1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Montag, 11. September 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag.

NEW YORK: In den USA haben die Feierlichkeiten zum Fünf-Jahresgedenken an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September begonnen. Präsident George W. Bush und seine Frau legten an der Stelle, wo die beiden Türme des World Trade Centers standen, Kränze nieder. Um 8 Uhr 46 Ortzeit, dem Zeitpunkt, als das erste Flugzeug in einen der beiden Türme raste, soll das ganze Land in einer Schweigeminute der rund 3.000 Opfer gedenken. Am Sonntag nachmittag hatten in New York zahlreiche Menschen gegen das Vorgehen der Regierung nach den Anschlägen, unter anderem im Irak, protestiert.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht in einer engen internationalen Abstimmung den Schlüssel für eine erfolgreiche Bekämpfung des Terrorismus. In einer Erklärung zum fünften Jahrestag der Terroranschläge in den USA betonte Merkel, Fundament des internationalen Handelns sei die Zusammenarbeit. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble warnte davor, im Anti-Terror-Kampf die Prinzipien des Rechtsstaats und des Völkerrechts aufzugeben oder auch nur teilweise außer Kraft zu setzen. Der CDU-Minister bezog sich mit seiner Äußerung auch auf die vor kurzem von US-Präsident George W. Bush eingeräumte Existenz von CIA-Geheimgefängnissen im Ausland.

BERLIN: Der geplante Einsatz der Bundesmarine vor der libanesischen Küste wird nach Einschätzung von SPD-Fraktionschef Peter Struck länger als ein Jahr dauern. Struck sprach von einer heiklen Mission. Die Bundeswehr soll den Waffenschmuggel für die Hisbollah unterbinden. Der Minister geht davon aus, dass sowohl SPD als auch Union der Mission mit deutlicher Mehrheit zustimmen werden. Die Abstimmung im Bundestag wird innerhalb der nächsten zehn Tage erwartet.

BEIRUT: Der britische Premierminister Tony Blair ist in der libanesischen Hauptstadt eingetroffen. Die Innenstadt ist wegen angekündigter Proteste abgeriegelt. Mehrere Parteien und Libanons einflussreichster schiitischer Geistlicher hatten Blair zur unerwünschten Person erklärt. Sie werfen ihm vor, sich während der jüngsten israelischen Militäroffensive im Libanon auf Israels Seite gestellt zu haben.

WIEN: Der Iran ist angeblich bereit, die umstrittene Uran-Anreicherung für zwei Monate auszusetzen. Chefunterhändler Ali Laridschani sagte in einem Interview der österreichischen Tageszeitung 'Kurier', vernünftige Lösungen seien immer denkbar. Diplomaten hatten zuvor angegeben, Laridschani habe dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana bei ihrem Treffen am Wochenende in Wien ein entsprechendes Angebot unterbreitet.

PODGORICA: In Montenegro hat sich Ministerpräsident Milo Djukanovic zum Sieger der ersten Parlamentswahl nach der Abspaltung von Serbien erklärt. Sein Linksbündnis habe mindestens 42 der 81 Mandate erreicht, sagte Djukanovic in der Hauptstadt Podgorica. Beobachter sehen die Liste ebenfalls vorn, äußern sich aber zurückhaltend, ob das Bündnis aus Sozialisten und Sozialdemokraten tatsächlich auf eine absolute Mehrheit kommt. Das offizielle Wahlergebnis soll im Laufe des Montags verkündet werden.

HELSINKI: Die EU und 13 asiatische Staaten wollen zum Abschluss ihres Gipfeltreffens an diesem Montag über den Klimaschutz sprechen. Geplant ist dazu eine gemeinsame Erklärung. Am Sonntag hatten die Teilnehmer unter anderem die Bekämpfung von Terror und Armut als wichtigste Ziele ihrer Partnerschaft festgelegt. Für Differenzen sorgte das Thema Menschenrechte. Die EU verlangte von Birma mehr Demokratie und die Freilassung politischer Gefangener. Die ASEM-Gemeinschaft der EU- und asiatischen Staaten soll heute um Pakistan, Indien, die Mongolei sowie den ASEAN-Staatenverbund erweitert werden.

PEKING: In China ereignet sich nach offiziellen Angaben alle zwei bis drei Tage ein Umweltzwischenfall. Vize-Umweltminister Pan Yue sagte beim Weltwasserkongress in Peking, seit der Umweltkatastrophe auf dem Songhua-Fluss vor knapp einem Jahr habe es mindestens 130 weitere Zwischenfälle gegeben. Hauptgrund sei, dass die meisten Chemiefabriken des Landes an Flüssen lägen. Auf dem Weltwasserkongress befassen sich etwa 3.000 Wissenschaftler, Regierungsvertreter und Unternehmer mit dem weltweit weiter steigenden Wasserbedarf.

TOKIO: Japan hat seinen dritten Spionage-Satelliten ins All geschickt. Die Trägerrakete startete mit eintägiger Verspätung vom Raumfahrtzentrum Tanegashima. Der Satellit funktioniert zusammen mit einem Radar-Satelliten, der im Winter ins All befördert werden soll. Mit Hilfe dieser Technik kann Japan jeden Punkt auf der Erde einmal am Tag beobachten.

MÜNCHEN: Papst Benedikt XVI. besucht am dritten Tag seines Deutschland-Besuchs den Marien-Wallfahrtsort Altötting. Dort feiert das Kirchenoberhaupt eine Heilige Messe. Anschließend wird der Papst in seinem Geburtsort Marktl am Inn erwartet. Am Sonntag hatte Benedikt XVI. bei einem Gottesdienst in München eine Rückbesinnung auf christliche Werte gefordert. Eltern und Pädagogen rief er eindringlich dazu auf, Kindern das katholische Leben zu vermitteln.

HANNOVER: Bei der Kommunalwahl in Niedersachsen haben die großen Parteien Verluste hinnehmen müssen. Stärkste Kraft mit landesweit 41,3 Prozent wurde nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis die CDU. Die Sozialdemokraten kamen auf 36,6 Prozent der abgegebenen Stimmen. Grüne und FDP verzeichneten leichte Zugewinne. Die Wahlbeteiligung war äußerst gering. In Hannover wurde SPD-Bewerber Stephan Weil zum Oberbürgermeister gewählt. Damit bleibt die Landeshauptstadt auch nach sechs Jahrezehnten in sozialdemokratischer Hand.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Fast überall sonnig. Im Südwesten einzelne Schauer oder Gewitter. Tagestemperaturen zwischen 23 und 28 Grad.

Zuletzt meldeten bei fast wolkenlosem Himmel:

Hamburg und Berlin: 15 Grad; Dresden, Köln/Bonn, Frankfurt am Main und München: 16 Grad.

Audio und Video zum Thema