1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 15. Januar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

MÜNCHEN: In der Führungskrise der CSU kommt der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber an diesem Montag mit mehreren Spitzenpolitikern der Partei zusammen. Zur Stunde berät Stoiber mit Landtagspräsident Alois Glück, später ist ein Treffen mit CSU-Fraktionschef Joachim Herrmann vorgesehen. Herrmann hat als erster führender CSU-Politiker Stoibers Spitzenkandidatur 2008 in Frage gestellt. Zugleich kündigte er eine - wie es hieß - 'ergebnisoffene' Aussprache bei der Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion an, die am Nachmittag in Wildbad Kreuth beginnt. Stoiber selbst zeigte sich entschlossen, um seine Ämter zu kämpfen. Der CSU-Chef wird in Kreuth zunächst mit dem erweiterten Fraktionsvorstand sprechen. Am Dienstag will er sich dann den 124 Abgeordneten stellen.

DRESDEN: In der sächsischen Landeshauptstadt haben die Innen- und Justizminister der 27 EU-Staaten ihre Beratungen wieder aufgenommen. Zentrales Thema ist die Verbesserung der Zusammenarbeit im Kampf gegen Terrorismus, grenzüberschreitende Kriminalität und illegale Einwanderung. Auf der Tagesordnung stehen zudem rechtliche Verbesserungen für Bürger, die im EU-Ausland arbeiten, verheiratet sind oder Eigentum besitzen. Die erste Ratstagung unter deutscher EU-Präsidentschaft wird von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und Justizministerin Brigitte Zypries geleitet. Zypries will in Dresden auch dafür werben, fremdenfeindliche oder rassistische Äußerungen, mit denen zu Hass und Gewalt aufgestachelt wird, EU-weit unter Strafe zu stellen.

BERLIN: Mit vielfältigen Aktionen wollen die großen Gewerkschaften gegen die geplante Rente mit 67 vorgehen. Erste Proteste soll es schon am Dienstag bei Thyssen-Krupp geben. IG Metall-Vize Berthold Huber sagte, seine Gewerkschaft sei nicht gegen die Erhöhung des tatsächlichen Renteneintrittsalters, aber die Beschäftigten müssten es gesund erreichen können. Vor allem Akkord- und Schichtarbeiter fragten sich, wie dies gehen solle. Verdi-Chef Frank Bsirske forderte die Bundesregierung auf, das Konzept zur Rente mit 67 ganz fallen zu lassen.

BERLIN: Der Krankenstand in Deutschland ist nach einem Bericht der Tageszeitung 'Die Welt' auf ein Rekordtief gefallen. Das Blatt beruft sich auf die neue Statistik des Gesundheitsministeriums in Berlin. Danach fehlten die Beschäftigten im vergangenen Jahr im Durchschnitt 7,2 Arbeitstage. Die Fehlzeiten wegen Krankheit sind damit das siebte Jahr in Folge rückläufig. Experten führen dies vor allem auf die Angst der Arbeitnehmer vor dem Verlust des Arbeitsplatzes zurück.

BAGDAD: Im Irak sind die beiden Todesurteile gegen zwei frühere Gefolgsleute von Ex-Präsident Saddam Hussein vollstreckt worden. Der ehemalige Geheimdienstchef und Halbbruder Saddams, Barsan el Tikriti, sowie der frühere Gerichtspräsident Awad el Bandar wurden am frühen Morgen gehängt. Ein Regierungssprecher betonte auf einer Pressekonferenz, die beiden seien nicht gedemütigt worden. Entsprechende Szenen auf einem Privatvideo von der Hinrichtung Saddams am 30. Dezember hatten im In- und Ausland für Kritik und Proteste gesorgt. Die beiden waren zusammen mit dem früheren Präsidenten Anfang November von einem irakischen Sondergericht wegen eines Massakers an Schiiten in den 80er Jahren zum Tode verurteilt worden.

JERUSALEM: US-Außenministerin Condoleezza Rice ist im Rahmen ihrer Nahost-Reise mit Israels Regierungschef Ehud Olmert zusammengetroffen. Thema dürfte wie bereits gestern in Gesprächen mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas und Jordaniens König Abdullah die Wiederbelebung des Friedensprozesses sein. Abdullah hatte Rice aufgefordert, mehr Druck auf Israelis und Palästinenser auszuüben, um einen - so wörtlich- lebensfähigen Palästinenserstaat zu schaffen. Derweil berichtet die Zeitung 'Haaretz', die größte jüdische Siedlung Maale Adumim am Rande Jerusalems solle weiter ausgebaut werden. Dies wäre ein Verstoß gegen den internationalen Nahost-Friedensfahrplan.

MOGADISCHU: In der somalischen Hauptstadt haben islamistische Aufständische in der Nacht zum Montag einen Konvoi der äthiopischen Truppen angegriffen. Bei den anschließenden Kämpfen soll es laut Regierungsangaben Tote auf beiden Seiten gegeben haben. Derweil gehen die diplomatischen Bemühungen zur Stationierung einer Friedenstruppe in dem Land weiter. Eine Delegation der Afrikanischen Union hält sich zu entsprechenden Gesprächen mit Vertretern der Übergangsregierung in Mogadischu auf. Kenia schickte mehrere Minister in acht afrikanische Staaten, um um Unterstützung für die Beteiligung an einer Friedenstruppe zu werben.

MANILA: 16 Staaten Ost- und Südostasiens wollen in der Energiepolitik enger zusammenarbeiten. Eine entsprechende Erklärung unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen in der süd-philippinischen Stadt Cebu. Künftig soll nach Mitteln und Wegen gesucht werden, die Abhängigkeit von konventionellen Energieformen zu verringern und alternative Energien zu fördern. Die Gipfelvorsitzende, die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo, sagte, die Erklärung zeige den gemeinsamen Willen aller Staaten, für eine stabile Energieentwicklung in der Region zu sorgen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig; im Norden einige Wolkenfelder. Entlang der Donau und des Mains länger anhaltender Nebel. Tageshöchstwerte fünf bis zehn Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 1 Grad, wolkig; Berlin und Dresden: 2 Grad, leicht bewölkt; Köln/Bonn: 1 Grad, leicht bewölkt; Frankfurt am Main: 0 Grad, Nebel und München: 0 Grad, fast wolkenlos.

Audio und Video zum Thema