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Nachrichten

Montag, 11. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEL AVIV: Papst Benedikt XVI. ist auf seiner Nahost-Reise zu einem Besuch in Israel eingetroffen. Auf dem Flughafen Ben-Gurion bei Tel Aviv wurde er unter anderem von Staatspräsident Schimon Peres und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begrüßt. Der Papst sagte, er sei gekommen, um für den Frieden zu beten. Zu den Höhepunkten des Aufenthalts werden eine Ansprache des aus Deutschland stammenden Oberhauptes der römisch-katholischen Kirche in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem und ein Gebet an der Klagemauer in Jerusalem gehören. Im Rahmen seiner bis Freitag dauernden Reise wird Benedikt XVI. auch Bethlehem im Palästinensergebiet besuchen. Zuvor hatte der Papst im benachbarten Jordanien König Abdullah II. für seine Bemühungen um Frieden in Nahost gedankt. Dabei rief er zum gemeinsamen Engagement von Christen und Muslimen für Gerechtigkeit und Frieden auf. Zudem forderte er eine gerechte Lösung der Palästinenserfrage.

AMMAN: US-Präsident Barack Obama arbeitet nach Angaben des jordanischen Königs Abdullah II. an einem neuen umfassenden Friedensplan für den Nahen Osten. Das Konzept sehe neben Gesprächen Israels mit den Palästinensern einen weitreichenden Dialog mit der gesamten islamischen Welt vor, sagte Abdullah der britischen Zeitung "The Times". Nach Informationen des Blattes soll Israel den Palästinensern entgegenkommen und unter anderem den Siedlungsbau im Westjordanland stoppen. Als Gegenleistung könnten 57 Staaten der Islamischen Konferenz-Organisation Israel anerkennen. - Abdullah hatte im April Obama in Washington besucht.

PESHAWAR: Ein Selbstmordattentäter hat in Pakistans unruhiger Nordwest-Grenzprovinz zu Afghanistan mindestens fünf Menschen mit in den Tod gerissen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden mindestens zwölf weitere Menschen verletzt. Der Täter habe den in seinem Auto versteckten Sprengsatz an einem Kontrollposten der Sicherheitskräfte nahe der Stadt Dara Adam Khel gezündet. Die pakistanische Armee geht in der Region massiv gegen Aufständische vor. Nach offiziellen Angaben tötete die Armee in den vergangenen Tagen etwa 200 Extremisten. Mehr als 100.000 Zivilisten flohen allein am Sonntag aus dem umkämpften Swat-Tal.

BERLIN: Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat nochmals die Bombardierung ziviler Ziele in seinem Land durch die Koalitions- und NATO-Truppen kritisiert. Dem ARD-Fernsehen sagte er, der Krieg gegen den Terror könne nicht gewonnen werden, indem man Dörfer bombardiere. Nach Schätzungen Karsais wird die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte durch deutsche Spezialisten noch etwa fünf Jahre in Anspruch nehmen. Am Sonntag hatte der afghanische Präsident in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gesprochen. Merkel kündigte bei dem Treffen an, die Ausbildung afghanischer Polizisten und Soldaten deutlich beschleunigen zu wollen.

RIAD: Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hofft auf eine Beteiligung der deutschen Wirtschaft an geplanten Großinvestitionen in Saudi-Arabien. Bei seinem Besuch in dem Königreich am Golf sagte zu Guttenberg, die saudische Regierung wolle allein in den nächsten vier Jahren Infrastrukturprojekte von rund 400 Milliarden Dollar realisieren. Deutsche Firmen könnten gerade bei hoch entwickelten und nachhaltigen Projekten wichtige Beiträge leisten, warb der Minister. Auch Saudi-Arabiens Finanzminister Abdulaziz Al-Assaf betonte, er sehe große Chancen für eine engere Zusammenarbeit. Er habe sich manchmal gewünscht, so Al-Assaf, dass sich deutsche Unternehmen mit mehr Engagement um Geschäfte in seinem Land bemüht hätten.

WIESBADEN: Die deutsche Industrie hat erstmals seit August 2008 wieder ihren Umsatz gesteigert. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, nahm das Verarbeitende Gewerbe im März 1,5 Prozent mehr ein als im Vormonat. Verglichen mit März 2008 brach der Umsatz allerdings mit 22 Prozent weniger wieder deutlich ein. Besonders hart betroffen ist die deutsche Stahlindustrie, die im März ein Minus von rund 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete. Das sei der stärkste Rückgang seit Bestehen der Bundesrepublik, verlautete aus dem Bundesamt. Wegen der gedrosselten Produktion befinden sich Tausende Stahlarbeiter in Kurzarbeit.

MOGADISCHU: Die schwersten Kämpfe seit Jahresbeginn in Somalias Hauptstadt Mogadischu zwischen Regierungstruppen und Islamisten dauern weiter an. Mindestens 38 Menschen seien seit dem Wochenende bei den Auseinandersetzungen zwischen den Regierungstruppen und radikalislamischen Milizen getötet worden, berichtete ein unabhängiger Rundfunksender in Mogadischu. Nach anderen Quellen sollen sogar 65 Menschen getötet worden sein. Sicherheitsminister Omar Hashi sagte, an der Seite der islamistischen Aufständischen kämpften auch Ausländer.

COLOMBO: Das von Tamilen-Rebellen gehaltene Gebiet im Nordosten Sri Lankas ist nach Angaben eines Vertreters der staatlichen Gesundheitsbehörde die Zweite Nacht in Folge mit schwerer Artillerie beschossen worden. Auf einer den "Befreiungstigern von Tamil Eelam" nahe stehenden Internetseite hieß es, wieder seien etliche Zivilisten getötet worden. Unterdessen verurteilten die Vereinten Nationen die Angriffe der Armee vom Wochenende als "Blutbad". Dabei seien auch mehr als hundert Kinder getötet worden. Am Sonntag hatte die Regierung Angaben der Rebellen, bei Angriffen der Armee seien Hunderte Menschen getötet worden, als reine Propaganda abgetan. - Unabhängige Berichte aus dem Kampfgebiet gibt es nicht, da die Behörden Journalisten und internationalen Beobachtern den Zugang verweigern.

JAKARTA: In Indonesien hat die erste Welt-Ozean-Konferenz begonnen. Regierungsvertreter, Wissenschaftler und Umweltschützer aus mehr als 80 Ländern beraten über die Rolle der Weltmeere beim Klimawandel. Im Mittelpunkt steht dabei die Bedrohung der Küstenregionen durch steigende Meeresspiegel und die Rolle der Ozeane als Kohlenstoffspeicher zur Reduzierung klimaschädlicher Gase. Das Treffen in Manado auf der Insel Sulawesi soll fünf Tage lang dauern. Die Ergebnisse sollen bei den UN-Klima-Verhandlungen in Kopenhagen im Dezember eingebracht werden.

Das Wetter in Deutschland: Im Norden recht freundlich. In der Mitte und später auch im Süden teils kräftiger Regen und örtlich Gewitter. Die Temperaturen liegen zwischen 12 und 25 Grad.

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