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Nachrichten

Montag, 10. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Zur Rettung kriselnder Euro-Länder vor einem Staatsbankrott hat die Europäische Union eine beispiellose Rettungsaktion gestartet. Nach zwölfstündigen Beratungen beschlossen die Finanzminister ein Hilfspaket, das insgesamt 750 Milliarden Euro an Krediten vorsieht, geknüpft an strenge Bedingungen zur Haushaltssanierung. Die EU-Kommission stellt danach bis zu 60 Milliarden Euro zur Verfügung. Hinzu kommen bilaterale Kredite und Garantien der Euroländer sowie bis zu 250 Milliarden Euro vom Internationalen Währungsfonds. Auf Deutschland kämen damit neue Bürgschaften in Höhe von 123 Milliarden Euro zu. Die Europäische Zentralbank kündigte zudem an, zur Abwehr von Spekulationen gegen den Euro vorübergehend Fremdwährungsgeschäfte wieder einzuführen, um den Banken in der Euro-Zone einen besseren Zugang zum Dollar und anderen Währungen zu ermöglichen.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel und Bundesaußenminister Westerwelle haben den EU-Rettungsschirm für den angeschlagenen Euro als alternativlos bezeichnet. Damit werde das Geld der Menschen in Deutschland geschützt, betonte Merkel im Kanzleramt. Das Paket müsse zudem als Signal an die Märkte gewertet werden. Der Außenminister ergänzte, alle Spekulanten, die den Euro angriffen, müssten wissen, dass die EU in der Lage sei, diese Angriffe abzuwehren.

FRANKFURT AM MAIN: Die Einigung der EU-Finanzminister auf den gigantischen Krisenfonds hat dem Deutschen Aktienindex einen deutlichen Schub gegeben. Der DAX legte in den ersten Handelsminuten um 2,9 Prozent zu. Der Euro sprang über die Marke von einem Dollar 30. Zum Handelsschluss am Freitag in New York lag die Gemeinschaftswährung noch bei einem Dollar 27-55. Zuvor waren bereits die Aktienmärkte in Asien ins Plus gedreht. Der Nikkei-Index legte in Tokio um 1,6 Prozent zu.

DÜSSELDORF: Die Wahl in Nordrhein-Westfalen hat keine klaren Mehrheiten gebracht. Trotz erheblicher Verluste wurde die CDU äußerst knapp wieder stärkste Partei bei der Landtagswahl. Rechnerisch möglich sind nun eine große Koalition und ein rot-rot-grünes Bündnis, aber weder die von der SPD angestrebte rot-grüne Koalition noch die von der CDU für denkbar gehaltene schwarz-grüne Koalition. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kam die CDU auf 34,6 Prozent der Stimmen. Die SPD lag mit 34,5 Prozent hauchdünn hinter der CDU. Die Grünen konnten 12,1 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen und sind ein Gewinner dieser Wahl. Die FDP als bisheriger Koalitionspartner der CDU erreichte 6,7 Prozent. Mit 5,6 Prozent zieht erstmals die Linkspartei in den Landtag in Düsseldorf ein. - Der Ausgang der Wahl veränderte die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat. Union und FDP büßten in der Länderkammer ihre Mehrheit ein.

MANILA: Bei der Präsidentenwahl auf den Philippinen sind wenige Stunden nach Beginn erste Probleme mit den erstmals verwendeten vollautomatischen Wahlmaschinen aufgetaucht. Ein Scanner, der die Stimmzettel in Tarlac City einlesen sollte, fiel aus. Die 50 Millionen Stimmberechtigten sind auch dazu aufgerufen, über den Stellvertreter des Präsidenten und die Neubesetzung des Parlaments zu entscheiden. Gleichzeitig finden in dem südostasiatischen Inselstaat Provinz- und Kommunalwahlen statt. . Als Favorit unter den Kandidaten für das höchste Amt im Staat gilt Benigno Aquino. Der 50-Jährige Senator ist der Sohn der früheren Präsidentin Corazon Aquino und des ermordeten Oppositionspolitikers Benigno Aquino.

GAZA-STADT: Israelische Kampfflugzeuge haben im Süden des von der radikal-islamischen Hamas beherrschten Gazastreifens zwei Ziele bombardiert. Ein Militärsprecher teilte in Tel Aviv mit, es habe sich um eine Reaktion auf den Raketenangriff militanter Palästinenser auf die Küstenstadt Aschkelon vom Samstag gehandelt.

Das Wetter in Deutschland: Meist wolkig mit Schauern, nur im Norden und Nordwesten überwiegend trocken. Die Temperaturen steigen auf nur neun Grad Celsius an der Nordsee und bis zu 20 Grad im Süden.

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