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Nachrichten

Montag, 12. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

BERLIN: Die Bundesregierung hat die Forderung von Islamisten zurückgewiesen, die deutschen Truppen aus Afghanistan abzuziehen. Man dürfe sich nicht erpressen lassen, erklärte Innenminister Wolfgang Schäuble. Sowohl der Einsatz der Bundeswehr als auch die Polizei-Ausbildung in Afghanisten werde fortgesetzt. Nach den jüngsten Terror-Drohungen im Internet hält Schäuble nach eigenen Angaben auch Anschläge in Deutschland für möglich. Die Bundesrepublik sei Teil eines weltweiten Gefahrenraums, sagte der CDU-Minister. Am Wochenende hatten Extremisten im Internet Video-Botschaften verbreitet, in denen sie mit Anschlägen und der Ermordung von zwei im Irak entführten Deutschen drohen.

GELSENKIRCHEN: Unmittelbar vor Beginn der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie hat die Gewerkschaft ihre Forderung von 6,5 Prozent mehr Geld verteidigt. Die wirtschaftliche Lage der Branche sei ausgezeichnet. Nun sei es an der Zeit, dass auch die Beschäftigten davon profitierten, sagte IG Metall-Verhandlungsführer Detlef Wetzel. Die Arbeitgeber riefen nochmals zur Mäßigung auf, kündigten aber zugleich an, ein höheres Lohnangebot vorzulegen als im Vorjahr. - Die Tarifverhandlungen für Nordrhein-Westfalen starten heute in Gelsenkirchen. Andere Tarifbezirke folgen in den nächsten Tagen.

PARIS: Frankreichs Präsident Jacques Chirac verzichtet nach zwölf Jahren im höchsten Staatsamt auf eine Kandidatur für eine dritte Amtszeit. Der 74-jährige Neogaullist kündigte in einer Fernsehansprache an, er werde bei der Wahl im April nicht mehr antreten. Eine Empfehlung für seinen partei-internen Rivalen und Wahlfavoriten Nicolas Sarkozy vermied der Präsident. Mit einem Appell gegen jede Form von Extremismus und Fremdenfeindlichkeit wandte sich Chirac gegen den Ultranationalisten Jean-Marie Le Pen.
Zugleich forderte er dazu auf, mit dem Aufbau eines politischen und sozialen Europas fortzufahren. Mit Chiracs Rückzug nach mehr als 40 Jahren in hohen politischen Ämtern geht für Frankreich eine Ära zu Ende.

MOSKAU: In Russland haben die regierungsnahen Parteien wie erwartet die Regionalwahlen für sich entschieden. Nach einer Prognose liegen die Parteien 'Geeintes Russland' und 'Gerechtes Russland' in den meisten Regionen vorne. Mehrere Oppositionsparteien waren nicht zugelassen worden. Insgesamt wurden die Parlamente von 13 Regionen und der Stadt St. Petersburg gewählt. Damit war rund ein Drittel der russischen Berechtigten zur Wahl aufgerufen. Die Abstimmung galt als Test für die Parlamentswahl in Russland im Dezember und die Präsidentenwahl im nächsten Jahr, zu der Staatchef Wladimir Putin laut Verfassung nicht mehr antreten darf.

PEKING: Kurz vor seinem Nordkorea-Besuch hat der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Mohammed el Baradei, die Erwartungen auf Fortschritte bei den Nuklearverhandlungen mit dem kommunistischen Staat gedämpft. Die Gespräche mit Pjöngjang seien ein sehr komplexer Prozess, der nur schrittweise vorankommen könne, sagte el Baradei in Peking. Zunächst müsse viel Vertrauen aufgebaut werden. Bei den Sechsparteiengesprächen in Peking hatte Nordkorea Mitte Februar zugesagt, innerhalb von 60 Tagen seinen einzigen funktionierenden Atomreaktor abzuschalten. Dafür wurde dem Land Wirtschaftshilfe zugesagt. In einer zweiten Phase soll Nordkorea sein Atomprogramm offen legen.

PEKING: China will Missstände im Justizsystem abbauen. Wie die Zeitung 'China Daily' unter Berufung auf das Justizministerium berichtet, sollen Hinrichtungen künftig nicht mehr heimlich erfolgen. Auch solle weniger gefoltert werden. Der Oberste Gerichtshof in Peking war im Januar dazu übergegangen, sämtliche Todesurteile der unteren Gerichtsinstanzen zu überprüfen. Dabei sollte auf die Schlüssigkeit der Beweisführung stärker geachtet werden als auf das Vorhandensein eines Geständnisses. Laut Amnesty International wurden in China im Jahr 2005 insgesamt 1.770 Häftlinge hingerichtet und 3.900 Todesurteile ausgesprochen.

BERLIN: EU-Umweltkommissar Stavros Dimas hat an alle Europäer appelliert, mehr für den Klimaschutz zu tun. Jeder Einzelne trage zum Ausstoß von Treibhausgasen bei, deshalb müssten auch alle bei der Lösung des Problems mitmachen, sagte Dimas der 'Berliner Zeitung'. Beispielsweise durch Energiesparlampen könne nicht nur der Schadstoffausstoß gesenkt, sondern auch Geld gespart werden, betonte der EU-Kommissar. - Beim Brüsseler EU-Gipfel war vergangene Woche vereinbart worden, die CO2-Emissionen bis 2020 um ein Fünftel zu senken und den Anteil erneuerbarer Energien zu verdreifachen.

LOS ANGELES: Wegen eines rasch um sich greifenden Buschfeuers sind im Süden des US-Staates Kalifornien inzwischen mehr als 500 Häuser geräumt worden. Der Brand zerstörte nach Angaben der Feuerwehr bislang eine Fläche von über 1.000 Hektar. Wegen heißer, trockener Winde breiten sich die Flammen schnell aus.

KOUROU: Eine europäische Ariane-5-Trägerrakete hat zwei Satelliten ins All gebracht. Nach dem Start vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana wurden ein britischer Militärsatellit und ein indischer Telekommunikationssatellit in Erdumlaufbahnen ausgesetzt. Ursprünglich war der Ariane-Start für Samstag geplant, wurde dann aber wegen technischer Probleme verschoben.

ZUM SPORT: In der Fußball-Bundesliga hat Bayern München bei seiner Aufholjagd im Titelrennen einen Dämpfer hinnehmen müssen. Gegen Bremen kamen die Bayern nicht über ein 1:1 hinaus. Das zweite Sonntagsspiel Hamburg gegen Leverkusen endete torlos. - An der Tabellenspitze steht weiterhin Schalke, es folgen Bremen, Stuttgart und München.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet sonnig und trocken. Höchsttemperaturen 13 bis 19 Grad.

Am Vormittag meldeten bei fast wolkenlosem Himmel:

Berlin und Hamburg: 9 Grad,
Dresden, Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 6 Grad
und München: 4 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 12.03.2007
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9zKr
  • Datum 12.03.2007
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