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Nachrichten

Montag, 13. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Nach Enthüllungen über ein umstrittenes Anti-Terror-Programm des Geheimdienstes CIA ist in den USA eine Debatte über die Methoden der früheren Regierung von George W. Bush entbrannt. Dabei gerät vor allem der ehemalige Vizepräsident Dick Cheney unter Druck. Auf sein Geheiß soll die CIA dem Kongress Informationen über das geheime Programm vorenthalten haben. Der heutige CIA-Direktor Leon Panetta habe die Verwicklung Cheneys bei einem Kongress-Briefing deutlich gemacht, sagte die demokratische Senatorin Dianne Feinstein. Panetta habe das Projekt sofort gestoppt. Das Programm wurde angeblich nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gestartet. Nach Angaben des "Wall Street Journal" zielte es darauf ab, El Kaida-Terroristen gefangen zu nehmen oder zu töten. Die US-Demokraten fordern nun eine unabhängige Untersuchung.

ISLAMABAD: Nach dem Ende der Kämpfe zwischen Taliban und der Armee hat Pakistan mit dem Rücktransport von Flüchtlingen in die Swat-Region im Nordwesten des Landes begonnen. Busse und Lastwagen holten etliche Familien aus Lagern in der Nordwest-Provinz ab. Viele Familien lehnten jedoch eine Abreise ab, solange die zugesagten Hilfsgelder nicht ausgezahlt seien. Regierungschef Yousuf Raza Gillani hatte am Donnerstag angekündigt, dass rund zwei Millionen Vertriebene von diesem Montag an in ihre Häuser zurückkehren könnten. Das pakistanische Militär hatte nach massivem Druck aus den USA Ende April in der Region eine Offensive gegen die radikalislamischen Taliban gestartet.

SEOUL: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il ist laut Medienberichten schwerer erkrankt als bisher angenommen. Wie das südkoreanische Fernsehen unter Berufung auf Geheimdienstkreise berichtet, leidet Kim an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Bereits im vergangenen Jahr soll er einen Schlaganfall erlitten haben. Kims Gesundheitszustand dürfte neue Spekulationen darüber auslösen, wer sein Nachfolger an der Spitze des abgeschotteten kommunistischen Landes wird. Angesichts der jüngsten Atom- und Raketentests beobachtet der Westen mit großer Sorge die politische Entwicklung in Nordkorea.

KHARTUM: Anderthalb Jahre nach ihrer Entsendung nach Darfur warten die UN-Blauhelme in der sudanesischen Unruheprovinz noch immer auf dringend benötigte Hubschrauber. Die Chefin der Abteilung für logistische Unterstützung für die UN-Friedenseinsätze, Susana Malcorra, sagte in Khartum, für die gemeinsame Mission der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union seien 24 Militärhubschrauber vorgesehen. Diese sollen für Patrouillen in dem großen Gebiet im Westen des Sudan eingesetzt werden. Als einziges Land habe bisher nur Äthiopien fünf Helikopter zugesagt, die aber erst im Oktober bereitstünden, erklärte Malcorra. Das Fehlen der Hubschrauber schränke die Mobilität der Blauhelme deutlich ein.

WARSCHAU: Bundespräsident Horst Köhler ist zu einem Kurzbesuch in Warschau eingetroffen. Die Polenvisite ist die erste Auslandsreise der zweiten Amtszeit Köhlers, die am 1. Juli begonnen hat. Bereits vor fünf Jahren hatte ihn seine erste Auslandsreise nach Polen geführt. In Warschau trifft Köhler mit seinem Kollegen Lech Kaczynski und mit Ministerpräsident Donald Tusk zusammen. Am Nachmittag will Köhler nach Frankreich fliegen. Auch 2004 hatte Köhler bei seinen Antrittsbesuchen diese Reihenfolge gewählt. Seine Amtsvorgänger hatten in der Regel als erstes Land Frankreich besucht.

KOBLENZ: Ein Deutsch-Pakistaner wurde wegen Unterstützung des Terrornetzwerks El Kaida zu acht Jahren Haft verurteilt. Das Oberlandesgericht Koblenz befand den 47-Jährigen der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung für schuldig. Darüber hinaus wurde er für Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz für schuldig befunden. Der Verurteilte gilt als eine der Schlüsselfiguren von El Kaida in Deutschland. Er wurde im Februar 2008 festgenommen.

BERLIN: Aufgrund der Wirtschaftskrise haben sich in Deutschland Arbeitnehmer so selten krank wie noch nie zuvor gemeldet. Nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" ist der Krankenstand in den Betrieben im ersten Halbjahr auf ein historisches Tief gefallen. Danach haben Arbeitnehmer in den ersten sechs Monaten 2009 im Schnitt 3,5 Tage gefehlt. Das sei der niedrigste Stand in einem ersten Halbjahr seit Einführung der Statistik 1970. - Arbeitsmarktexperten machten vor allem die Angst, in Zeiten der Wirtschaftskrise im Krankheitsfall den Arbeitsplatz zu gefährden, für die weiter sinkenden Fehlzeiten verantwortlich.

FRANKFURT AM MAIN: Kaum ein Arbeitnehmer in Deutschland arbeitet bis zum 65. Lebensjahr. Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei gehe hervor, dass nur jeder Vierzehnte im Alter von 63 bis 65 Jahre eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitstelle habe, berichtet die "Frankfurter Rundschau". Demnach sinkt die Beschäftigungsquote rapide ab einem Alter von Mitte 50. - In der Altersklasse 55 bis 58 Jahre stehen den Angaben zufolge 39,4 Prozent voll im Berufsleben. Bei den 58- bis 63-Jährigen sinkt die Quote auf 26,6 Prozent, in der Altersklasse darüber auf 7,4 Prozent.

CAPE CANAVERAL: Der bereits mehrfach verschobene Start der US-Raumfähre "Endeavour" verzögert sich weiter. Wenige Minuten vor dem geplanten Starttermin am Sonntagabend Ortszeit wurde der Countdown wegen eines heranziehenden schweren Gewitters abgebrochen. Der Weltraumflug war Mitte Juni schon zwei Mal wegen Lecks in einer Wasserstoffleitung und am Samstag wegen Blitzeinschlägen in der Nähe der Startrampe in Florida verschoben worden. Nun soll die Raumfähre am Montagabend Ortszeit abheben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden wolkig mit Auflockerungen und örtlichen Schauern. In der Mitte zeitweise heiter und nur einzelne Schauer. Im Süden wechselnd wolkig mit örtlichen Schauern oder Gewittern, die teilweise heftig sein können. Höchstwerte 20 bis 27 Grad Celsius.

Hamburg: 16°

Berlin, Köln/Bonn, Frankfurt am Main, München: 17° sowie

Dresden: 18°

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