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Nachrichten

Montag, 1. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Nach dem Fund von Paketbomben in Frachtflugzeugen hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière Lücken im Sicherheitssystem eingeräumt. Die Sicherheitsbehörden hätten sich zu stark auf die Kontrolle des Personenverkehrs konzentriert. Dies hätten die Terroristen ausgenutzt. De Maizière kündigte an, die Schwachstellen im Frachtverkehr so schnell wie möglich zu schließen. Bei der Fahndung nach den Hintermännern haben die USA inzwischen ihr Augenmerk auf den saudischen Staatsbürger Ibrahim Hassan al-Asiri gerichtet, der als eine der führenden Figuren des Terrornetzwerks El Kaida auf der arabischen Halbinsel gilt.

BAGDAD: Bei dem Geiseldrama in einer Bagdader Kirche sind weit mehr Menschen ums Leben gekommen als zunächst angenommen. Mindestens 52 Geiseln und Polizisten seien bei der Erstürmung am Sonntag getötet worden, etwa 70 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte das irakische Innenministerium mit. Getötet wurden nach Agenturberichten auch viele der Geiselnehmer. Die Kidnapper mit Verbindungen zur islamistischen Al-Kaida-Organisation hatten mehr als 100 Katholiken in der Kirche als Geiseln genommen. Als Polizisten das Gotteshaus stürmten, zündeten die Terroristen Sprengstoffgürtel.

BRASILIA: In Brasilien übernimmt erstmals eine Frau die Führung von Staat und Regierung. Die 62-jährige Dilma Rousseff von der Arbeiterpartei setzte sich in der Stichwahl um das Präsidentenamt klar gegen ihren konservativen Herausforderer Serra durch. Für Rousseff stimmten rund 56 Prozent der Bürger, Serra kam auf knapp 44 Prozent der Stimmen. Die ehemalige Widerstandskämpferin und Tochter eines bulgarischen Einwanderers tritt damit die Nachfolge des populären Amtsinhabers Lula da Silva an, der nach acht Jahren an der Spitze der größten lateinamerikanischen Volkswirtschaft nicht mehr kandidieren durfte.

MOSKAU: Bundesaußenminister Guido Westerwelle sieht gute Chancen für eine weitere Annäherung in den Beziehungen zu Russland. Der Westen stehe vor einer Neuausrichtung des NATO-Russland-Verhältnisses, sagte Westerwelle zum Auftakt seines Besuchs in Moskau. Deutschland wolle seinen Anteil leisten, dass dies gelinge. Der FDP-Politiker verwies dabei auf das Angebot der NATO zu einer gemeinsamen Raketenabwehr mit Russland. Die Teilnahme des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew am NATO-Gipfel Mitte November in Lissabon habe dabei nicht nur symbolische Bedeutung, sagte Westerwelle kurz vor seinem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergel Lawrow.

TOKIO: Der russische Präsident Medwedew hat eine der auch von Japan beanspruchten Kurilen-Inseln im Pazifik besucht und damit einen diplomatischen Eklat ausgelöst. Japans Ministerpräsident Kan bezeichnete den Besuch als sehr bedauerlich. Das Außenministerium in Tokio protestierte in aller Form und bestellte den russischen Botschafter ein. Medwedews Besuch war der erste eines russischen Staatschefs auf den Kurilen-Inseln, die Russland kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs besetzt hatte. Der Streit um die Insel-Gruppe, die zehn Kilometer von der japanischen Insel Hokkaido entfernt liegt, hat bis heute einen Friedensvertrag zwischen Moskau und Tokio verhindert.

PEKING: China hat die größte Volkszählung der Welt gestartet. Rund 6,5 Millionen Volkszähler sollen in den nächsten zehn Tagen mehr als 400 Millionen Haushalte besuchen. Die Behörden erhoffen sich Aufschluss über die wahre Größe der Bevölkerung, die auf mehr als 1,3 Milliarden Menschen geschätzt wird.

DÜSSELDORF: Bundesumweltminister Röttgen soll neuer Vorsitzender der CDU im Bundesland Nordrhein-Westfalen werden. Der 45-Jährige setzte sich in einer Mitgliederbefragung mit knapp 55 Prozent gegen den früheren Integrationsminister des Landes, Laschet, durch. Röttgen soll Nachfolger des scheidenden CDU-Landeschefs Rüttgers werden, der nach der schweren Niederlage bei der Landtagswahl im Mai seinen Rückzug angekündigt hatte. Die Wahl Röttgens muss von einem Landesparteitag am Samstag bestätigt werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Nordwesten häufig dicht bewölkt und örtlich geringer Niederschlag,. Sonst oft freundlich mit Aufheiterungen und trocken. Höchstwerte neun bis 18 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 9 Grad, dunstig
Berlin: 6 Grad, dunstig
Dresden: 11 Grad, wolkig
Köln/Bonn: 6 Grad, Nebel
Frankfurt am Main: 8 Grad, leicht bewölkt
München: 12 Grad, stark bewölkt

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