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Nachrichten

Montag, 12. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ROM: In Italien hat der Tod eines Fußballfans schwere Krawalle ausgelöst. Nach Behördenangaben griffen rund 200 Fans mehrere Polizeiwachen in Rom an. Sie schlugen Scheiben ein und setzten Autos in Brand. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. Vor dem Fußballstadion der Stadt kam es ebenfalls zu Ausschreitungen. Zuvor hatte es in mindestens vier Städten gewaltsame Proteste gegeben. Dies war eine Reaktion darauf, dass ein italienischer Polizist einen jungen Fan von Lazio Rom auf einem Autobahnrastplatz erschossen hatte. Der Beamte hatte versucht, eine Schlägerei rivalisierender Fußballfans zu beenden. Die Polizei sprach von einem "tragischen Irrtum" und kündigte eine Untersuchung an.

LJUBLJANA: Bei der Stichwahl um das Amt des Präsidenten in Slowenien hat sich der Sozialdemokrat Danilo Türk überraschend deutlich gegen seinen konservativen Gegner Lojze Peterle durchgesetzt. Wie die Wahlkommission in Ljubljana nach Auszählung fast aller Stimmen mitteilte, entfielen auf den 55-jährigen frühen Spitzendiplomaten der Vereinten Nationen mehr als 68 Prozent der Stimmen, der ehemalige Regierungschef Peterle erhielt fast 32 Prozent. Türk tritt am 23. Dezember sein neues Amt an. Gut eine Woche später übernimmt Slowenien die EU-Ratspräsidentschaft.

TIFLIS: Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat nochmals die sofortige Aufhebung des Notstandes in der Kaukasusrepublik Georgien gefordert. Außerdem müssten die Auflagen für die Medien des Landes zurückgenommen und Voraussetzungen für einen demokratischen Prozess geschaffen werden, sagte der OSZE-Sondergesandte Josep Borrell zum Abschluss eines zweitägigen Besuchs in der georgischen Hauptstadt Tiflis. Zugleich begrüßte er die Ankündigung von Präsident Michail Saakaschwili, Anfang Januar vorgezogene Präsidentenwahlen abhalten zu lassen

ISLAMABAD: In Pakistan haben die Oppositionsparteien Staatschef Pervez Musharraf aufgerufen, den Ausnahmezustand rechtzeitig vor der geplanten Parlamentswahl im Januar aufzuheben. Andernfalls würde der Wahlkampf sehr schwierig, sagte Benazir Bhutto von der Pakistanischen Volkspartei. Nach internationalem Druck und nach massiven Protesten der Opposition hatte Musharraf am Sonntag angekündigt, die Parlamentswahl vor dem 9. Januar stattfinden zu lassen. Einen Termin für die Aufhebung des Ausnahmezustands nannte er jedoch nicht.

PHNOM PENH: Drei Jahrzehnte nach der Schreckensherrschaft der Roten Khmer in Kambodscha sind zwei weitere Funktionäre des Regimes verhaftet worden. Polizisten führten den früheren Außenminister Ieng Sary und seine Frau Ieng Thirith ab, die unter Pol Pot Sozialministerin gewesen war. Beide lebten bisher unbehelligt in der Hauptstadt Phnom Penh, sollen nun aber vor ein Tribunal gestellt werden, das mit Unterstützung der Vereinten Nationen errichtet wurde. Sie sind vermutlich 77 und 75 Jahre alt. Damit sind nun vier Exfunktionäre der Roten Khmer in der Gewalt des Tribunals.

