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Nachrichten

Montag, 15. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Parteichefin der Grünen, Roth, hat schärfere Kritierien für den deutschen Waffenexport gefordert. Auch müsse der Bundestag ein Vetorecht bei Waffengeschäften erhalten, sagte Roth dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Sie reagierte damit auf jüngste Erhebungen des Friedensforschungsinstitutes SIPRI in Stockholm, nach denen Deutschland seine Rüstungsexporte seit 2005 mehr als verdoppelt hat. Damit sei der Weltmarktanteil auf elf Prozent gestiegen, nur die USA und Russland hätten noch mehr Rüstungsgüter exportiert. Die wichtigsten Kunden deutscher Unternehmen waren laut SIPRI die Türkei, Griechenland und Südafrika. Verkauft wurden insbesondere U-Boote und Panzerfahrzeuge.

LONDON: Die französische Wirtschaftsministerin Lagarde hat die Wirtschaftspolitik Deutschlands kritisiert. Der große deutsche Handelsüberschuss gefährde die Wettbewerbsfähigkeit der anderen Staaten der Euro-Zone, sagte Lagarde der Zeitung "Financial Times". Die Bundesrepublik müsse daher vor allem die heimische Nachfrage stärken. Wie die "Bild"-Zeitung ergänzend berichtet, wird die Kritik der Ministerin von den wirtschaftlich schwächeren EU-Staaten geteilt. Sie würden Deutschland vorwerfen, mit seiner Exportorientierung Wachstum auf Kosten anderer Euro-Staaten zu erreichen. "Bild" beruft sich hierbei auf einen Lagebericht der Ständigen deutschen Vertretung bei der EU.

BANGKOK: In der thailändischen Hauptstadt haben sich zehntausende Regierungsgegner vor einem Armeestützpunkt versammelt, in den sich die Regierung wegen des seit Tagen anhaltenden Massenprotests zurückgezogen hat. Schwer bewaffnete Soldaten riegelten die Zugänge ab. Auch vor den Regierungsgebäuden wurden tausende Sicherheitskräfte in Stellung gebracht. Mit ihrer Belagerung wollen die Anhänger von Ex-Ministerpräsident Thaksin den Rücktritt von Regierungschef Abhisit und Neuwahlen erzwingen. Am Wochenende waren rund 100.000 Demonstranten vor allem aus ländlichen Gebieten Thailands zu Kundgebungen nach Bangkok gekommen.

PARIS: Die Franzosen haben ihrem Präsidenten Sarkozy zur Hälfte seiner Amtszeit einen Denkzettel verpasst. In der ersten Runde der Regionalwahlen stimmten sie nach Angaben des Innenministeriums mehrheitlich für die Sozialisten und andere linke Parteien. Sarkozys bürgerlich-rechtes Regierungsbündnis UMP erreichte mit 26 Prozent ein katastrophal schlechtes Ergebnis und geht damit nahezu chancenlos in die zweite Wahlrunde in einer Woche. Stärker als erwartet schnitt auch die rechtsextreme Nationale Front ab, die laut vorläufigen Ergebnissen noch vor den Grünen drittstärkste Kraft werden könnte. Die Wahlbeteiligung fiel auf ein Rekordtief von 46 Prozent.

MOSKAU: Bei den Regional- und Kommunalwahlen in Russland hat die Regierungspartei Geeintes Russland ihre Führungsposition erwartungsgemäß verteidigt. Die Partei von Regierungschef Putin musste aber deutliche Einbußen hinnehmen. Nach Angaben der Wahlkommission erhielt sie je nach Region zwischen 43 und 70 Prozent der Stimmen. Die Kommunistische Partei ging mit Ergebnissen zwischen 18 und 24 Prozent als Zweitplatzierte aus den Wahlen hervor.

BERLIN: Aus der katholischen Kirche in Deutschland kommen immer mehr Appelle an Papst Benedikt XVI., zu den Missbrauchsfällen in kirchlichen Einrichtungen öffentlich Stellung zu nehmen. Nach der Reformbewegung "Wir sind Kirche" forderte nun auch der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) den Papst auf, nicht länger zu schweigen. Das Thema sexueller Missbrauch beschäftige die Menschen, ob sie gläubig seien oder nicht, sagte der BDKJ-Vorsitzende Tänzler der "Berliner Zeitung". Eine Stellungnahme Benedikts sei auch deshalb nötig, weil die Kirche in Deutschland in einer ihrer tiefsten Sinnkrisen seit 1945 stecke.

SANTIAGO: In weiten Teilen Chiles ist vorübergehend der Strom ausgefallen. Betroffen waren auch die Hauptstadt Santiago und die vom Erdbeben Ende Februar besonders schwer beschädigte Stadt Concepciòn. Ob der riesige Stromausfall, der über 2.000 Kilometer hinweg Gebiete im Norden und Süden des Landes betraf, durch Erdbebenschäden verursacht wurde, ist unklar.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Weiterhin wechselhaft und immer wieder Schauer - in höheren Lagen teils als Schnee oder Graupel. Die Tageshöchstwerte bewegen sich zwischen zwei und acht Grad.

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