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Nachrichten

Montag, 15. Juni 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Der iranische Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi hat laut Agenturberichten die für diesen Montag geplante Protest-Kundgebung in Teheran abgesagt. Die Veranstaltung war zuvor vom Innenministerium verboten worden. Mussawi wollte sich mit einer Rede auf dem zentralen "Platz der Freiheit" an das iranische Volk wenden und hatte seine Anhänger zu einem Sternmarsch aufgerufen. Der Reformpolitiker sieht sich selbst als Sieger der Präsidentenwahl vom vergangenen Freitag, bei der er nach offiziellen Angaben Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad unterlag. Bei Demonstrationen von Oppositionsanhängern, die das Ergebnis anzweifeln und Wahlbetrug vermuten, war es in den vergangenen Tagen in Teheran wiederholt zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Die EU-Kommission forderte den Iran zu einer Klärung der Betrugsvorwürfe auf. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier bestellte den iranischen Botschafter ins Auswärtige Amt ein.

WASHINGTON: Die jüngste Grundsatzrede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zum Nahost-Konflikt ist von den USA und der Europäischen Union positiv aufgenommen worden. US-Präsident Barack Obama sprach von einem "wichtigen Schritt nach vorn". Ähnlich äußerte sich der tschechische Außenminister Jan Kohout, dessen Land zurzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat. Netanjahu hatte sich in seiner Rede erstmals grundsätzlich für einen unabhängigen Palästinenser-Staat ausgesprochen. Als Bedingungen nannte er unter anderem, dass ein solcher Staat entmilitarisiert sein und Israel als jüdischen Staat anerkennen müsse. Kritik gab es vonseiten der Palästinenser. Chefunterhändler Sajeb Erekat warf Netanjahu vor, zentrale Streitpunkte einseitig festzulegen statt darüber zu verhandeln.

BERLIN: Mit einem eindrucksvollen Auftritt hat SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier seine Genossen auf den Bundestagswahlkampf eingeschworen. Trotz des Debakels für die Sozialdemokraten bei der Europawahl und schlechter Umfragewerte sei die Abstimmung im September noch nicht entschieden, rief Steinmeier den rund 500 Delegierten des SPD-Parteitags am Wochenende zu. Ohne Gegenstimme nahm dieser das so genannte "Regierungsprogramm" an, in dem die Sozialdemokraten versprechen, Familien und Geringverdiener zu entlasten. Im Gegenzug sollen Reiche und Spitzenverdiener zur Kasse gebeten werden. Eine Zusammenarbeit mit der Linken auf Bundesebene schließt die SPD für die nächsten Jahre aus.

BERLIN: Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat an die Regierung appelliert, die Banken weiter zu unterstützen. Wegen der zurückhaltenden Versorgung der Wirtschaft mit Krediten könne die Lage in den Unternehmen in den kommenden Wochen noch schwieriger werden, fürchtet Verbandspräsident Hans-Peter Keitel. Der BDI trifft sich am heutigen Montag zu einem "Tag der deutschen Wirtschaft". Auf der Konferenz werden auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier erwartet. Keitel sprach sich zudem für Steuerentlastungen aus. Jetzt entscheide sich, wie es nach Überwindung der Krise weitergehen solle, so Keitel.

KÖLN: Vor Beginn weiterer Tarifverhandlungen wollen Erzieherinnen und Sozialarbeiter kommunaler Kindertagesstätten mit Streiks und einer Großdemonstration noch einmal Druck ausüben. In Köln begann eine Kundgebung, zu der die Gewerkschaft Verdi zehntausende Teilnehmer erwartet. Geplante Auftritte von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, SPD-Chef Franz Müntefering und anderen Bundespolitikern neben Gewerkschaftschef Frank Bsirske sorgten bereits vorab für Streit. Der Deutsche Städtetag sprach von einem Verstoß gegen tarifpolitische Grundsätze. Dagegen begrüßten Gewerkschaftsvertreter den Einsatz. Der Bund gebe den Kommunen Geld für den Ausbau der Kindertagesstätten, da könne Ministerin von der Leyen auch Forderungen stellen, hieß es.

BERLIN: Das Schicksal der sieben Deutschen, die zusammen mit einem Briten und einer Südkoreanerin im Jemen verschwunden sind, ist weiter unklar. Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes in Berlin bemühe sich nach wie vor um Aufklärung, sagte ein Sprecher. Von einer Entführung wollte er aber wie bereits am Vortag nicht sprechen. Bei den verschleppten Deutschen soll es sich um ein Ehepaar und deren drei Kinder sowie zwei Krankenschwestern handeln. Der Deutsche arbeitet in einem staatlichen Krankenhaus in Saada. Rebellen im Jemen haben in der Vergangenheit wiederholt Ausländer verschleppt, zumeist um inhaftierte Gesinnungsgenossen freizupressen.

GLASGOW: In Europa gibt es den ersten Todesfall durch die Schweinegrippe. In einem Krankenhaus in Schottland sei ein Patient an dem H1N1-Virus gestorben, teilte ein Regierungssprecher in Glasgow mit. Die Person sei bereits zuvor durch eine andere Krankheit geschwächt gewesen. Nach britischen Medienberichten soll es sich um eine 38-jährige Frau handeln, die erst vor kurzem ein Kind zur Welt gebracht hat. Weltweit hat die Schweinegrippe inzwischen mindestens 145 Todesopfer gefordert, die meisten davon in Mexiko. Rund 30.000 Menschen sind mit dem Virus infiziert. In Deutschland sind bisher 168 Erkrankungen bestätigt.

PARIS: In der französischen Hauptstadt öffnet auf dem Flughafen Le Bourget der Internationale Luft- und Raumfahrt-Salon. Die größte Luftfahrtmesse der Welt steht zu ihrem hundertjährigen Bestehen im Zeichen einer schweren Branchenkrise. So rechnen die beiden weltgrößten Flugzeugbauer Airbus und Boeing anders als in den Vorjahren mit nur wenigen Bestellungen und wollen deshalb ihre Produktion drosseln. Andere Hersteller wie etwa Gulfstream oder Cessna nehmen erst gar nicht an der Luftfahrtschau teil.

ZUM FUßBALL: Europameister Spanien hat zum Auftakt des Confederation-Pokals in Südafrika seinen ersten Gegner Neuseeland mit 5 : 0 besiegt. Stürmer Fernando Torres erzielte dabei in Rustenburg drei Tore. Der Turnierfavorit übernahm in seiner Gruppe die Führung vor Gastgeber Südafrika und Irak, die sich im Eröffnungsspiel 0 : 0 getrennt hatten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten heiter und meist trocken. Nach Süden hin wolkiger und häufig Regen oder Gewitter. Die Temperaturen liegen bei 18 bis 24 Grad Celsius.

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