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Nachrichten

Montag, 15. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WIESBADEN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei ihrem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Wiesbaden für eine enge Zusammenarbeit der beiden Länder geworben. Große globale Probleme, sowie international drängende Konflikte könnten nur gemeinsam bewältigt werden, sagte Merkel beim so genannten Petersburger Dialog, an dem sie gemeinsam mit Putin teilnahm. Putin sicherte seinerseits Kontinuität in der russischen Politik auch für die Zeit nach den Wahlen zu. Obwohl er selbst nicht mehr Präsident sein werde, sei er überzeugt, dass die neue Macht in Russland die Kontintuität in der Zusammenarbeit mit Deutschland, Europa und der Welt aufrechterhalten werde. Weitere Themen bei den Regierungskonsultationen waren das geplante US-Raktenabwehrsystem in Osteuropa, die Situation im Kosovo und der Atomstreit im Iran.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem Iran mit weiteren Sanktionen gedroht, falls das Land im Streit um sein Atomprogramm nicht nachgibt. In der Tageszeitung 'Die Welt' plädierte die CDU-Politikerin dafür, das Problem weiter auf dem Verhandlungsweg zu lösen. Man müsse jedoch auch bereit sein, weitere Sanktionen zu verhängen, wenn der Iran nicht einlenke. Das Land bedrohe nicht nur die Sicherheit Israels, die für sie als deutsche Kanzlerin niemals verhandelbar sei, sondern der Iran bedrohe auch die Region, Europa und die Welt. Dies müsse verhindert werden. Zuletzt hatten sich die USA und Frankreich für eine weitere Verschärfung von UN-Sanktionen gegen den Iran ausgesprochen.

PEKING: Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao hat den einwöchigen Kongress der Kommunistischen Partei eröffnet. Zum Auftakt der Beratungen in Peking kündigte Hu moderate Reformen an, bekräftigte allerdings das Festhalten am Ein-Parteien-System in der Volksrepublik. Der Präsident versprach, China wolle bei seinem rasanten Wirtschaftswachstum künftig stärker auf Belastungen für die Umwelt achten. Taiwan rief er auf, die Feindseligkeiten zu beenden und ein Friedensabkommen zu schließen. - Auf dem Parteitag, der nur alle fünf Jahre stattfindet, sollen die mehr als 2.200 Delegierten unter anderem ein neues Zentralkomitee wählen. Spekulationen ranken sich um die Neubesetzung des so genannten Ständigen Politbüro-Ausschusses, des engsten Führungszirkels um Hu Jintao.

BANGKOK: Der Sondergesandte der Vereinten Nationen für Birma, Ibrahim Gambari, hat in der thailändischen Hauptstadt Gespräche mit benachbarten Staaten begonnen, um sie zu härterem Vorgehen gegen die Militärregierung in Birma zu bewegen. Nach ersten Unterredungen mit thailändischen Regierungsvertretern verlangte der UN-Diplomat von der birmanischen Führung ein sofortiges Ende der Festnahmen von Oppositionellen. Die jüngsten Berichte über Verhöre und Einschüchterungen seien äußerst beunruhigend, sagte Gambari in Bangkok. Thailands Regierungschef Surayud Chulanont, der selbst von einer Militärführung eingesetzt worden ist, reagierte zurückhaltend auf dessen Forderungen.

RAMALLAH: Am zweiten Tag ihrer Nahost-Reise ist US- Außenministerin Condoleezza Rice zu Gesprächen mit der Palästinenserführung zusammengetroffen. Bei Präsident Mahmud Abbas will sie Meinungsverschiedenheiten bei der Ausarbeitung einer gemeinsamen Plattform für die geplante Nahost-Konferenz in den USA im November ausräumen. Rice hatte am Vortag darüber bereits Gespräche mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert und den Vorsitzenden der an der Regierung beteiligten Koalitionsparteien geführt. Als umstritten gelten vor allem die Grenzen eines künftigen Palästinenser-Staates und der Status Jerusalems.

LUXEMBURG: Die 27 Außenminister der Europäischen Union beraten über letzte Weichenstellungen im neuen EU-Reformvertrag. Dieser soll beim Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag in Lissabon abgesegnet und im Dezember offiziell verabschiedet werden. Offen ist noch die Forderung Polens zu einer bereits bestehenden Klausel, mit der eine unterlegene Minderheit von Staaten Nachverhandlungen durchsetzen kann. Die Regierung in Warschau hätte dies gern rechtsverbindlich festgeschrieben. Ein weiteres wichtiges Thema des Außenministerrates ist die Entsendung von EU-Friedenstruppen in den Tschad und die Zentralafrikanische Republik.

BRÜSSEL: Im Konflikt um den künftigen Status der serbischen Provinz Kosovo ist keine Lösung in Sicht. Auch die jüngsten Verhandlungen in Brüssel endeten ohne greifbares Ergebnis. Vertreter der serbischen Regierung wiesen die Forderung der Kosovo-Albaner nach einer vollständigen Unabhängigkeit der Provinz abermals zurück. Nach Angaben der so genannten Kosovo-'Troika', die in dem Konflikt vermittelt, ist eine neue Gesprächsrunde am Montag kommender Woche in Wien geplant. Der 'Troika' gehören die Europäische Union, die USA und Russland an.

MÜNCHEN: Knapp eine Woche nach der Wahl von Günther Beckstein zum bayerischen Ministerpräsidenten sind die wichtigsten Entscheidungen für sein neues Kabinett gefallen. Nach übereinstimmenden Medienberichten wird CSU-Landtagsfraktionschef Joachim Herrmann Innenminister. Wirtschaftsminister Erwin Huber wechselt ins Finanzressort. Der bisherige CSU-Generalsekretär Markus Söder wird Europaminister.

TOULOUSE: Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat die erste Maschine vom Typ A380 ausgeliefert. Die asiatische Gesellschaft 'Singapore Airlines' übernahm das doppelstöckige Flugzeug im französischen Werk in Toulouse. Probleme beim Einbau der umfangreichen Verkabelung hatten die Auslieferung um eineinhalb Jahre verzögert und das Unternehmen in die Verlustzone gedrückt. Rund 10.000 Arbeitsplätze werden deshalb abgebaut. Zehn Tage nach der Übernahme soll das zurzeit weltgrößte Passagierflugzeug zwischen Singapur und Sydney erstmals kommerziell eingesetzt werden. Der tägliche Liniendienst beginnt für den A380 am 28. Oktober.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach rascher Nebelauflösung ist es vielerorts freundlich. Am Nachmittag vom Westen her mehr Wolken. Tagestemperaturen zwischen 12 und 20 Grad Celsius.

Am Mittag meldeten bei überwiegend wolkenlosem Himmel:

Hamburg, Dresden und Köln/Bonn: 14 Grad;
Berlin und Frankfurt am Main: 12 Grad und
München: 15 Grad.

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