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Nachrichten

Montag, 10. März 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Das SPD-Präsidium ist zu seiner mit Spannung erwarteten Krisensitzung zusammengekommen. Erstmals nach seiner Erkrankung nimmt der Parteivorsitzende Kurt Beck wieder an den Beratungen teil. Beck will sich im Anschluß vor der Bundespressekonferenz über den künftigen Kurs der Sozialdemokraten äußern. Die hessische SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti, die ebenfalls zu der Sitzung nach Berlin kam, erklärte, sie werde sich am 5. April im Wiesbadener Landtag nicht zur Wahl als Ministerpräsidentin stellen. Unterdessen hat die hessische SPD-Abgeordnete Dagmar Metzger, die ihrer Landesvorsitzenden im Falle einer Tolerierung durch die Linkspartei die Stimme verweigern wollte, über massive Versuche der Einschüchterung geklagt.

BERLIN: Hessens Ministerpräsident Roland Koch hat die Parteien zur Suche nach einem Kompromiss bei der Regierungsbildung in seinem Land aufgerufen. Vor der CDU-Präsidiumssitzung in Berlin schloss Koch es nicht aus, seinen eigenen Anspruch auf das Amt des Regierungschefs aufzugeben. Er habe ein Interesse daran, dass es bald wieder eine gewählte Regierung in Hessen gebe. Es wird nun damit gerechnet, dass Koch zunächst geschäftsführend im Amt bleibt. Medienberichten zufolge ist als mögliche künftige Ministerpräsidentin die CDU-Politikerin und Bürgermeisterin von Frankfurt am Main, Petra Roth, im Gespräch.

BERLIN: Nach der Einigung im Tarifkonflikt zwischen den Lokführern und der Deutschen Bahn ist der Zugverkehr in vielen Regionen ohne größere Behinderungen angelaufen. Bis auf wenige Ausnahmen sei man im Regionalbereich pünktlich gestartet, sagte ein Bahnsprecher. Im Fernverkehr habe man zusätzliche Züge bereitgestellt. Einschränkungen wurden aus Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gemeldet. Die Bahn hatte wegen des angekündigten Streiks für den heutigen Tag einen Notfahrplan aufgestellt. Den fast ein Jahr andauernden Tarifstreit hatten Bahn-Chef Mehdorn und die Spitzen der Gewerkschaften am Sonntag beigelegt.

MADRID: Die Sozialisten von Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero haben die Parlamentswahl in Spanien klar gewonnen. Vier Jahre nach ihrem überraschenden Wahlsieg über die konservative Volkspartei konnten sie ihre Position im Parlament behaupten, verfehlten aber die absolute Mehrheit. Nach Auszählung fast aller Stimmen kommen die Sozialisten auf 169 der 350 Sitze. Die Konservativen unter Mariano Rajoy gewannen 5 Mandate hinzu und kommen damit auf 153 Sitze. Drittstärkste Kraft wurden die katalanischen Nationalisten, die um einen Sitz auf elf Mandate zulegten. Trotz seines Sieges wird der Regierungschef auch in seiner zweiten Amtszeit auf die Stimmen kleinerer Regionalparteien angewiesen sein. Zapatero hatte im Wahlkampf Steuerermäßigungen, die Anhebung von Mindestlöhnen sowie die Schaffung von zwei Millionen neuen Arbeitsplätzen versprochen.

PARIS: Zehn Monate nach der Wahl von Nicolas Sarkozy zum Präsidenten hat dessen konservatives Bündnis bei der Kommunalwahl in Frankreich deutlich an Stimmen verloren. Nach vorläufigen offizellen Angaben fiel die UMP auf gut 45 Prozent zurück. Dagegen gewann die Linke landesweit fast drei Prozent hinzu und kommt auf knapp 48 Prozent. In mehreren Großstädten konnten die Sozialisten zulegen, darunter in Straßburg und Marseille. Auch Paris bleibt voraussichtlich in ihrer Hand. Die endgültige Entscheidung wird bei der Stichwahl am nächsten Sonntag fallen.

BRÜSSEL: Nach dem Zusammenbruch der serbischen Regierung hoffen Spitzenpolitiker der Europäischen Union auf einen Sieg der europa-freundlichen Parteien bei den vorgezogenen Neuwahlen im Mai. Am Rande eines Treffens der EU-Außenminister in Brüssel sagte Chefdiplomat Javier Solana, die Serben könnten nun entscheiden, ob sie den pro-europäischen Kurs ihres Präsidenten Boris Tadic oder die Politik von Ministerpräsident Vojislav Kostunica unterstützen wollten. Kostunica war am Wochenende zurückgetreten, nachdem seine Regierung am Streit über das Verhältnis zur EU und das weitere Vorgehen nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovos zerbrochen war. Neuwahlen sind für den 11. Mai geplant.

RAMALLAH: Die Palästinenser-Führung hat die Ankündigung Israels verurteilt, hunderte neue Wohnungen im Westjordanland und in Ostjerusalem zu bauen. Der palästinensische Chefunterhändler Sajeb Erekat sprach von einer 'Provokation'. Das israelische Wohnungsbau-Ministerium hatte die Entscheidung zum Siedlungsausbau am Sonntag mit der wachsenden Nachfrage aufgrund der demographischen Entwicklung begründet. Die Siedlungsbau-Pläne dürften auch die Friedensgespräche belasten, die Israelis und Palästinenser in Kürze wieder aufnehmen wollen.

NEU DELHI: Fünf Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking sind rund 100 Exil-Tibeter von Indien aus einen Protestmarsch in ihre von China besetzte Heimat gestartet. Die chinesische Regierung nutze die Olympischen Spiele aus, um die illegale Besetzung Tibets zu legitimieren, sagte einer der Organisatoren. Der Marsch begann in Dharamsala, dem Sitz des Dalai Lamas und der tibetischen Exil-Regierung. Sein Start fällt genau auf den 49. Jahrestag des Aufstands gegen China in Tibet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem im Westen ist es bedeckt und regnerisch, sonst locker bewölkt und freundlicher. Tageshöchstwerte sieben bis 15 Grad.

Am Morgen meldeten

Berlin und Dresden: 6 Grad, wolkig;

Hamburg: 7 Grad, leicht bewölkt;

Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 7 Grad, bedeckt und

München: 3 Grad. leicht bewölkt.

Audio und Video zum Thema