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Nachrichten

Montag, 16. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Der neue Oberbefehlshaber der NATO-Truppen in Afghanistan, General Petraeus, hat sich vorsichtig zu einem Termin für den geplanten Abzug amerikanischer Soldaten geäußert. Der von US-Präsident Obama für Juli 2011 angestrebte Beginn des Rückzuges sei ein Prozess und kein Ereignis und zudem an bestimmte Bedingungen gebunden, sagte Pretaeus dem Fernsehsender NBC. Hauptziel des Krieges bleibe es, die Region nicht wieder zum sicheren Hafen für Terroristen werden zu lassen. Erst seit Amtsantritt von Präsident Obama gebe es eine Strategie, das Land nachhaltig zu befrieden und die Verantwortung zunehmend an die afghanische Regierung zu übergeben.

SEOUL: Südkorea und die USA haben ihr zweites Militärmanöver in drei Wochen begonnen. An der elftägigen Übung nehmen insgesamt mehr als 85.000 Soldaten teil. Nordkorea sprach von einer weiteren schweren militärischen Provokation. Die Militärübung ist Teil der jährlich stattfindenden gemeinsamen Manöver der USA und Südkoreas auf der koreanischen Halbinsel. Ende Juli hatten beide Länder bereits ein Manöver sowie eine Seeübung durchgeführt. Damit reagierten sie auf den Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffs, bei dem im März 46 Seeleute ums Leben gekommen waren. Südkorea macht den kommunistischen Norden dafür verantwortlich. Die Regierung in Pjöngjang weist dies zurück.

BANGKOK: Die thailändische Regierung hat den seit April geltenden Ausnahmezustand in drei weiteren Provinzen aufgehoben. Dies gelte für die nördlichen Provinzen Chiang Mai, Chiang Rai, und Ubon Ratchathani, teilte der nationale Sicherheitsrat mit. In sieben der insgesamt 76 Provinzen werde der Ausnahmezustand aufrechterhalten, darunter in der Hauptstadt Bangkok. - Der Ausnahmezustand war wegen der im März begonnenen Proteste von Regierungsgegnern verhängt worden. 90 Menschen starben bei den wochenlangen Protesten, rund 1900 weitere wurden verletzt.

BERLIN/ISLAMABAD: Angesichts der Flutkatastrophe in Pakistan hat die Deutsche Welthungerhilfe zu Spenden aufgerufen. Die meisten Opfer hätten ihre Häuser und Äcker und damit ihre Lebensgrundlage verloren, sagte die Präsidentin der Organisation, Dieckmann, der Berliner Zeitung. Es gebe deshalb eine humanitäre Pflicht zur Hilfe. Auch UN-Generalsekretär Ban rief zu verstärkter Hilfe für Pakistan auf. Die Katastrophe sei noch längst nicht vorbei, sagte er nach einem Besuch in den Flutgebieten. Noch immer fehle es an Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten. Frankreichs Präsident Sarkozy schlug in einem Brief an EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso eine UN-Eingreiftruppe für Naturkatastrophen vor. Frankreich werde dazu in Kürze konkrete Vorschläge machen.

BERLIN: Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat die Sparbeschlüsse der Bundesregierung als sozial unausgewogen kritisiert. Er vermisse vor allem die Beteiligung des oberen Segments der Gesellschaft an der Finanzierung der Kosten, sagte der EKD- Ratsvorsitzende Schneider der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Die schwarz-gelbe Koalition müsse hier "einige ideologische Scheuklappen bei der Betrachtung der Wirklichkeit ablegen". Schneider warnte zugleich vor einem weiteren Auseinanderdriften von Arm und Reich in der deutschen Gesellschaft. - Seit Jahren schon warnten Kirchen und Wohlfahrtsverbände davor, dass sich Einkommen und Vermögen immer weiter auseinander entwickeln. Doch die Bemühungen, dies zu ändern, seien leider bislang erfolglos geblieben - und zwar unabhängig davon, welche Koalition gerade an der Macht gewesen sei.

WIESBADEN: Die Industrie in Deutschland baut trotz steigender Aufträge und Produktion Stellen ab. Im Juni hatten die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes knapp 135.000 Beschäftigte weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies entspricht einem Rückgang um 2,7 Prozent. Besonders viele Arbeitsplätze strichen Maschinenbauer, Elektrobetriebe und Metallfirmen. - Lediglich die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln beschäftigten mehr Menschen als im Juni 2009. Insgesamt verfügt die Industrie in Deutschland über gut 4,9 Millionen Mitarbeiter.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet Schauer und teils kräftige Gewitter. Nur im Nordosten längere freundliche Abschnitte. Die Höchstwerte bewegen sich zwischen 14 und 25 Grad.

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