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Nachrichten

Montag, 10. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BONN: Die dritte Konferenz der Vereinten Nationen zur Vorbereitung des Weltklimagipfels in Kopenhagen hat in Bonn begonnen. 2000 Delegierte aus aller Welt wollen bis Freitag über das geplante neue globale Klimaschutzabkommen beraten. Es soll im Dezember in der dänischen Hauptstadt als Nachfolgepakt für das Ende 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll beschlossen werden. Ziel des neuen Abkommens ist eine mittel- und langfristige Verminderung klimaschädlicher Treibhausgase, um die fortschreitende Erderwärmung zu begrenzen. Noch sind viele Punkte offen oder strittig. Aktiv an den Verhandlungen nehmen auch die USA teil, die das Kyoto-Protokoll noch abgelehnt hatten.

BAGDAD: Bei einer Anschlagserie im Irak sind am Montag mindestens 41 Menschen getötet und fast 150 verletzt worden. Nach Polizeiangaben kamen östlich von Mossul 25 Menschen ums Leben, als zwei in Lastwagen versteckte Bomben explodierten. Der Anschlag habe sich gegen eine schiitische Siedlung gerichtet. In der Hauptstadt Bagdad rissen zwei Autobomben 16 Menschen in den Tod. Die Gewalt im Irak ist im vergangenen Jahr zwar deutlich zurückgegangen. Seit dem Abzug der US-Kampftruppen aus den Städten im Juni verübten Extremisten aber immer wieder Anschläge.

MADRID: Die politischen Kräfte in Spanien haben die Bombenanschläge der baskischen Terrororganisation ETA auf der Ferieninsel Mallorca scharf verurteilt. König Juan Carlos nannte die Separatisten eine Bande von Mördern und Verbrechern, der es nicht gelingen werde, das demokratische Leben in Spanien zu beeinträchtigen. Zehn Tage nach einem blutigen Attentat auf Polizisten hatte die ETA am Sonntag Zivilisten ins Visier genommen. Im Abstand weniger Stunden gingen in zwei Restaurants und einem Einkaufszentrum Bomben hoch. Verletzt wurde niemand.

KABUL: Die bevorstehenden Wahlen in Afghanistan sind nach Einschätzung der Vereinten Nationen durch die zunehmende Gewalt im Land gefährdet. Angriffe von Aufständischen und Drohungen behinderten die Vorbereitungen für die Abstimmung am 20. August und könnten viele Afghanen vom Wählen abhalten, heißt es in einem jetzt veröffentlichten UN-Bericht. - Unterdessen wird weiter über politische Folgerungen aus der Entwicklung in Afghanistan diskutiert. Der nationale US-Sicherheitsberater James Jones schloss in einem Interview des Fernsehsenders CBS eine weitere Aufstockung der Truppen in Afghanistan zur Absicherung der Wahl nicht aus.

GAZA-STADT: Erstmals seit Mitte Juni hat die israelische Luftwaffe wieder einen Angriff auf den Gazastreifen geflogen. Nach Angaben der palästinensischen Sicherheitskräfte wurde ein Schmugglertunnel nahe der Stadt Rafah an der Grenze zu Ägypten bombardiert. Vorausgegangen war ein Mörser-Angriff palästinensischer Extremisten auf einen Krankentransport. Nach Angaben der israelischen Armee wurde er am Sonntag am Grenzübergang Eres angegriffen. In dem Krankenwagen saßen verletzte Palästinenser, die in Israel behandelt werden sollten.

BERLIN: Ein halbes Jahr nach Verabschiedung kommt das Konjunkturpaket II der Bundesregierung zur Ankurbelung der Wirtschaft nur schleppend voran. Von den zehn Milliarden Euro, die der Bund Städten und Kommunen bis Ende nächsten Jahres zur Verfügung stellt, sind bisher insgesamt weniger als 200 Millionen Euro beim Finanzministerium in Berlin abgerufen worden, berichtet die Zeitung "Die Welt". Das Blatt beruft sich auf eine Umfrage bei den Ministerien für Finanzen und Inneres der Bundesländer, die unter anderem auf die schleppende Bürokratie verwiesen hätten. Außerdem zögerten viele Kommunen mit der Umsetzung des Pakets, da bei einigen Projekten wie beispielsweise Straßensanierungen unklar sei, ob der Bund tatsächlich die Finanzierung übernehme.

BERLIN: In Deutschland wächst der Widerstand gegen Bonus-Zahlungen für Mitarbeiter solcher Banken, die Staatshilfe erhalten haben. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sagte dem "Handelsblatt", der Staat habe nicht 500 Milliarden Euro für die Rettung der Geldinstitute bereitgestellt, damit nun wieder Boni ausgezahlt würden. Solche Zahlungen müssten an dauerhafte Erfolge geknüpft sein und dürften bei Verlusten oder Hilfen durch Steuergelder gar nicht stattfinden.

BERLIN: CSU-Verteidigungsminister Franz Josef Jung hat mit seinem Vorstoß, der Bundeswehr die Geiselbefreiung im Ausland per Grundgesetzänderung zu ermöglichen, deutliche Kritik ausgelöst. Justizministerin Brigitte Zypries -SPD- sagte, die Bundeswehr dürfe bereits im Rahmen der Operation "Atalanta" vor dem Horn von Afrika Geiseln aus Piratenhand befreien. Eine Verfassungsänderung sei dazu nicht notwendig. Kritisch äußerten sich auch FDP, Grüne und Linke. Die Gewerkschaft der Polizei verwies auf die Spezialeinheit GSG-9, die theoretisch über entsprechende Ausstattung verfüge, Geiseln im Ausland zu befreien. Der Verteidigungsminister hatte seine bereits vor einiger Zeit erhobene Forderung mit Blick auf das freigekommene deutsche Containerschiff "Hansa Stavanger" nochmals wiederholt.

ROM: Somalische Piraten haben die Besatzung des italienischen Schiffes "Buccaneer" freigelassen. Dies gab der italienische Außenminister Franco Frattini in Rom bekannt. An Bord des Schiffes befanden sich Italiener, Rumänen und ein Kroate. Das Schiff war am 11. April im Golf von Aden entführt worden. Nach Angaben der Reederei soll kein Lösegeld bezahlt worden sein.

TOKIO: Der Taifun 'Etau' hat in Japan schwere Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Mindestens zwölf Menschen kamen ums Leben. Zahlreiche werden laut örtlichen Medien noch vermisst. Hunderte Häuser im Westen des Landes sind von Wassermassen eingeschlossen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken und nur selten sonnige Abschnitte. Im Tagesverlauf von Südwesten her aufkommende Schauer oder Gewitter. Höchstwerte zwischen 19 und 29 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 18 Grad, dunstig;

Berlin: 18 Grad, wolkig;

Dresden: 20 Grad, wolkig;

Köln/Bonn: 17 Grad, nach Nebel;

Frankfurt am Main: 21 Grad, stark bewölkt und

München: 19 Grad, nach Regen.

Audio und Video zum Thema