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Nachrichten

Montag, 16. Februar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat den deutschen Botschafter in Indien, Bernd Mützelburg, zum Sonderbeauftragten für Afghanistan und Pakistan ernannt. Wie das Auswärtige Amt erklärte, soll damit das diplomatische Engagement gegenüber den beiden Staaten intensiviert werden.

Auch die USA und Großbritannien hatten in den vergangenen Wochen Sondergesandte für die Region eingesetzt. Die Ernennung Mützelburgs hatte im Vorfeld zu Spannungen geführt, da das Auswärtige Amt die Personalie offenbar nicht mit dem Kanzleramt abgestimmt hatte.

ISLAMABAD: Bei einem mutmaßlichen US-Raketenangriff sind im Nordwesten Pakistans nach Geheimdienst-Angaben mindestens zwölf Menschen getötet worden. Die Raketen zerstörten in der Stadt Bhagan an der Grenze zu Afghanistan ein Haus, das von einem örtlichen Taliban-Führer genutzt wurde. Augenzeugen berichteten von rund 30 Todesopfern. US-Drohnen hatten zuletzt im Kampf gegen Aufständische wiederholt Ziele in der afghanisch-pakistanischen Grenzregion bombardiert. Dabei wurden auch Zivilisten getötet.

CARACAS: In Venezuela hat Staatschef Hugo Chavez das Referendum gewonnen, das seine unbegrenzte Wiederwahl ermöglicht. Wie die Behörden mitteilten, stimmten 54 Prozent der Wähler für eine entsprechende Verfassungsänderung. Chavez kann damit über das Jahr 2013 hinaus im Amt bleiben, solange er die Wahlen gewinnt. Nach der bisherigen Gesetzeslage hätte er zum Ende seiner zweiten Amtszeit abtreten müssen. Dem Referendum zufolge dürfen künftig auch alle anderen politischen Mandatsträger in Venezuela beliebig oft wiedergewählt werden. Die Anhänger des Präsidenten feierten den Sieg in der Hauptstadt Caracas mit Feuerwerken und Autokorsos. Bei einem ersten Versuch, die Verfassungsänderung durchzusetzen, war Chavez 2007 gescheitert. Kritiker werfen ihm Machtmissbrauch vor.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama will eine Arbeitsgruppe mit der Neuordnung der schwer angeschlagenen Autokonzerne General Motors und Chrysler beauftragen. Nach Angaben eines Regierungsvertreters sollen Finanzminister Timothy Geithner und Obamas Wirtschaftsberater Lawrence Summers die Leitung des Gremiums übernehmen. Geithner soll auch die Vergabe von Finanzhilfen an die Autobauer überwachen. Mit der Einsetzung der Arbeitsgruppe verabschiedet sich Obama von den Plänen seines Vorgängers George W. Bush, einen so genannten "Auto-Zar" als Sonderbeauftragten für die Fahrzeugindustrie zu ernennen.

WIESBADEN: Trotz Rezession hat die deutsche Industrie im vergangenen Jahr mehr als 124.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Zahl der Beschäftigten legte im Vergleich zu 2007 um durchschnittlich 2,4 Prozent auf knapp 5,4 Millionen zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Den stärksten Zuwachs gab es im Maschinenbau mit 5,5 Prozent, gefolgt von der Metallbranche und der Fahrzeugindustrie. Dagegen meldete etwa die Chemieindustrie einen Stellenrückgang um 0,2 Prozent. - Bei diesen Zahlen berücksichtigten die Statistiker nur Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes mit mindestens 50 Mitarbeitern.

BERLIN: Nach den Datenaffären bei Telekom, Bahn und Lidl hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble für diesen Montag zu einem Spitzengespräch über den Schutz von Arbeitnehmerdaten eingeladen. Zu dem Berliner Treffen werden Vertreter von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sowie mehrere Regierungsmitglieder erwartet. Die Forderung nach einem Arbeitnehmer-Datenschutzgesetz war laut geworden, nachdem mehrere Großunternehmen Daten ihrer Mitarbeiter verarbeitet hatten, ohne deren Datenschutz zu berücksichtigen. So wurden Telefondaten und Kontobewegungen ausgespäht sowie Mitarbeiter per Kamera überwacht.

NEW YORK: Der Pilot der im US-Bundesstaat New York abgestürzten Passagiermaschine hat möglicherweise gegen Regeln der Flugsicherheit verstoßen. Nach Angaben der Verkehrssicherheitsbehörde wurde das Flugzeug vom Autopiloten gesteuert, obwohl die US-Luftfahrtaufsicht bei Eiswetter ausdrücklich eine Steuerung per Hand empfiehlt. Kurz vor dem Absturz während des Landeanflugs auf den Flughafen von Buffalo hatte der Pilot stark vereiste Tragflächen gemeldet. Bei dem Unglück in der Nacht zum Freitag waren alle 49 Flugzeuginsassen und ein Mann am Boden ums Leben gekommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt mit Regen oder Schnee. Höchstwerte zwischen minus einem Grad im Bergland und plus sechs Grad am Niederrhein.

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