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Nachrichten

Montag, 13. April 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BANGKOK: Nach Verhängung des Notstandes ist es in der thailändischen Hauptstadt zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Polizei und protestierenden Regierungsgegnern gekommen. Trotz des Versammlungsverbotes hätten tausende Regierungsgegner in Bangkok zahlreiche Busse gestoppt und damit Straßen blockiert, heißt es in Korrespondentenberichten. Danach versuchten Armee und Polizei, die zum Teil bewaffneten Demonstranten mit Tränengas und Wasserwerfern auseinanderzutreiben und feuerten Warnschüsse ab. Mindestens 70 Menschen sollen verletzt worden sein. Zuvor hatte Ministerpräsident Abhisit Vejjajivat, flankiert von den Chefs der Armee und der Polizei, in einer Fernsehansprache Putschgerüchte zurückgewiesen. Bei den Demonstranten handelt es sich überwiegend um Anhänger des 2006 gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra, die Abhisits Rücktritt fordern. Thaksin kündigte an, er könne jederzeit aus dem Exil zurückkehren und die Revolte anführen.

WASHINGTON: Nach der Befreiung des von Piraten vor Somalia entführten amerikanischen Kapitäns Richard Phillips rechnet die US-Marine mit einer Eskalation der Gewalt in der Region. Die Tötung von drei Piraten könnte Folgen haben, sagte Vizeadmiral Bill Gortney. Bei der Befreiungsaktion am Sonntag hatten Scharfschützen drei der Seeräuber getötet, die Phillips als Geisel genommen hatten. Ein vierter Pirat wurde festgenommen. Phillips sei wohlauf, sagte Gortney. Vor der Befreiung seien Verhandlungen mit den Piraten gescheitert, für Phillips habe unmittelbare Lebensgefahr bestanden. - Wie Gortney bestätigte, hatte sich Phillips nach einem Angriff von Piraten auf sein Container-Schiff am Mittwoch als Geisel angeboten, um die Besatzung zu schützen. Die Seeräuber verschleppten ihn auf ein Rettungsboot, das - beobachtet von US-Kriegsschiffen - im Meer trieb. In den USA wird Phillips als Held gefeiert.

KABUL: In Afghanistan sind bei zwei Bombenanschlägen mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, starben in der westlichen Provinz Herat vier Insassen eines Minibusses, als ein am Straßenrand versteckter Sprengsatz explodierte. Nach Regierungsangaben wurden bei einem weiteren Anschlag in der südöstlichen Provinz Chost zwei afghanische Wachleute einer Sicherheitsfirma getötet. Ein Bundeswehrkonvoi in Masar-i-Scharif im Norden Afghanistans war Ziel eines Sprengstoffanschlages. Dabei wurde nach Angaben des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam niemand verletzt.

COLOMBO: Mit einer zweitägigen Feuerpause im Kampf gegen die tamilischen Rebellen will die Regierung von Sri Lanka eingeschlossenen Zivilisten die Flucht aus dem Kampfgebiet ermöglichen. Am Montag stellten die Streitkräfte ihre Offensive gegen die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) auf Anweisung von Präsident Mahinda Rajapaksa vorübergehend ein. Zum srilankischen Neujahrsfest am 13. und 14. April sind lediglich Aktionen defensiver Natur gestattet. Nach UN-Angaben sitzen mehr als 100.000 Menschen in einem 20 Quadratkilometer großen Gebiet zwischen den Fronten fest. Ein Militärsprecher erklärte, die Menschen seien aufgefordert worden, das Gebiet zu verlassen.

NEU DELHI: Bei einem Feuergefecht zwischen maoistischen Kämpfern und Sicherheitskräften sind in Indien mindestens elf Polizeibeamte und vier Rebellen getötet worden. Wie ein Polizeisprecher weiter mitteilte, waren die Maoisten im Unionsstaat Orissa in eine Bauxit-Mine eingedrungen, vermutlich um Sprengstoff zu stehlen. Dies sei ihnen nicht gelungen. - Am Donnerstag beginnen in Indien Parlamentswahlen.

CHISINAU: In Moldawien hat das Verfassungsgericht eine Woche nach der Parlamentswahl die Neuauszählung der Stimmzettel angeordnet. Zugleich müssen die Wählerlisten überprüft werden. Das Gericht setzte der Wahlkommission hierfür eine Frist von neun Tagen. Die Richter kommen damit einer Forderung der Opposition nach. Diese wirft den regierenden Kommunisten massiven Wahlbetrug vor. In den Wählerlisten seien auch Namen von längst Verstorbenen verzeichnet, lautet der Vorwurf. In der Hauptstadt Chisinau protestierten auch an diesem Sonntag wieder mehrere tausend Menschen gegen den Wahlsieg der Kommunisten und das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte bei den Demonstrationen in der vergangenen Woche. - Bei der Wahl am 5. April hatte dem amtlichen Endergebnis zufolge die Kommunistische Partei von Staatschef Wladimir Woronin 60 der 101 Parlamentssitze gewonnen.

TIFLIS: In Georgien dauern die Proteste gegen Präsident Michail Saakaschwili an. Den vierten Tag in Folge zogen mehrere tausend Menschen durch die Hauptstadt Tiflis und forderten den Rücktritt des Staatschefs, wie die Nachrichtenagentur AP meldet. Ursprünglich hatte es geheißen, die Aktionen würden aus Anlass des Palmsonntags der Orthodoxen Kirche für einen Tag ausgesetzt. Die Demonstranten werfen Saakaschwili unter anderem Versagen im Krieg gegen Russland im vergangenen August vor. Der Präsident betont indes, er wolle bis zum Ende seiner Amtszeit im Jahr 2013 an der Staatsspitze bleiben.

BERLIN: Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske hat ein drittes Konjunkturprogramm gefordert. Der Nachrichtenagentur AP sagte Bsirske zur Begründung, die Konjunkturprognosen für Deutschland würden immer schlechter. Deshalb müssten die Gegenmaßnahmen entsprechend angepasst werden. Ein drittes Programm müsse deutlich größer sein als das zweite Konjunkturpaket der Bundesregierung mit seinen 50 Milliarden Euro, sagte der Verdi-Vorsitzende.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat den angeschlagenen Autokonzern General Motors nach einem Bericht der "New York Times" angewiesen, einen Insolvenzantrag vorzubereiten. Damit solle sichergestellt werden, dass GM in die Insolvenz gehen könne, wenn die Verhandlungen mit den Gläubigern und den Gewerkschaften scheitern sollten, meldete die Zeitung unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Ein möglicher Termin für einen Insolvenzantrag sei der 1. Juni. Weder General Motors noch das US-Finanzministerium wollten sich zu dem Bericht äußern. - Die Regierung hat GM bis Ende Mai Zeit gegeben, ein tragfähiges Sanierungskonzept zu erarbeiten.

WARSCHAU: Bei einem Brand in einer Unterkunft für Obdachlose in Polen sind nach neuen Angaben mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 20 Menschen hätten Verletzungen erlitten, meldeten polnische Medien. Die Ursache des Brandes in der Ortschaft Kamien Pomorski im Nordwesten Polens ist noch nicht bekannt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Weiterhin viel Sonnenschein und trocken. Im Westen Quellwolken, westlich des Rheins Schauer und Gewitter möglich. Tagestemperaturen 18 bis 25 Grad Celsius.

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