BERLIN: Auf einem Spitzentreffen der großen Koalition soll es an diesem Montag zur Einigung bei fünf Themen kommen. SPD und CDU debattieren in Berlin über einen Mindestlohn für Briefträger, der bei bis zu 9,80 Euro liegen soll. Union und SPD streiten darüber, ob der zwischen Gewerkschaft und Postarbeitgebern geschlossene Tarifvertrag für eine Mehrheit der Beschäftigten gilt oder nicht. Weiterhin wird abgestimmt, ob das Arbeitslosengeld I auf zwei Jahre verlängert wird. Unklar ist, wie diese Verlängerung finanziert werden soll. Ebenfalls zur Debatte steht eine Senkung des Beitrags für die Arbeitslosenversicherung auf 3,5 Prozentpunkte. Die Regierung will den diesjährigen Finanz-Überschuss der Agentur für Arbeit dazu verwenden. Diskutiert werden soll zudem über ein neues Konzept für den Arbeitsmarkt von Geringverdienern sowie über ein neues Privatisierungsmodell für die Deutsche Bahn.

ALGIER: Bundespräsident Horst Köhler eröffnet an diesem Montag in der algerischen Hauptstadt Algier ein Afrika-Partnerschaftsforum. Daran nehmen Vertreter der G8-Staaten, der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit in Europa und Vertreter afrikanischer Staaten teil. Zum Auftakt seines zweitägigen Staatsbesuchs in Algerien war Köhler am Sonntag mit Präsident Abdelaziz Bouteflika zusammengekommen. Anschließend musste er sich bei einem Treffen mit Intellektuellen des Landes Kritik an der EU-Einwanderungspolitik anhören. Die EU-Staaten schotteten sich gegenüber den Maghreb-Staaten ab.

VALENCIA: Der Weltklimarat trifft sich an diesem Montag im spanischen Valencia, um eine Zusammenfassung seines Klimareports zu verabschieden. Innerhalb einer Woche wollen die Wissenschaftler ihre Formulierungen mit politischen Delegationen zahlreicher Staaten abstimmen. Zur Präsentation des sogenannten Synthesereports am kommenden Samstag wird auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erwartet. Der nur zehnseitige Synthesereport soll eine wissenschaftliche Grundlage für die UN-Klimakonferenz im Dezember auf Bali werden.

ROM: Unter dem Eindruck immer weiter steigender Ölpreise beraten in der italienischen Hauptstadt 4.000 Vertreter aus Politik und Wirtschaft über die Zukunft der Energieversorgung. Ministerpräsident Romano Prodi forderte zum Auftakt der viertägigen Konferenz intensivere Anstrengungen bei den erneuerbaren Energien und der Entwicklung sparsamer Autos. Prodi wies darauf hin, dass sich der Ölpreis in diesem Jahr verdoppelt habe. Das bedrohe das Wachstum der Weltwirtschaft.

BERLIN: Im vergangenen Jahr sind weltweit mehr als 5.750 Menschen durch Landminen verletzt oder getötet worden. Das geht aus der Jahresbilanz der Internationalen Kampagne für das Verbot von Landminen (ICBL) hervor. Nach Angaben der Organisation sank die Zahl der registrierten Opfer zwar um 16 Prozent, doch liegt die Dunkelziffer vermutlich weit höher. In Krisenregionen wie Pakistan, Birma und Somalia stiegen die Opferzahlen, ebenso wie im Libanon. In 34 Prozent der Fälle waren Kinder betroffen.

DUBAI: Bei der Luftfahrtmesse in Dubai hat der europäische Flugzeugbauer Airbus einen zweiten Großauftrag für sich verbuchen können. Ein Tochterunternehmen des staatlichen Konzerns Dubai Aerospace unterzeichnete einen Vorvertrag zum Kauf von 70 Airbus-Maschinen des Typs A320 und 30 weiteren Langstreckenmaschinen des Typs A350. Die Bestellung soll einen Wert von rund 13,5 Milliarden Dollar haben. Bereits am Sonntag hatte die Gesellschaft Dubai Emirates 70 A350-Langstrecken-Maschinen und elf Riesenflieger vom Typ A380 im Wert von mehr als 20 Milliarden Dollar bestellt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Weiter überwiegend ungemütlich mit Regen- und Schneeschauern. Nur Richtung Rheinland Pfalz und dem Saarland trocken. Tageswerte zwischen minus zwei Grad im Bergland und plus neun Grad im Westen.

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