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Nachrichten

Montag, 14. Januar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

JERUSALEM: Israelis und Palästinenser haben ihre Verhandlungen über die Kernfragen des Nahostkonflikts aufgenommen. In Jerusalem trafen die israelische Außenministerin Zipi Liwni und der ehemalige palästinensische Ministerpräsident Ahmed Korei zusammen. Gemeinsam mit ihren Delegationen wollen sie insbesondere über die Frage der Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge, die Grenzen eines Palästinenserstaates und über den Status von Jerusalem verhandeln. Die Gespräche sollen binnen Jahresfrist zur Bildung eines palästinensischen Staates führen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sprach von den ernsthaftesten Friedensgesprächen seit sieben Jahren. Die Verhandlungen waren im November bei der Nahostkonferenz in Annapolis in den USA vereinbart worden, sind aber wegen des Streits um den Ausbau jüdischer Siedlungen im Westjordanland bisher nicht vorangekommen.

RIAD: US-Präsident George W. Bush wird an diesem Montag in Saudi-Arabien erwartet, der vorletzten Station seiner Nahost-Reise. Bei den Gesprächen mit dem saudischen König Abdullah wird es vor allem um eine gemeinsame Politik gegen den Iran sowie um den Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern gehen. Außerdem soll in der Hauptstadt Riad ein Abkommen über neue US-Rüstungslieferungen im Wert von umgerechnet 13,5 Millionen Euro bekanntgegeben werden. Bush hatte am Sonntag in einer Rede in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, für ein geschlossenes Vorgehen gegen den Iran geworben. Der Iran sei der führende Unterstützerstaat des Terrorismus und eine Gefahr für den Weltfrieden, so der US-Präsident. Letzte Station der achttägigen Bush-Reise ist am Mittwoch Ägypten.

RIAD: Zum Auftakt einer dreitägigen Nahostreise hat der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy in Saudi Arabien eine Reihe bilateraler Verträge unterzeichnet. Abgeschlossen wurden unter anderem Abkommen zur Öl- und Gas-Förderung. Sarkozy bot dem saudischen König Abdullah auch die Dienste der französischen Atomenergiekommission an, um Möglichkeiten für die wirtschaftliche Nutzung der Kernenergie in Saudi-Arabien zu erkunden. Am Dienstag will Sarkozy mit den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Abkommen zur nuklearen Zusammenarbeit unterzeichnen. Dies wäre der dritte Vertrag dieser Art mit einem arabischen Land, nach Libyen und Algerien.

PEKING: Indiens Ministerpräsident Manmohan Singh hat sich für eine verstärkte Zusammenarbeit der Wirtschaft seines Landes mit China ausgesprochen. Beide Länder müssten zusammenarbeiten, um ihren Beitrag zur Wiedererstarkung der Wirtschaft und der Wechselbeziehungen in Asien zu leisten, sagte Singh zum offiziellen Auftakt seines Staatsbesuchs in Peking. Als Beispiele nannte er den Bausektor, die Bildung, den Tourismus und Finanzdienstleistungen. Singh hält sich zu einem dreitägigen Besuch in China auf, dem ersten eines indischen Ministerpräsidenten seit fünf Jahren. Noch für diesen Montag stand ein Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Wen Jiabao auf dem Programm. Das Verhältnis zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Ländern der Erde ist trotz rasant steigendem Wirtschaftsaustausch durch Grenzstreitigkeiten belastet.

SEOUL: Südkoreas künftiger Präsident Lee Myung Bak hat seine Bereitschaft zu Gesprächen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il erklärt. Wenn ein solches Treffen dazu beitrage, die Beziehungen zwischen beiden Staaten zu verbessern und den Norden zu bewegen, sein Atomprogramm aufzugeben, sei er jederzeit dazu bereit, sagte Lee auf einer Pressekonferenz in Seoul. Das nächste innerkoreanische Treffen solle aber in Seoul stattfinden. Die beiden ersten Koreagipfel in den Jahren 2000 und 2007 hatten in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang stattgefunden. Lee, der am 25. Februar die Nachfolge von Präsident Roh Moo Hyun antritt, sprach sich auch dafür aus, das Verhältnis zu den USA wieder enger zu gestalten.

BERLIN: Im Iran werden nach einem Bericht von Amnesty International immer noch Menschen zu Tode gesteinigt. Obwohl die Regierung in Teheran bereits zugesichert habe, keine Menschen mehr zu steinigen, habe es seitdem mehrfach Hinrichtungen dieser Art gegeben, teilte die Menschenrechtsorganisation in Berlin mit. Meistens seien Frauen von dieser grausamen Form der Hinrichtung betroffen. Der Tod durch Steinigung werde vor allem bei Ehebruch verhängt. Amnesty International forderte die iranische Regierung auf, alle noch anstehenden Steinigungen auszusetzen und die Anwendung der Todesstrafe durch Steinigung abzuschaffen.

BERLIN: Nach monatelangem Streit und mehreren Streiks im Schienenverkehr haben sich die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft der Lokführer auf Grundzüge eines Tarifvertrags geeinigt. Danach erhalten die Lokführer eine zweistufige Lohnerhöhung im Volumen von insgesamt elf Prozent, ihre Arbeitszeit wird von 41 auf 40 Stunden pro Woche reduziert. Außerdem erhalten sie einen eigenständigen Tarifvertrag. Bahn-Personalvorstand Margret Suckale sagte, es gebe nur noch Details zu klären. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee äußerte sich erleichtert über die Einigung.

BERLIN: Der hessische Ministerpräsident Roland Koch stößt mit seinem neuen Vorstoß zur Ausweitung des Jugendstrafrechts auch innerhalb seiner Partei, der CDU, auf Ablehnung. Die "Neue Osnabrücker Zeitung" zitiert den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Bosbach mit den Worten, man sei der Auffassung, dass die Strafmündigkeit bei 14 Jahren bleiben sollte. Am Wochenende hatten Politiker der SPD und FDP empört auf den Vorstoß Kochs reagiert, das Jugendstrafrecht auch auf jüngere Straffällige anzuwenden. Bislang gelten sie als strafunmündig. Der Streit, der im hessischen Landtagswahlkampf aufgeflammt war, belastet inzwischen auch die Große Koalition in Berlin.

LOS ANGELES: Der britische Liebesfilm "Abbitte" hat den Golden Globe in der Kategorie "bestes Filmdrama" erhalten. Der Musikfilm "Sweeny Todd" mit Johnny Depp in der Hauptrolle eines Massenmörders wurde in Beverly Hills zum besten Musical gekürt. Als beste Schauspieler in einem Drama wurden Julie Christie und Daniel Day-Lewis geehrt. Die Golden Globes gelten nach den Oscars als zweitwichtigste US-Filmpreise. Wegen des Streiks der Drehbuchautoren wurden die Preisträger in diesem Jahr allerdings nicht auf einer Gala, sondern auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen wechselnd bewölkt und etwas Regen, ansonsten längere sonnige Abschnitte. Höchstwerte zwischen minus ein und plus zehn Grad.

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