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Nachrichten

Montag, 14. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Auf dem vorläufigen Höhepunkt des Bundestagswahlkampfes haben sich CDU-Kanzlerin Angela Merkel und ihr SPD-Herausforderer Frank-Walter Steinmeier bei einem so genannten Fernseh-Duell mit Angriffen weitgehend verschont. Beide verteidigten Erfolge der großen Koalition und schlossen auch eine Fortführung des Bündnisses nicht ausdrücklich aus. Zum härtesten Schlagabtausch kam es zwischen den Kontrahenten beim Thema Steuern und Finanzen. Merkel verteidigte das Versprechen der Union für Steuersenkungen, während Steinmeier wegen der hohen Neuverschuldung Zweifel anmeldete. Unterschiede wurden auch in der Atompolitik deutlich. Nach übereinstimmenden Umfrage-Ergebnissen brachte der TV-Auftritt keinen klaren Sieger hervor.

HAMBURG: Vor der deutschen Küste enstehen in der Nord- und der Ostsee demnächst 40 Windparks zur umweltfreundlicheren Gewinnung von Strom. Die Bundesregierung werde am Mittwoch die entsprechenden Gebiete festlegen, sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee dem "Hamburger Abendblatt". Demnach sind 30 Windparks in der Nordsee geplant. Zehn weitere Standorte für Windräder liegen in der Ostsee. Insgesamt sollen sie nach Tiefensees Angaben zwölf Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Der Minister erhofft sich durch den Ausbau der Wind-Energie zudem 30.000 neue Arbeitsplätze.

MÜNCHEN: Die jüngste tödliche Attacke Jugendlicher auf einen 50-Jährigen in einer S-Bahn-Station der bayerischen Landeshauptstadt hat die Diskussion über eine Verschärfung des Strafrechtes und eine bessere Überwachung im öffentlichen Nahverkehr angeheizt. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Unionsparteien im Bundestag, Wolfgang Bosbach, forderte mehr Sicherheitspersonal, um den Schutz möglicher Opfer nicht der Zivilcourage Einzelner zu überlassen. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt unterdessen wegen Mordes gegen einen 18-Jährigen und zwei 17-Jährige, die einen Geschäftsmann totgeprügelt hatten, nachdem dieser auf dem S-Bahnhof einen Streit mit anderen Jugendlichen schlichten wollte.

TEHERAN: Im Iran werden die Prozesse gegen angebliche Regierungsgegner fortgesetzt. Sechs Oppositionelle sollen nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Irna wegen ihrer Rolle während der Proteste gegen die Präsidentschaftswahl vom 12. Juni vernommen werden. Zu den Angeklagten gehört danach auch einer der Anführer der Studentenbewegung, Abdollah Momeni . - Seit Anfang August müssen sich mehr als 140 Oppositionelle vor dem "Revolutionsgericht in Teheran verantworten. Unter den Angeklagten sind auch eine Reihe ehemaliger Regierungsgegner. - Die Opposition spricht von Schauprozessen. Auch in der internationalen Gemeinschaft stoßen die Verfahren auf massive Kritik.

PEKING: Die Spannungen im Handel zwischen den USA und China verschärfen sich. Nach der Verhängung von amerikanischen Strafzöllen auf chinesische Reifen-Importe hat China seinerseits Ermittlungen wegen der angeblichen Ausfuhr von Hühnerfleisch und Autoteilen aus den USA zu Schleuderpreisen eingeleitet. Das chinesische Außenministerium warf den USA "ernsten Handelsprotektionismus" vor, der die wirtschaftlichen Beziehungen und eine frühe Erholung der Weltwirtschaft untergraben werde.

KOROR: Der Pazifik-Inselstaat Palau hat der Aufnahme von zunächst vier in dem US-Gefangenenlager Guantanamo inhaftierten Uiguren zugestimmt. Wie Präsident Johnson Toribiong mitteilte, erhielt Palau von der US-Regierung die letzten noch ausstehenden Informationen zu den Uiguren. Diese könnten sich nun vorläufig auf der Pazifik-Insel niederlassen. - Toribiong hatte sich bereits im Juni bereit erklärt, die aus China stammenden Uiguren aufzunehmen. Die USA hatten bereits vor vier Jahren den Terrorverdacht gegen sie fallengelassen. Sie wurden aber nicht nach China ausgewiesen, weil Peking sie als islamistische Aufständische betrachtet und ihnen dort Folter droht.

ISLAMABAD: Bei einem wahrscheinlichen US-Raketenangriff im Nordwesten Pakistans sind mindestens vier Extremisten getötet worden. Wie ein pakistanischer Geheimdienstbeamter sagte, traf eine Rakete ein Auto, in dem angeblich Taliban-Kämpfer im Stammesgebiet nahe der afghanischen Grenze unterwegs waren. Die Stammesregion gilt als Hochburg der radikalislamischen Taliban. Pakistan kritisiert die US-Angriffe auf seinem Territorium als Verletzung seiner Souveränität.

CARACAS: Russland gewährt Venezuela für Rüstungskäufe eine Kreditlinie über 2,2 Milliarden Dollar - umgerechnet 1,5 Milliarden Euro. Über diese Details berichtete der venezolanische Präsident Hugo Chávez jetzt erstmals bei einer Fernsehsendung. Mit der Anschaffung von 92 neuen T-72-Panzern und Boden-Luft-Raketen vom Typ "Smerch" könne Venezuela seine veraltete Ausrüstung erneuern und sei damit besser für einen möglichen Angriff der USA gewappnet, so der linksgerichtete Staatschef. Das Waffengeschäft mit dem Kreml war bereits in der vergangenen Woche während Chávez' Besuch in Moskau abgeschlossen worden. --- Venezuela hat seit 2005 bereits für mehr als vier Milliarden Dollar Rüstungsgüter in Russland gekauft, von Kampfflugzeugen über Hubschrauber bis hin zu Kalaschnikows.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist wechselnd bewölkt mit Schauern, nur im Norden durchweg trocken. Höchstwerte von 13 bis 20 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 14 Grad, regnerisch
Berlin: 12 Grad, dunstig
Dresden: 11 Grad, bedeckt
Köln/Bonn: 12 Grad, stark bewölkt
Frankfurt am Main: 12 Grad, regnerisch
München: 11 Grad, regnerisch

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