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Nachrichten

Montag, 10. Dezember 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Die EU-Außenminister beraten in Brüssel über eine gemeinsame Haltung zu einer möglichen Unabhängigkeitserklärung der Kosovo-Albaner. Nach Angaben des schwedischen Außenministers Carl Bildt ist nur einer der 27 Mitgliedsstaaten gegen die Anerkennung eines unabhängigen Kosovo. Dieser eine Staat bestehe auf einer Resolution des Weltsicherheitsrates. Die Kosovo-Albaner hatten versichert, sie würden sich nicht ohne Unterstützung der EU und der USA von Serbien lösen. Sowohl Serbien als auch Russland forderten eine Verlängerung der Verhandlungsfrist. Die UN, unter deren Verwaltungshoheit die südserbische Provinz steht, hatten beiden Seiten bis zu diesem Montag Zeit gegeben, eine Lösung über den künftigen Status des Kosovo zu finden. Die Verhandlungen scheiterten vor mehr als einer Woche. Am 19. Dezember will sich der Weltsicherheitsrat mit dem Thema befassen.

BANGKOK: UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat sich unzufrieden mit der Entwicklung in Birma gezeigt. Bei einem Aufenthalt in Bangkok sagte er, die Geduld der Vereinten Nationen mit der birmanischen Militärführung gehe schnell zu Ende. Die Bevölkerung lebe bereits sehr lange in Unfreiheit. Es sei an der Zeit, mehr für die Demokratisierung und die Menschenrechte zu tun. Den asiatischen Staatenverband ASEAN, dessen Mitglied Birma seit 1997 ist, rief er auf, mehr auf entsprechende Maßnahmen zu drängen. Nach einem UN-Bericht sind bei der Niederschlagung der Anti-Regierungsproteste im September mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen, doppelt so viel, wie von den Militärs angegeben.

BERLIN: Deutschland wird ärmeren Ländern 120 Millionen Euro für die Entwicklung fortschrittlicher Technologien zur Anpassung an den Klimawandel zur Verfügung stellen. Dies teilte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zu Beginn der entscheidenden Tagungswoche der UN-Klimakonferenz auf Bali mit. Zugleich rief Gabriel alle Industriestaaten zu konkreten Finanzzusagen im Kampf gegen den Klimawandel auf. Andernfalls drohten die Entwicklungsländer das Vertrauen in die Industriestaaten zu verlieren. Delegationen aus mehr als 180 Staaten beraten auf Bali noch bis Freitag über ein Verhandlungsmandat für ein neues Klimaschutz-Abkommen. Das bislang geltende Kyoto-Protokoll läuft 2012 aus. Ab Mittwoch finden die Verhandlungen offiziell auf Ministerebene statt.

SEOUL: Die Ölpest an der südkoreanischen Westküste breitet sich immer weiter aus. Nach offiziellen Angaben ist mittlerweile ein Küstenabschnitt von 40 Kilometern Länge verschmutzt. Der Ölteppich auf dem Gelben Meer erstrecke sich auf einer Länge von 150 Kilometern. Spezialfirmen, Soldaten und Anwohner versuchen, der Ölpest Herr zu werden. Am Freitag waren rund 10.500 Tonnen Rohöl nach der Havarie des Tankers 'Hebei Spirit' ausgeströmt. Er war im Hafen von Daesan von einem Lastkahn gerammt worden, der drei Löcher in die Außenwand des Tankers riss.

BAGDAD: Die britische Armee will den Irakern innerhalb von zwei Wochen die Kontrolle über die Provinz Basra übergeben. Damit übernehmen die Iraker auch die Verantwortung für die letzte der vier Provinzen, die Großbritannien seit dem Einmarsch 2003 kontrollierte. Der britische Premier Gordon Brown verkündete den Schritt während eines überraschenden Besuchs auf dem Stützpunkt im südirakischen Basra. Derzeit sind noch 4.500 britische Soldaten im Irak, bis Mitte kommenden Jahres soll ihre Zahl auf 2.500 reduziert werden.

LIMA: Gegen den peruanischen Ex-Präsidenten Alberto Fujimori beginnt an diesem Montag der Prozess wegen mehrfachen Mordes und Entführung. Die Anklage wirft ihm den Einsatz einer Todesschwadron der Armee gegen Regierungsgegner vor. Fujimori bestreitet die Vorwürfe. Er ist der erste Staatschef, der in Peru wegen Verbrechen während seiner Amtszeit vor Gericht steht. Die Anklage fordert mehr als 20 Millionen Euro Geldstrafe und 30 Jahre Gefängnis für den 69-Jährigen. Fujimori war 2000 nach Japan geflohen und zog vor zwei Jahren nach Chile. Von dort wurde er im September an Peru ausgeliefert.

BUENOS AIRES: Sieben südamerikanische Länder haben die 'Banco del Sur' gegründet. Anders als bei Weltbank und Internationalem Währungsfonds sollen die Kredite der neuen Entwicklungsbank nicht mit wirtschaftspolitischen Auflagen verknüpft werden. Das Startkapital liegt bei sieben Milliarden US-Dollar. Hauptsitz der Bank wird die venezolanische Hauptstadt Caracas sein. Vorerst werden nur Kredite in der Region vergeben. Die Gründungsstaaten sind Brasilien, Argentinien, Venezuela, Bolivien, Ecuador, Paraguay und Urugay.

HANNOVER: In der niedersächsischen Landeshauptstadt hat ein Treffen von rund 500 Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zur Informationstechnologie begonnen. Zu den Hauptthemen des so genannten zweiten IT-Gipfels zählt der anhaltende Fachkräftemangel in der Computerbranche. Einer aktuellen Studie zufolge sind in Deutschland 43.000 Stellen für IT-Experten offen. Die Wirtschaft fordert einen leichteren Zugang für Fachleute aus dem Ausland. Am Nachmittag wird Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Rede halten.

MEMMINGEN: Der Deutsch-Libanese Khaled el Masri muss sich von diesem Montag an wegen Brandstiftung vor dem Landgericht Memmingen verantworten. Der 43-Jährige soll im Mai einen Brand in einem Großhandelsmarkt in Neu-Ulm gelegt haben. Zudem ist er wegen Körperverletzung und Beleidigung angeklagt. El Masri war im Dezember 2003 mutmaßlich von der CIA für fünf Monate nach Afghanistan verschleppt worden. Sein Anwalt sieht in dem kriminellen Handeln El Masris Spätfolgen dieser Gefangenschaft. Der Bundesregierung warf er vor, sie habe seinem Mandanten keine ausreichende Psychotherapie zukommen lassen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd wolkig. Im Westen zeitweise Regen, ab 700 Metern in Schnee übergehend. Höchsttemperaturen zwischen drei und acht Grad.

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