt. Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz sagte der "Frankfurter Rundschau", der Minister sei eine Belastung für die Koalition.

BAGDAD: Im Nordirak haben Extremisten zwei blutige Terror-Anschläge verübt. Nach Angaben der Polizei wurden bei den offenbar koordinierten Anschlägen in der Stadt Kirkuk mehr als 70 Menschen getötet. Viele Schwerverletzte schweben in Lebensgefahr. - Südlich von Bagdad startete die US-Armee eine neue Offensive gegen Aufständische. Nach Militär-Angaben sind an dem Einsatz rund 8.000 Soldaten beteiligt.

JERUSALEM: Israels Regierungschef Ehud Olmert hat Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas zu einem Spitzengespräch in Jerusalem empfangen. Olmerts erklärtes Ziel ist es, Abbas im Machtkampf mit der radikal-islamischen Hamas den Rücken zu stärken. Der Chef der palästinensischen Übergangsregierung, Salam Fajad, rief Israel zu Friedensverhandlungen auf. Es wäre ein Fehler, sich nur auf aktuelle Fragen wie die Freilassung palästinensischer Gefangener und die Überweisung zurückgehaltener Gelder zu konzentrieren, betonte Fajad.

PJÖNGJANG/BANGKOK: Die Internationale Atomenergie-Behörde hat bestätigt, dass Nordkorea seinen umstrittenen Reaktor in Yongbyon abgeschaltet hat. Inspektoren hätten dies vor Ort überprüft, teilte Behördenchef Mohammed ElBaradei bei einem Besuch in Bangkok mit. ElBaradei und der US-Sondergesandte Christopher Hill sprachen von einem 'Schritt in die richtige Richtung'. Bei den so genannten Sechs-Nationen-Gesprächen waren der Führung in Pjöngjang wirtschaftliche und humanitäre Hilfen zugesagt worden, wenn das kommunistische Land im Gegenzug sein Atomprogramm einstellt. Erste Öllieferungen waren am Wochenende in Nordkorea eingetroffen. Eine neue Runde der Sechser-Gespräche beginnt am Mittwoch in Peking.

DHAKA: Die vom Militär gestützte Übergangsregierung in Bangladesch hat die frühere Ministerpräsidentin Sheikh Hasina festnehmen lassen. Ein Gericht in Dhaka ordnete Untersuchungshaft gegen die Chefin der oppositionellen Awami-Liga an. Wie es heißt, wird Sheikh Hasina unter anderem Erpressung vorgeworfen. Die 59-Jährige wies die Anschuldigung zurück und erklärte, durch die Festnahme solle ihre Teilnahme an der nächsten Parlamentswahl verhindert werden.

TOKIO: Bei einem schweren Erdbeben sind in Japan mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen, mehrere hundert wurden verletzt. Das Beben der Stärke 6,8 auf der Richterskala brachte im Nordwesten des Landes etliche Häuser zum Einsturz. In einer Atomanlage geriet ein Transformator in Brand. Das Feuer konnte mittlerweile gelöscht werden. Eine vorsorglich ausgegebene Tsunami-Warnung nahmen die Behörden wieder zurück. Inzwischen wurden zahlreiche Nachbeben registriert, das heftigste hatte die Stärke 5,6.

BRÜSSEL: Einen Monat nach der Parlamentswahl in Belgien hat König Albert II. den Vorsitzenden der flämischen Christdemokraten, Yves Leterme, mit der Regierungsbildung beauftragt. Letermes Partei CDV war als Siegerin aus der Abstimmung hervorgegangen. Der Christdemokrat strebt eine umfassende Staatsreform an mit mehr Kompetenzen für die drei Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel. Kritiker befürchten, dass sich so die Kluft zwischen dem wirtschaftlich starken Flandern und dem von hoher Arbeitslosigkeit betroffenen Wallonien weiter vertiefen könnte. Angesichts der komplizierten Parteienlandschaft in Belgien und zahlreicher Koalitionsmöglichkeiten wird mit einer schwierigen Regierungsbildung gerechnet.

WIEN: Vor einem Landesgericht in Wien hat der Prozess um den größten Bankenskandal in der Geschichte Österreichs begonnen. Angeklagt sind acht frühere Vorstandsmitglieder der ehemals gewerkschaftseigenen BAWAG-Bank und ein in den USA lebender Broker. Sie sollen das Geldinstitut durch fahrlässiges Verhalten und die Veruntreuung von Milliardenbeträgen an den Rand des Ruins getrieben haben. --- Um eine Pleite abzuwenden, hatte der Österreichische Gewerkschaftsbund seine Bank im Dezember an den amerikanischen Hedge-Fonds "Cerberus" verkauft.

ZUM SPORT: Titelverteidiger Brasilien hat die Amerika-Fußball-Meisterschaft Copa América gewonnen. Die Brasilianer bezwangen im Endspiel im venezolanischen Maracaibo Erzrivale Argentinien mit 3:0.

Radprofi Linus Gerdemann vom T-Mobile-Team hat bei der Tour de France das Gelbe Trikot nach einem Tag wieder verloren. Der Däne Michael Rasmussen gewann in den Alpen die achte Etappe und übernahm auch die Führung in der Gesamtwertung. Gerdemann ist jetzt Zweiter. - Überschattet wurde die Etappe von einem Unfall: Ein Zuschauer erlitt bei einer Kollision mit T-Mobile-Fahrer Partrik Sinkewitz schwere Kopfverletzungen und fiel ins Koma. Sinkewitz erlitt einen Nasenbeinbruch.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet wieder sonnig und heiß. Über den Mittelgebirgen vereinzelt Hitzegewitter. Maximal 28 bis 35 Grad, im Osten bis 39 Grad.

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