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Nachrichten

Montag, 11. Juni 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag

PARIS: Nach der ersten Runde der Parlamentswahl in Frankreich sucht die linke Opposition nach Möglichkeiten, einen Erdrutsch-Sieg des Lagers von Präsident Nicolas Sarkozy noch zu verhindern. Die gescheiterte sozialistische Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal bemüht sich deswegen um ein Bündnis mit dem Liberalen François Bayrou für die zweite Wahlrunde am kommenden Sonntag. Beim ersten Wahlgang hatte die konservative Regierungspartei UMP knapp 40 Prozent der Stimmen erhalten. Die Sozialisten kamen auf knapp 25 Prozent.

BRÜSSEL: Nach der Wahlniederlage seiner liberalen Partei hat der belgische Premierminister Guy Verhofstadt seinen Rücktritt eingereicht. König Albert bat Verhofstadt, die Amtsgeschäfte bis zur Bildung einer neuen Regierung weiterzuführen. Bei der Wahl am Sonntag wurden die oppositionellen Christdemokraten mit 30 von 150 Mandaten stärkste Kraft. Die liberale Partei Verhofstadts stellt im neuen Parlament nur noch 18 Abgeordnete. Angesichts zahlreicher Koalitionsmöglichkeiten erwarten Beobachter eine komplizierte Regierungsbildung. Möglicher neuer Ministerpräsident ist der Chef der flämischen Christdemokraten, Yves Leterme.

SOFIA: US-Präsident George W. Bush hat der bulgarischen Regierung für ihr Engagement im Irak und in Afghanistan gedankt. Nach einem Treffen mit dem bulgarischen Staatschef Georgi Parwanow in Sofia zeigte sich Bush zudem beeindruckt von den marktwirtschaftlichen Reformen in dem früheren kommunistischen Land. Parwanow sagte, sein Land sei daran interessiert, in die geplante europäische Raketenabwehr integriert zu werden. Er bedauerte den amerikanisch-russischen Konflikt in dieser Frage. Bulgarien ist die letzte Station von Bushs Europareise. Zuvor hatte er Albanien, Italien, Polen und Tschechien besucht und am G-8-Gipfel in Heiligendamm teilgenommen.

TRIPOLIS: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem Besuch in Libyen sowohl die fünf zum Tode verurteilten bulgarischen Krankenschwestern als auch Vertreter der Opferfamilien getroffen. In seiner Funktion als EU-Ratsvorsitzender sei es das Ziel, für die Krankenschwestern und den palästinensischen Arzt eine baldige Freilassung zu erwirken, sagte er. Steinmeier war am Sonntag gemeinsam mit der EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner zu einer zweitägigen Reise in das nordafrikanische Land aufgebrochen. Libyen wirft den Krankenschwestern und dem Arzt vor, mehr als 400 Kinder vorsätzlich mit dem Aids-Virus infiziert zu haben. Auch US-Präsident George W. Bush hat während seines Bulgarien-Besuches Libyen zur Freilassung der Verurteilten aufgefordert.

BERLIN: Das Kuratorium der Bundes-Stiftung zur Entschädigung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter hat sich zum Abschluss der Zahlungen zufrieden geäußert. Vizechef Otto Graf Lambsdorff sagte dem Mitteldeutschen Rundfunk, die Stiftung habe ihre Aufgaben hervorragend umgesetzt. Die Gelder seien ausgezahlt, alles sei problemlos abgelaufen. Lambsdorff war Ende der 90er Jahre Chefunterhändler für die Zwangsarbeiterentschädigung. Die Stiftung überwies an die noch 1,7 Millionen lebenden Nazi-Opfer insgesamt rund 4,4 Milliarden Euro.

BERLIN: Eine Woche vor dem entscheidenden Koalitionstreffen zeigen sich Union und SPD im Streit über die Einführung von Mindestlöhnen unnachgiebig. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers unterstrich in der "Berliner Zeitung" erneut die ablehnende Haltung der CDU. Es könne nicht sein, dass die Höhe von Gehältern nicht mehr von der Produktivität des Betriebes oder von der Leistung des Arbeitnehmers abhänge. SPD-Präsidiumsmitglied Andrea Nahles warnte die Union indes vor einer Blockade. Am 18. Juni wollen die Koalitionsspitzen im Mindestlohn-Streit einen letzten Einigungsversuch starten. Ein Kompromiss ist bisher nicht erkennbar.
BAGDAD: Der künftige britische Premierminister Gordon Brown ist zu einem nicht angekündigten Besuch in den Irak gereist. Nach Medienberichten traf Brown in Bagdad mit Regierungschef Nuri el Maliki zusammen. Seit dem Beginn der US-geführten Invasion im Irak im März 2003 wurden rund 150 britische Soldaten getötet. Derweil brachte ein Selbstmordattentäter eine Brücke über der Autobahn südlich von Bagdad zum Einsturz und riss drei US-Soldaten mit in den Tod. Die Detonation ließ einen Teil der Brücke einstürzen und zerschnitt damit eine wichtige Nord-Süd-Verbindung im Irak.

JERUSALEM: Die israelischen Streitkräfte haben einen neuen Spionagesatelliten ins All gebracht. Wie der israelische Rundfunk berichtet, soll der Satellit "Ofek 7" vor allem Entwicklungen im Iran verfolgen. Der Satellit ersetzt ein Vorläufermodell, das sich seit fast fünf Jahren auf einer Erdumlaufbahn befindet. Israel fühlt sich angesichts der wiederholten Drohungen des iranischen Präsidenten Mahmud Achmedinedschad in seiner Existenz bedroht.

PEKING: Im Süden Chinas sind bei schweren Regenfällen und Überschwemmungen fast 70 Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung in Peking teilte mit, mehr als 500.000 Menschen seien auf der Flucht aus den betroffenen Provinzen. Knapp 50.000 Häuser seien durch die Unwetter zerstört worden. Mehrere Menschen würden noch vermisst.

DHAKA: In Bangladesch sind bei Erdrutschen mehr als 60 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden der Hafenstadt Chittagong mitteilten, begruben die Schlammmassen in der bergigen Umgebung der Fünf-Millionen-Stadt zahlreiche Häuser unter sich. Rettungsteams suchten nach weiteren Verschütteten. Nach anhaltenden Regenfälle steht ein Drittel Chittagongs bis zu einen Meter unter Wasser.

CAPE CANAVERAL: Die US-Raumfähre "Atlantis" hat an der Internationalen Raumstation ISS angelegt. Das Shuttle brachte ein Sonnensegel für die Energiegewinnung zur ISS. Mit der Montage soll an diesem Montag begonnen werden. "Atlantis" wird mindestens elf Tage im Weltraum verbringen. Ursprünglich war der Start der Raumfähre für März geplant, wurde aber wegen eines Hagel-Schadens verschoben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden wieder Gewitter mit Schauern. Im Norden und Osten meist sonnig. Höchstwerte 24 bis 31 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg und Berlin: 27 Grad, fast wolkenlos;
Dresden: 26 Grad, fast wolkenlos;
Köln/Bonn: 19 Grad, leicht bewölkt;
Frankfurt am Main: 19 Grad, nach Regen und
München: 21 Grad, stark bewölkt.

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