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Nachrichten

Montag, 11. August 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TIFLIS: Im Kaukasus-Konflikt hat es trotz der von Georgien ausgerufenen einseitigen Waffenruhe erneut Gefechte gegeben. In der südossetischen Hauptstadt Zchinwali seien drei Soldaten der russischen Friedenstruppe durch georgischen Artilleriebeschuss getötet worden, teilte eine Behördensprecherin in Zchinwali mit. 18 weitere Soldaten seien verletzt worden. Georgische Stellen berichten von weiteren Bombenangriffen russischer Kampfflugzeuge auf Ziele in Georgien und im Grenzbereich zur abtrünnigen Region Abchasien. Georgien hatte im Konflikt um Südossetien am Sonntag einen einseitigen Waffenstillstand verkündet und Russland aufgefordert, unverzüglich Gespräche über ein Ende der Kämpfe aufzunehmen. Russland seinerseits machte ein schriftliches Waffenstillstandsabkommen zur Bedingung.

MOSKAU: Russland hat Georgien ultimativ zum Rückzug seiner Truppen aus der abtrünnigen Region Abchasien aufgefordert. Anderenfalls würden russische Truppen auf georgisches Territorium vordringen, sagte der Kommandant der russischen Friedenstruppen in Abchasien, Sergej Tschaban. Georgien wies das Ultimatum umgehend zurück. Unterdessen verstärkte Russland nach einer Meldung der russischen Nachrichtenagentur Interfax seine Truppen in Abchasien um rund 9.000 Soldaten und 350 gepanzerte Fahrzeuge. Damit solle eine ähnliche Entwicklung wie in der ebenfalls abtrünnigen Region Südossetien verhindert werden. Beide Regionen hatten sich nach dem Zerfall der Sowjetunion von Georgien losgesagt. Im oberen Kodori-Tal an der Grenze zu Russland umzingelten abchasische Soldaten nach eigenen Angaben die georgischen Truppen. Die abchasischen Machthaber forderten die Soldaten und georgischen Zivilisten auf, das Tal durch einen Korridor zu verlassen.

BERLIN: Die zwölf deutschen Mitglieder der UN-Beobachtermission in Abchasien befinden sich durch den Krieg in Georgien nicht in Gefahr. Dies sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Christian Schmidt, der 'Passauer Neuen Presse'. Die UN-Mission soll den Waffenstillstand überwachen, der im Mai 1994 zwischen Georgien und der abchasischen Regierung vereinbart wurde. Rund 200 Bundesbürger haben Georgien wegen der kriegerischen Kämpfe bereits verlassen. Etwa 300 befinden sich noch im Land, wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte.

WIESBADEN: Die Preise des deutschen Großhandels sind im Juli so stark gestiegen wie seit fast 27 Jahren nicht mehr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes betrug die Teuerungsrate im Vergleich zum Vorjahresmonat 9,9 Prozent. Das ist der stärkste Zuwachs seit November 1981. Grund dafür sind vor allem die Preissteigerungen bei Energie und Brennstoffen. Sie legten auf Jahressicht um 30,8 Prozent zu. Die Preisentwicklung im Großhandel gilt als Indikator für die Inflation, weil gestiegene Kosten über den Handel häufig an die Verbraucher weitergegeben werden.

LA PAZ: Der linksgerichtete bolivianische Präsident Evo Morales hat das Referendum über die Zukunft seiner Politik klar gewonnen. Er kann damit bis zum Ende seiner regulären Amtszeit 2011 im Amt bleiben. Hochrechnungen zufolge sprachen sich etwa 62 Prozent für das erste Staatsoberhaupt indianischer Abstammung und seinen Vizepräsidenten Alvaro Garcia aus. Morales hatte sich zu dem Referendum bereit erklärt, nachdem vier reichere Provinzen in Volksabstimmungen für eine größere Autonomie von der Zentralregierung gestimmt hatten. In einer ersten Stellungnahme sagte Morales, er werde seine Politik der Verstaatlichung und Umverteilung des Reichtums zu Gunsten der verarmten indigenen Bevölkerung fortsetzen. Bestätigt wurden in dem Referendum aber auch die Präfekten der vier oppositionellen Regionen. Diese warnten den Präsidenten vor einer Fortsetzung seines Kurses.

HARARE: In Simbabwe sind die Gespräche über eine Regierung der nationalen Einheit unterbrochen worden. Bislang sei es noch zu keiner Einigung gekommen, erklärte Staatschef Robert Mugabe nach einem rund 14-stündigen Verhandlungsmarathon in der Hauptstadt Harare. Die Gespräche sollen an diesem Montag fortgesetzt werden. Ziel ist es, die Einzelheiten einer geplanten Machtteilung zwischen Mugabe und Oppositionsführer Morgan Tsvangirai festzulegen. Vermittler bei den Verhandlungen ist Südafrikas Präsident Thabo Mbeki. Laut einem vorliegenden Vertragsentwurf soll Mugabe zwar Präsident bleiben, in dieser Funktion aber nur noch repräsentative Aufgaben wahrnehmen. Das Amt des Regierungschefs ginge an Tsvangirai. In frühestens zwei Jahren soll es den Plänen zufolge Neuwahlen geben.

WASHINGTON: Der amerikanische Soulsänger Isaac Hayes ist tot. Er starb nach Angaben des Nachrichtensenders CNN im Alter von 65 Jahren in seinem Haus in Memphis. Hayes hatte 1971 für das Titellied zu dem Spielfilm "Shaft" als erster schwarzer Musiker den Oscar für einen Filmsong erhalten.

ZUM SPORT: Die Wasserspringer Patrick Hausding und Sascha Klein haben bei den Olympischen Spielen in Peking die zweite Medaille für die deutsche Mannschaft gewonnen. Sie holten Silber im Synchron-Wettbewerb vom 10-Meter-Turm. Die Goldmedaille ging an Gastgeber China, Bronze an Russland. US-Schwimmer Michael Phelps gewann mit der 4-x-100-Meter-Freistil-Staffel in neuer Weltrekordzeit seine zweite Goldmedaille. Auch das deutsche Vielseitigkeitsteam kann sich Hoffnungen auf Edelmetall machen. Nach dem Geländeritt liegt es auf Platz eins vor Australien und Großbritannien. Die deutschen Hockey-Herren bezwangen in ihrem ersten Spiel China mit 4:1. Die spanische Radfahrerin Isabel Moreno wurde nach einer positiven Doping-Probe von den Wettbewerben ausgeschlossen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst wechselnd bewölkt bis heiter. Im Tagesverlauf zieht von Südwesten kräftiger, schauerartiger und gewittriger Regen auf. Die Höchstwerte bewegen sich zwischen 20 und 27 Grad.

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