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Nachrichten

Montag, 12. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BISCHKEK: Erstmals seit dem Umsturz in der zentralasiatischen Republik Kirgisistan ist der aus dem Amt gedrängte Präsident Bakijew öffentlich aufgetreten. Er sprach in seinem Heimatdorf Tejit im Süden des Landes vor tausenden Anhängern. Bakijew war am Mittwoch aus der Hauptstadt Bischkek geflohen. Dort wurden bei schweren Unruhen zwischen Sicherheitskräften und Gegnern seiner Regierung mindestens 81 Menschen getötet. Die von der Opposition gebildete Übergangsregierung fordert seinen Rücktritt und wirft Bakijew vor, zu einem Bürgerkrieg aufstacheln zu wollen.

WARSCHAU: Polens Präsident Kaczynski soll erst nach der Überführung aller Opfer der Flugzeugkatastrophe von Smolensk beigesetzt werden. Dies kündigte ein Vertreter der Präsidialkanzlei in einem Rundfunkinterview an. Der Sarg des Verstorbenen, der ab Dienstag im Präsidentenpalast aufgebahrt wird, soll bis zum Tag des Begräbnisses zugänglich für die Öffentlichkeit bleiben. Der Staatsakt für alle 96 Opfer der Katastrophe ist für kommenden Samstag geplant.

BUDAPEST: Nach acht Regierungsjahren sind in Ungarn die Sozialisten abgewählt worden. Die Konservativen gewannen die Parlamentswahl deutlich. Knapp 53 Prozent der Wähler stimmten für den Bund Junger Demokraten (FIDESZ). Die regierende Ungarische Sozialistische Partei wurde mit nur 19 Prozent der Stimmen abgestraft. Die rechtsextreme Jobbik zog mit knapp 17 Prozent erstmals ins Parlament ein. Auch die links-ökologische Partei (LMP) schaffte mit mehr als sieben Prozent erstmals den Sprung in die Volksvertretung.

BOZEN: Bei einem Zugunglück in Südtirol sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Ein Regionalzug war nach einem Medienbericht im Meraner Land durch einen Erdrutsch aus den Schienen gedrückt worden. Die Hilfsmannschaften schliessen weitere Todesopfer nicht aus. Es gab zahlreiche Verletzte.

BERLIN: Für einen besseren Schutz der deutschen Soldaten will die Bundeswehr nach den Worten von Verteidigungsminister zu Guttenberg bis zu 200 zusätzliche gepanzerte Fahrzeuge nach Afghanistan verlegen. Die Bundeswehr müsse besonders im Hinblick auf die Auslandseinsätze in vielen Bereichen effizienter und leistungsfähiger werden, sagte zu Guttenberg im Fernsehen. Der CSU-Minister stellt im Tagesverlauf die Mitglieder einer Reformkommission vor, die bis zum Jahresende Vorschläge für eine Straffung der Führungs- und Verwaltungsstrukturen der Bundeswehr erarbeiten soll.

PEKING: Der chinesische Dissident Hu Jia bleibt trotz eines Leberleidens in Haft. Die Justizvollzugsbehörde in Peking lehnte nach Angaben seiner Frau ein Gnadengesuch ab. Der 36-jährige Hu, der 2008 mit dem Sacharow-Preis des Europaparlaments ausgezeichnet worden war, verbüßt in Peking eine Haftstrafe bis Juni kommenden Jahres. Er hat sich unter anderm für die Rechte von Aids-Patienten eingesetzt und Verhaftungen anderer Dissidenten dokumentiert.

BANGKOK: Mit einem Trauerzug durch die Hauptstadt haben Regierungsgegner in Thailand ihrer bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften getöteten Anhänger gedacht. Dabei führten sie symbolisch 14 leere Särge mit sich. Regierung und Opposition geben sich gegenseitig die Schuld an den Straßenschlachten vom Samstag in Bangkok. Die seit einem Monat in Bangkok versammelten Anhänger des 2006 gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin -die sogenannten Rothemden- verlangen die Auflösung des Parlaments und Neuwahlen.

MAINZ: In Deutschland werden ab diesem Montag die Frequenzen für den Mobilfunk der vierten Generation - 4G- versteigert. Als Bieter für die bisher größte Auktion von Funkfrequenzen sind die Unternehmen T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus zugelassen. Die 4G-Technik soll deutlich schnelleres Internet ermöglichen als die bisherige Handy- und Festnetztechnik. Experten rechnen mit einem Erlös im einstelligen Milliardenbereich.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem im Norden meist heiter und trocken. Sonst stärker bewölkt, gebietsweise Regen. Höchstwerte zwischen sieben und 15 Grad.

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