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Nachrichten

Montag, 12. Oktober 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD: Bei einem Selbstmordanschlag in der Nähe des pakistanischen Swat-Tals sind nach Polizeiangaben mindestens 30 Menschen getötet und viele verletzt worden. Der Attentäter sprengte sich an einem Kontrollpunkt nahe einem Markt der Ortschaft Alpuri in die Luft. - Pakistanische Kampfflugzeuge bombardierten zwei Tage nach dem Überfall auf das Hauptquartier der Streitkräfte in der Garnisonsstadt Rawalpindi mutmaßliche Verstecke von Taliban-Kämpfern in der Region Bajur im Nordwesten des Landes und in der Unruheregion Süd-Waziristan. Innenminister Rehman Malik drohte El-Kaida- und Taliban-Extremisten mit einem harten Kampf. Spezialkommandos hatten am Sonntag die Geiselnahme in Rawalpindi beendet und 39 Menschen aus der Hand der Terroristen befreit. Bei dem Überfall und der anschließenden Befreiung wurden 19 Personen getötet.

HAMBURG: Deutsche Pistolen aus Beständen der Bundeswehr werden nach Recherchen des Norddeutschen Rundfunks auf dem Schwarzmarkt in Afghanistan und Pakistan verkauft. Danach handelt es sich um ausgemusterte Pistolen des Typs Walther P-1. Das deutsche Verteidigungsministerium erklärte, 10.000 der fraglichen Waffen seien im Januar 2006 im Rahmen eines bilateralen Abkommens dem Innenministerium in Kabul übergeben worden. Hinweise über einen Handel mit den Pistolen lägen indes nicht vor.

BERLIN: Nach der Entscheidung der saarländischen Grünen für Koalitionsverhandlungen mit CDU und FDP wollen die möglichen Partner zügig einen Fahrplan erarbeiten. Nach Vorstellung der Grünen könnten noch diese Woche Absprachen zum Ablauf der Koalitionsverhandlungen getroffen werden. Zuvor hatten sich die Delegierten eines Günen-Parteitags in Saarlouis mit großer Mehrheit für ein so genanntes Jamaika-Bündnis ausgesprochen. SPD und Linkspartei kritisierten diese Entscheidung massiv. SPD-Landeschef Heiko Maas warf den Grünen vor, gegen die strukturelle Mehrheit der Wähler entschieden zu haben. Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine sprach von Wählertäuschung.

BERLIN: Die Unterhändler von Union und FDP setzen im Laufe des Tages ihre Verhandlungen für eine Koalition auf Bundesebene fort. Dazu kommen erneut die einzelnen Arbeitsgruppen zusammen, die über die verschiedenen Sachthemen beraten. Unter anderem geht es um die finanzpolitischen Schwerpunkte. Angesichts hoher Schulden infolge der Wirtschaftskrise zeichnet sich bereits ab, dass die von Union und FDP versprochenen Steuererleichterungen geringer ausfallen und später kommen werden als geplant. -- Die FDP-Spitzenpolitikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bezeichnete die Haushaltslage als desolat. Ihre Partei strebe zwar weiterhin eine Steuerstrukturreform an, aber "nicht auf Pump".

HANNOVER: Mit eindringlichen Appellen für einen sozialverträglichen Kurs bei der Krisenbewältigung hat ein Kongress der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) begonnen. Gewerkschafts-Chef Hubertus Schmoldt warnte Union und FDP vor einer Politik des sozialen Kahlschlags. Die geplanten Steuersenkungen dürften nicht durch Sozialkürzungen finanziert werden, forderte Schmoldt. -- Auf dem sechstägigen Kongress stellt sich der 64-Jährige nach 14 Jahren im Amt nicht zur Wiederwahl. Sein Nachfolger soll der 45-jährige Michael Vassiliadis werden.

BELFAST: Zu Vermittlungsgesprächen zwischen Katholiken und Protestanten in Nordirland hält sich US-Außenministerin Hillary Clinton in Belfast auf. Clinton will den nordirischen Regierungschef Peter Robinson von der protestantischen Democratic Unionist Party DUP sowie dessen Stellvertreter Martin McGuinness von der katholischen Sinn-Fein-Partei treffen. Beide Seiten streiten über Einzelheiten der geplanten Übertragung alle Polizei- und Justizbefugnisse von London an die nordirische Provinzregierung. Clinton kam aus der irischen Hauptstadt Dublin, wo die radikale nordirische Splittergruppe INLA am Sonntag der Gewalt abschwor. Die Irisch-Nationale Befreiungsarmee wolle den bewaffneten Kampf beenden und ihre Ziele künftig mit friedlichen Mitteln erreichen, gab der politische Arm der Gruppe in Dublin bekannt.

NEU DELHI: Indien hat nach eigenen Angaben erfolgreich zwei atomwaffenfähige Kurzstreckenraketen getestet. Die beiden Boden-Boden-Raketen vom Typ Prithvi-II wurden auf einem Versuchsgelände im Bundesstaat Orissa im Osten des Landes abgefeuert, wie ein Armeesprecher mitteilte. Die Rakete hat eine Reichweite von 150 bis 350 Kilometer und kann mit einem konventionellen oder atomaren Sprengkopf bestückt werden. Zuletzt testete Indien Mitte April diesen Waffentyp.

WASHINGTON: Die Bemühungen um eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern treten auf der Stelle. Der US-Nahostbeauftragte George Mitchell flog nach Gesprächen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, Verteidigungsminister Ehud Barak und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ohne Fortschritte nach Washington zurück. Vor Journalisten sprach er von "vielen Schwierigkeiten". Abbas hatte nochmals einen vollständigen Baustopp für jüdische Siedlungen in den palästinensischen Autonomiegebieten als Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Gespräche genannt. Israel lehnt den auch von den USA geforderten Siedlungsstopp ab.

MOSKAU: Aus der Kommunalwahl in Russland ist die Regierungspartei "Geeintes Russland" von Ministerpräsident Wladimir Putin als deutlicher Sieger hervorgegangen. Die Partei liege landesweit deutlich in Führung, melden russische Agenturen. In Moskau sind nach Auswertung von fast 80 Prozent der Stimmen künftig nur noch zwei Parteien in der Stadtregierung vertreten. Das von Altbürgermeister Juri Luschkow geführte "Geeinte Russland" kann danach mit etwa 66 Prozent Zustimmung rechnen, die Kommunisten liegen bei gut 13 Prozent. Überschattet wurde die Abstimmung von massiven Vorwürfen der Wahlfälschung und Behinderung der Opposition. Vielerorts soll die Wahlkommission der kremlkritischen Opposition vor der Stimmabgabe die Registrierung verweigert haben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Südosthälfte teilweise ergiebige Regenfälle, im Bergland auch Schnee. Sonst mal dichte Wolken, mal Sonne und einzelne Schauer bei höchstens 7 bis 14 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 8 Grad, nach Schauer;

Berlin: 8 Grad, Regen;

Dresden: 8 Grad, stark bewölkt;

Köln/Bonn: 10 Grad, nach Schauer;

Frankfurt am Main: 10 Grad, stark bewölkt und

München: 7 Grad, leicher Regen.

Audio und Video zum Thema