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Nachrichten

Montag, 11. Februar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DILI: Der Präsident Osttimors, José Ramos-Horta, ist bei einem mutmaßlichen Putschversuch von Rebellen durch Schüsse schwer verletzt worden. Wegen seines kritischen Zustandes wurde der 58-Jährige in ein Krankenhaus im australischen Darwin gebracht und dort in ein künstliches Koma versetzt. Bei der Rebellen-Attacke auf das Haus von Ramos-Horta in Osttimors Hauptstadt Dili wurde ein Wachmann getötet. Im Gegenfeuer des Sicherheitspersonals starben zudem Rebellenchef Alfredo Reinado und ein Mitkämpfer. Ministerpräsident Xanana Gusmao überstand einen Feuerüberfall auf sein Auto unverletzt. Australien kündigte an, zusätzliche Truppen nach Osttimor zu schicken, um Unruhen vorzubeugen.

ISLAMABAD: Die pakistanische Polizei hat einen der wichtigsten Taliban-Führer festgenommen. Mullah Mansur Dadullah und vier weitere Taliban-Kämpfer wurden bei einem Gefecht in der Provinz Baluchistan an der Grenze zu Afghanistan verletzt und festgenommen. Die Polizei hatte vom Geheimdienst den Hinweis auf den Aufenthaltsort Dadullahs bekommen. Die Nachrichtenagentur AP meldete inzwischen, dass Dadullah seinen schweren Verletzungen erlegen sei. AP beruft sich dabei auf Militärangaben.

WASHINGTON: Im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur bei den Demokraten hat Senator Barack Obama den Rückstand auf seine Rivalin Hillary Clinton weiter verringert. Nach seinem klaren Sieg im US-Bundesstaat Maine verfügt Obama nur noch über knapp 30 Delegiertenstimmen weniger als die frühere First Lady. Clinton zog aus den jüngsten Niederlagen inzwischen Konsequenzen und wechselte ihre Wahlkampfmanagerin aus. Die nächsten Vorwahlen finden am Dienstag in der Stadt Washington sowie in Virginia und Maryland statt.

BERLIN: Israels Regierungschef Ehud Olmert hat seinen Deutschland-Besuch zunächst mit einem privaten Termin begonnen. Auf eigenen Wunsch besucht er das Jüdische Museum in Berlin. Dort wird in einer Dauerausstellung die zweitausendjährige deutsch-jüdische Geschichte dargestellt. Am Abend kommt Olmert dann mit Kanzlerin Angela Merkel zu einem inoffiziellen Gespräch zusammen. Die offiziellen Termine Olmerts beginnen am Dienstag. Geplant sind neben einem weiteren Treffen mit Merkel auch Gespräche mit Bundespräsident Horst Köhler sowie Bundestagspräsident Norbert Lammert. Am Wochenende hatte er eine groß angelegte Offensive im palästinensischen Gazastreifen abgelehnt. Trotz der anhaltenden Raketenangriffe auf israelisches Territorium sei Wut kein Operationsplan, so Olmert nach einer Kabinettssitzung.

LOMÉ: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier besucht an diesem Montag das westafrikanische Togo. Er trifft dort mit der politischen Führung, darunter Präsident Faure Gnassingbé, sowie mit Oppositionsvertretern zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche sollen neben bilateralen Fragen auch innenpolitische Themen wie der Reformkurs Togos stehen. Der Bundesaußenminister will zudem das wiedereröffnete Goethe-Institut sowie ein mit deutschen Spendengeldern finanziertes tropenmedizinisches Institut besuchen. Steinmeier kommt aus Ghana, wo er am Sonntag nicht nur politische Gespräche führte, sondern auch am Endspiel des Afrika-Cups als Zuschauer teilnahm.

ANKARA: Die neun Opfer der Brandkatastrophe von Ludwigshafen sind in ihrer türkischen Heimat beigesetzt worden. Rund 2.000 Trauernde nahmen an der Zeremonie in der südöstlichen Stadt Gaziantep teil. Angesichts der noch laufenden Ermittlungen rief Bürgermeister Asim Güzelbey die Trauergäste zu Ruhe und Besonnenheit auf. Die deutschen Behörden täten ihr Bestes, um den Fall aufzuklären. Sie schließen weder einen technischen Defekt noch Brandstiftung als Ursache aus.

CARACAS: Im Streit um die Verstaatlichung von Ölfeldern des amerikanischen Konzerns Exxon Mobil in Venezuela hat Präsident Hugo Chavez den USA mit einem Stopp der Öllieferungen gedroht. Wenn in den USA venezolanisches Vermögen eingefroren werde, dann werde Venezuela kein Öl mehr in die USA liefern, sagte der linksnationalistische Präsident in seiner wöchentlichen Rundfunkansprache. Exxon geht in Gerichten in den USA, Großbritannien und den Niederlanden gegen die Verstaatlichung in Venezuela vor und will Vermögenswerte der staatlichen venezolanischen Ölgesellschaft einfrieren lassen.

ZÜRICH: Mehrere Gemälde berühmter Meister sind aus einem Züricher Museum gestohlen worden. Nach Mitteilung der Stadtpolizei handelt es sich um Kunstwerke im Wert von umgerechnet über 66 Millionen Euro, darunter Ölgemälde von Cézanne, Degas, van Gogh und Monet. Sie seien bereits am Sonntag bei einem bewaffneten Raubüberfall entwendet worden. Erst in der vergangenen Woche hatten Unbekannte in Pfäffikon südlich von Zürich zwei Gemälde von Pablo Picasso im Wert von mehr als drei Millionen Euro gestohlen.

LOS ANGELES: Das Klassik-Album ‚Brahms: Ein Deutsches Requiem' unter der Leitung von Sir Simon Rattle ist mit einem Grammy für die beste Chor-Aufführung ausgezeichnet worden. Der begehrte US-Musikpreis wurde in Los Angeles dem Dirigenten Rattle und dem Leiter des Rundfunkchors Berlin, Simon Halsey, zugesprochen. Die britische Soulsängerin Amy Winehouse erhielt insgesamt fünf Grammys, unter anderen für ihr Album 'Back to Black'. Der US-Rapper Kanye West und Altrocker Bruce Springsteen wurden mit jeweils drei Preisen geehrt. Der Grammy für das Album des Jahres ging an den Jazzpianisten Herbie Hancock. Die Grammys gehören zu den wichtigsten Musikpreisen der Welt und werden vom Verband der US-Plattenindustrie in mehr als 100 Kategorien vergeben. In diesem Jahr feiert der Preis seinen 50. Geburtstag.

WASHINGTON: Der Hollywood-Schauspieler Roy Scheider ist im Alter von 75 Jahren in einem Krankenhaus in Little Rock im US-Bundesstaat Arkansas gestorben. Das teilte ein Sprecher der Klinik mit. Zur Todesursache machte er keine Angaben. Der Schauspieler deutsch-irischer Abstammung wurde unter anderem mit Rollen in Filmklassikern wie ‚French Connection', ‚Der weiße Hai' und ‚All That Jazz' bekannt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend heiter und trocken. Nordöstlich der Elbe bedeckt oder trübe. Tagestemperaturen zwischen vier und 15 Grad.

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