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Nachrichten

Montag, 1. Mai 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

WOLFSBURG: Das Thema Würde und soziale Gerechtigkeit steht im Mittelpunkt der Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes -DGB- zum 1. Mai. Dabei soll auf den Widerspruch zwischen Rekordgewinnen der Unternehmen und Entlassungen hingewiesen sowie gegen Vorhaben der Bundesregierung wie die Verlängerung der Lebensarbeitszeit protestiert werden. Die zentrale Kundgebung mit DGB-Chef Michael Sommer findet in Wolfsburg statt. Immer mehr Menschen müssten für Löhne arbeiten, von denen man nicht menschenwürdig leben könne, sagte Sommer im Deutschlandfunk. Er kritisierte die Verlagerungen von Betrieben in Länder mit niedrigeren Löhnen und warf den Unternehmen vor, das Lohngefälle in Europa aus purer Profitgier auszunutzen. In vielen asiatischen Ländern gab es zum Tag der Arbeit Demonstrationen für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne.

ABUJA: Die Frist der Friedensverhandlungen für die sudanesische Krisenregion Darfur ist um 48 Stunden verlängert worden. Das teilte der Chefunterhändler der Afrikanischen Union, Salim Ahmed Salim, im nigerianischen Abuja mit. Um Mitternacht war die Zeit für die Unterzeichnung des Abkommens verstrichen, nachdem die wichtigsten Rebellenorganisationen der Provinz den Vertragsentwurf wegen Benachteiligung abgelehnt hatten. Das Dokument soll den Abschluss von fast zweijährigen Verhandlungen unter Führung der Afrikanischen Union bilden. Es regelt die meisten Streitpunkte zwischen der islamisch-arabischen Regierung in Khartum und den schwarzafrikanischen Rebellen in Darfur.

KINSHASA: Die mehrfach verschobene erste freie Wahl im Kongo seit der Unabhängigkeit im Jahre 1960 soll nun am 30. Juli stattfinden. Den Termin legte die Wahlkommission in Kinshasa fest. Grund für die Verschiebungen waren logistische Probleme und Differenzen zwischen den Regierungslagern. Die Parlaments- und Präsidentenwahl wird von einer EU-Truppe unter Führung der Bundeswehr abgesichert. Deutschland und Frankreich wollen je 500 Soldaten entsenden, weitere 500 kommen aus anderen EU-Staaten.

NEU DELHI: Im indischen Teil Kaschmirs hält die Gewalt auch wenige Tage vor geplanten Gesprächen der Regierung und Vertretern gemäßigter Rebellengruppen an. Wahrscheinlich moslemische Extremisten griffen am Morgen zwei Dörfer im Distrikt Doda an und töteten mindestens 22 Bewohner. Acht weitere wurden verletzt. Erst am Samstag hatten die Extremisten vier Menschen entführt und getötet. Am Mittwoch und Donnerstag wollen Vertreter von Regierung und Separatisten in Neu Delhi miteinander sprechen. Premierminister Manmohan Singh will anschließend zu weiteren Gesprächen nach Kaschmir reisen.

PEKING: China hat nach einem Agenturbericht erfolgreich seinen eigenen Prototyp einer Magnetschwebebahn getestet. Der Zug fuhr laut dem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua auf einer knapp 500 Meter langen Teststrecke in der Provinzhauptstadt Chengdu ohne Probleme. China will noch in diesem Jahr mit dem Bau einer eigenen Magnetschwebebahnstrecke zwischen Shanghai und dem knapp 200 Kilometer entfernten Hangzhou beginnen. Um den Bau der Strecke hatte sich auch der deutsche Siemens-Konzern beworben. Dessen Transrapid-Magnetschwebebahn fährt bereits vom Zentrum Shanghais zum dortigen Flughafen.

BERLIN: Mit Trauer haben Politiker und Vertreter christlicher und auch islamischer Glaubensgemeinschaften in Deutschland auf den Tod des langjährigen Präsidenten des Zentralrates der Juden, Paul Spiegel, reagiert. Sie würdigten seine Zivilcourage und seinen Einsatz gegen Antisemitismus, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Der 68-Jährige war nach schwerer Krankheit in Düsseldorf gestorben. Spiegel übernahm das Amt Anfang 2000 nach dem Tod von Ignatz Bubis, dessen Vertreter er seit 1993 gewesen war.

BERLIN: Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist nach Südamerika gereist. Erste Station während des fünftägigen Aufenthaltes ist Chile, wo in Santiago Treffen mit Wirtschaftsvertretern sowie mit Staatschefin Michelle Bachelet geplant sind. Weitere Reiseziele sind Argentinien und Brasilien. Die Besuche dienen auch der Vorbereitung des bevorstehenden EU-Lateinamerika-Gipfeltreffens in Wien. Die Europäische Union ist für Lateinamerika größter ausländischer Investor und Deutschland wichtigster europäischer Handelspartner.

LUDWIGSHAFEN: In der 'Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit' dauert der Konflikt um den für 2007 geplanten Zusammenschluss mit der Linkspartei an. Die Verbände Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wollen trotz gegenteiliger Beschlüsse des Parteitages in Ludwigshafen gegen die Linkspartei bei Wahlen antreten. Drei Vorstandsmitglieder erklärten ihren Rücktritt. Der Chef der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi, sicherte der 'Wahlalternative' beim Treffen seiner Partei in Halle an der Saale einen gleichberechtigten Zusammenschluss zu.

BERLIN: In Deutschland gilt von heute an ein einheitliches Pfand für Einweg-Getränkeverpackungen. Alle Einweg-Flaschen und Getränkedosen können jetzt unabhängig davon, wo sie gekauft wurden, im Einzelhandel abgegeben werden. Voraussetzung ist, dass die Annahmestelle die entsprechende Verpackungsart im Sortiment führt. Auch die Pfandhöhe wird neu geregelt. Sie beträgt erstmals einheitlich für alle Verpackungsgrößen 25 Cent. Pfandfrei bleiben Säfte, Milch und Wein sowie ökologisch vorteilhafte Verpackungen wie Getränkekartons.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils heiter, teils bewölkt und weitgehend trocken. Nur im Westen und Nordwesten wieder etwas Regen. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 13 und 18 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg, Berlin, Dresden
und Frankfurt am Main: 8 Grad, leicht bewölkt;
Köln/Bonn: 7 Grad, leicht bewölkt und
München: 9 Grad, wolkig.

  • Datum 01.05.2006
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