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Nachrichten

Montag, 11. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: CSU-Chef Seehofer hat mit seiner Forderung nach einem Zuwanderungsstopp für Menschen aus anderen "Kulturkreisen" die türkische Gemeinde in Deutschland empört. Deren Vorsitzender Kenan Kolat forderte von Seehofer eine Entschuldigung. Er sei überrascht, dass Seehofer bestimmte Bevölkerungsgruppen stigmatisiere und sogar den früheren Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin übertrumpfe, der muslimischen Zuwanderern mangelnde Integrationsbereitschaft bescheinigte. CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich sprang dagegen Seehofer bei und forderte, den Fachkräftemangel in Deutschland nicht durch Zuwanderung zu beheben, sondern durch die Qualifizierung von Deutschen.

MÜNCHEN: Die Bundesagentur für Arbeit fordert im Kampf gegen den Fachkräftemangel in Deutschland eine gesteuerte Einwanderung ausländischer Spitzenkräfte. Vorstandschef Weise sagte der "Süddeutschen Zeitung", er halte die Forderung der Union für unrealistisch, entsprechendes Personal in erster Linie unter deutschen Langzeitarbeitslosen zu rekrutieren. Deutschland brauche daher eine gesteuerte Zuwanderung, etwa mit Hilfe eines Punktesystems wie in Kanada.

BERLIN: Bundespräsident Wulff reist an diesem Montag zu einem viertägigen Staatsbesuch nach Russland. In Moskau wird Wulff mit Präsident Medwedew und Regierungschef Putin zusammentreffen. Es ist der erste Staatsbesuch eines Bundespräsidenten in Russland seit 2002. - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte Wulff auf, sich in Russland für die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen. Generalsekretärin Monika Lüke sagte der Nachrichtenagentur dpa, die Lage von Nichtregierungsorganisationen und Menschenrechtsverteidigern in Russland sei unverändert schwierig.

BISCHKEK: Bei der Parlamentswahl in Kirgisistan haben fünf Parteien die Hürde für einen Einzug ins Parlament genommen. Wie die Wahlleitung mitteilte, kam die als Favoritin ins Rennen gegangene Sozialdemokratische Partei von Übergangspräsidentin Otunbajewa nach Teilergebnissen auf Platz zwei. Sie kommt nach Auszählung von mehr als drei Vierteln der Stimmen auf gut 8 Prozent. Die Führung übernahm die Partei Ata Schurt mit fast 9 Prozent. Drittstärkste Kraft wurde die Partei Ar-Namis des pro-russischen Ex-Regierungschefs Kulow mit knapp 7 Prozent. Ein halbes Jahr nach dem blutigen Sturz des autoritären Präsidenten Bakijew war die Abstimmung in der früheren Sowjetrepublik am Sonntag ohne Zwischenfälle verlaufen.

KABUL: Der afghanische Staatschef Karsai hat bestätigt, dass seine Regierung geheime Gespräche mit den radikalislamischen Taliban führt. Zu den Aufständischen gebe es seit einiger Zeit Kontakte, die privater Natur seien, sagte Karsai in einem Interview des amerikanischen Senders CNN. Er hoffe, dass diese Kontakte bald offiziell und entschieden fortgesetzt würden.

PEKING: Der inhaftierte chinesische Bürgerrechtler Liu Xiaobo hat seinen Friedensnobelpreis den Opfern des Massakers auf dem Pekinger Platz des Himmlischen Friedens von 1989 gewidmet. Diese hätten mit ihrem Leben dafür gezahlt, dass sie den Geist von Freiheit und Demokratie praktizierten, zitierte Liu Xia ihren Ehemann, den sie zuvor im Gefängnis besuchen durfte. Wie sie über den Kurznachrichtendienst Twitter weiter erklärte, wurde sie von den Behörden unter Hausarrest in ihrer Wohnung gestellt. Ihr sei nicht erlaubt, Freunde oder Journalisten zu kontaktieren.

BUDAPEST: Knapp eine Woche nach dem Chemieunfall in Ungarn droht eine weitere Giftschlamm-Lawine. Die Risse im Damm des Deponiebeckens verbreiterten sich unaufhaltsam, teilte der Katastrophenschutz mit. Mit zusätzlichen Schutzwällen solle verhindert werden, dass eine weitere Welle des so genannten Rotschlamms austritt. Aus dem Deponiebecken einer Aluminiumfabrik war vergangenen Montag tonnenweise ätzender Schlamm ausgetreten und hatte mehrere Dörfer überschwemmt. Mindestens sieben Menschen kamen ums Leben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wieder sonnig und trocken. Nur im Raum Bodensee anhaltend bewölkt. Höchstwerte zwischen zehn und 17 Grad Celsius.

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