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Nachrichten

Montag, 14. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. ‎

LUXEMBURG/JERUSALEM: Israel ist nach Angaben europäischer Diplomaten bereit, die Blockade des Gazastreifens spürbar zu lockern. Die EU habe entsprechende Hinweise erhalten, hieß es am Rande eines Außenministertreffens in Luxemburg. Bisher erlaubt Israel nur den Transport bestimmter Güter über verschiedene Grenzübergänge in den Gazastreifen. Künftig soll diese Positivliste durch eine Auflistung verbotener Güter ersetzt werden. Dies würde den Handel deutlich erleichtern, sagte ein EU-Vertreter. - Angesichts massiver internationaler Kritik stimmte Israel inzwischen zu, den blutigen Militäreinsatz gegen eine Schiffsflotte mit Gaza-Hilfsgütern zumindest von einer internen Kommission untersuchen zu lassen. Ihr sollen auch zwei ausländische Beobachter angehören.

BRÜSSEL: In Belgien haben die flämischen Nationalisten die vorgezogene Parlamentswahl gewonnen. Nach Angaben des Innenministeriums in Brüssel wird die "Neue Flämische Allianz", die offen für einen eigenständigen Staat Flandern eintritt, künftig die meisten Abgeordneten im Parlament stellen. In der frankophonen Wallonie im Süden Belgiens wurden die Sozialisten stärkste politische Kraft. Politische Beobachter gehen davon aus, dass sich die Regierungsbildung Wochen oder gar Monate hinziehen könnte.

BISCHKEK: Die schweren Unruhen im Süden Kirgisistans treiben immer mehr Menschen in die Flucht. Wie die Behörden des Nachbarlandes Usbekistan mitteilten, sind bereits bis zu 80.000 Menschen aus der Region um die Städte Osch und Dschalal-Abad geflohen. Bei den meisten Flüchtlingen handele es sich um Frauen, Kinder und Angehörige der usbekischen Minderheit, berichteten Augenzeugen. Bei den seit Tagen andauernden Unruhen wurden nach jüngsten Angaben bisher fast 120 Menschen getötet und etwa 1.500 verletzt.

ATHEN: Eine Delegation der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds ist nach Griechenland gereist, um die Fortschritte der dortigen Regierung im Kampf gegen die Schuldenkrise zu prüfen. Die Delegierten wollen eine Woche lang vor allem Gespräche im Finanzministerium führen. Die Regierung in Athen hatte zugesagt, die Neuverschuldung des Landes in diesem Jahr auf 8,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu begrenzen. Im vergangenen Jahr lag sie bei fast 14 Prozent. IWF und EU haben ein Rettungspaket von 110 Milliarden Euro geschnürt, um Griechenland vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren.

BAGDAD: Mehr als drei Monate nach der Parlamentswahl im Irak sind die Abgeordneten zu ihrer konsituierenden Sitzung zusammengekommen. Stärkste Kraft ist das Wahlbündnis des früheren Ministerpräsidenten Ijad Allawi mit 91 der insgesamt 325 Mandate. Allerdings hat die sogenannte "Rechtsstaatsallianz" von Regierungschef Nuri el Maliki ein Büdndis mit der "Irakischen Nationalen Allianz" geschlossen, dem insgesamt 159 Abgeordnete angehören. Wer den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten wird, ist noch ungeklärt.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel trifft an diesem Montag mit dem französischen Präsidenten Sarkozy zusammen, um den bevorstehenden EU-Gipfel vorzubereiten. Derzeit gibt es unterschiedliche Vorstellungen, wie die EU künftig Krisen des Euro verhindern kann. Sarkozy hält die deutsche Sparpolitik für falsch, weil sie die Wachstumspolitik bremse. Frankreich strebt eine europäische Wirtschaftsregierung auf der Ebene der Euro-Länder an, die Merkel aber ablehnt. Die Kanzlerin befürchtet eine Spaltung der EU.

ZUM FUSSBALL: Der Auftaktsieg der deutschen Nationalmannschaft bei der FIFA-Weltmeisterschaft in Südafrika hat für Begeisterung in Deutschland gesorgt. Nach dem klaren 4:0-Sieg gegen Australien feierten tausende Menschen auf den Straßen. - An diesem Montag spielen in der Gruppe E die Niederlande gegen Dänemark und Japan gegen Kamerun. Titelverteidiger Italien trifft in der Gruppe F auf Paraguay.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils freundlich, teils wolkig. Im Süden stellenweise Schauer und Gewitter, im Norden weitgehend trocken. Die Temperaturen steigen auf 15 Grad an der Küste und bis auf 23 Grad im Rheinland.

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