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Nachrichten

Montag, 12. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

BRÜSSEL: Im Irak werden zwei deutsche Staatsbürger als vermisst gemeldet. Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte vor einer Sitzung des EU-Außenministerrates in Brüssel, er könne eine gewaltsame Entführung nicht ausschließen. Die beiden Deutschen würden seit Dienstag vergangener Woche vermisst. Es wäre die dritte Entführung Deutscher nach den Fällen Susanne Osthoff Ende 2005 sowie René Bräunlich und Thomas Nitzschke Anfang 2006.

BAGDAD: Hochrangige Angehörige des US-Militärs in Bagdad haben den Iran abermals beschuldigt, Aufständische im Irak mit Waffen zu beliefern. Als Beweis legten die Militärs in Bagdad Mörsergranaten und Panzerfäuste mit angeblich iranischen Seriennummern vor. Nach einem Bericht des US-Senders CNN werden die Waffen von Angehörigen der iranischen Revolutionsgarden an schiitische Gruppen im Irak geliefert. Durch solche Waffen seien in den vergangenen zweieinhalb Jahren mindestens 170 US-Soldaten im Irak getötet worden. Ein Vertreter der iranischen Botschaft in Bagdad wies die Vorwürfe zurück.

MÜNCHEN: Ein Scheitern der USA im Irak würde nach Einschätzung von US-Verteidigungsminister Robert Gates die Gefahr terroristischer Anschläge erhöhen. Zum Abschluss der Münchner Sicherheitskonferenz warnte Gates zugleich vor einem neuen Kalten Krieg. Nach der massiven Kritik von Russlands Präsident Wladimir Putin wies er Vorwürfe zurück, der geplante Raketenabwehrschirm in Mitteleuropa richte sich gegen Russland. Am Rande der Konferenz war der iranische Atom- Unterhändler Ali Laridschani mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zusammengekommen. Dabei beteuerten beide Seiten, an einer Verhandlungslösung interessiert zu sein. Steinmeier sagte, er sehe die Welt wegen des Atomstreits am Scheideweg. Entweder gelinge es, den Iran und andere Staaten vom Spiel mit der nuklearen Option fernzuhalten, oder man erlebe eine neue Runde atomaren Wettrüstens.

STUTTGART: Das Oberlandesgericht Stuttgart entscheidet an diesem Montag, ob die ehemalige RAF-Terroristin Brigitte Mohnhaupt nach 24 Jahren vorzeitig das Gefängnis verlassen darf. Die Bundesanwaltschaft hatte die vorzeitige Entlassung der zu lebenslanger Haft verurteilten 57-Jährigen beantragt. Mohnhaupt war wegen Beteiligung an den Morden an Generalbundesanwalt Siegfried Buback, des Bankiers Jürgen Ponto und von Arbeitgeber-Präsident Hanns-Martin Schleyer sowie wegen ihrer Mitgliedschaft in der terroristischen Rote Armee Fraktion verurteilt worden. Widerstand gegen die vorzeitige Freilassung gibt es vor allem in der CSU.

KABUL: US-Soldaten haben im umkämpften Süden Afghanistans mehrere Taliban-Rebellen getötet. Der Angriff in der Provinz Helmand habe einem Führer der Aufständischen gegolten, teilte die US-Armee mit. Dabei handele es sich um einen engen Verbündeten von Taliban-Chef Mullah Mohammed Omar. Genauere Angaben wurden bisher nicht gemacht. Die radikal-islamischen Taliban haben für das Frühjahr eine neue Anschlagswelle angekündigt. Dafür stehen nach Angaben der Rebellen rund 2.000 Selbstmordattentäter bereit.

PARIS: Die Präsidentschaftskandidatin der französischen Sozialisten, Segolene Royal, möchte die französischen Wähler mit 100 Reformvorschlägen für sich gewinnen. Schwerpunkte ihres Wahlprogramms sind die Sozial-, Wirtschafts- und Umweltpolitik. Royal möchte im Falle eines Wahlsiegs unter anderem für die Beibehaltung der 35-Stunden-Woche kämpfen und einen höheren Mindestlohn durchsetzen.

LISSABON: In Portugal steht eine Liberalisierung des Abtreibungsrechts bevor. Sowohl die sozialistische Regierung als auch die konservative Opposition plädierten für eine gesetzliche Neuregelung. Sie reagierten damit auf das Ergebnis des Referendums vom Sonntag, bei dem eine klare Mehrheit für die Einführung einer Fristenlösung gestimmt hatte. Danach sollen in Portugal Schwangerschaftsabbrüche künftig bis zur zehnten Woche straffrei bleiben. Derzeit hat das Land noch eines der restriktivsten Abtreibungsgesetze innerhalb der EU. So ist ein Abbruch nur erlaubt, wenn die Frau vergewaltigt wurde, ihr Leben in Gefahr oder der Fötus missgebildet ist.

LOS ANGELES: Das US-Country-Trio Dixie Chicks hat die Hauptpreise bei der diesjährigen Grammy-Gala gewonnen, darunter die Preise für das beste Album und den besten Song. Die drei Sängerinnen, die als Kritikerinnen von Präsident George W. Bush bekannt sind, werteten die Auszeichnung in Los Angeles als politische Botschaft der Juroren. Ingesamt wurden Preise in mehr als hundert Kategorien vergeben. Die begehrte Trophäe für das beste Rock-Album ging an die Band Red Hot Chili Pepper. Der deutsche Tonmeister Andreas Neubronner bekam einen Grammy als Produzent des besten Klassik-Albums.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet Regen, im Nordosten auch gefrierend. Höchstwerte fünf bis zwölf Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 2°, Nebel; Berlin: 2°, Regen; Dresden: 6°, stark bewölkt; Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 7°, Regen sowie München: 5°, bedeckt.

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